Begleiten Sie Luzerner Autor Stefan Kämpfen auf eine Reise zwischen Machos, Macheten & Mojitos

Bild: tredition-Autor Stefan Kämpfen veröffentlicht sein zweites Buch »Machos, Macheten & Mojitos« und strapaziert damit erneut die Lachmuskeln seiner Leser.

Stefan Kämpfen ist Wortakrobat, Weltenbummler, Spaßvogel, Hobbypsychologe, Sommermensch, Vierwaldstättersee-und-gegen-den-Strom-Schwimmer, Strändesammler, Gerechtigkeitsfanatiker, Katzenallergiker, Telefonbandstimmen-und-Warteschlangen-Hasser, Lifestyle-Consultant, Bücherwurm, Perfektionist, Konzertliebhaber, Brainstormer, Hängematten-Philosoph, Guckindieluft, Sinnsucher, Idealist, Lebemensch, Glücksritter. Zwei Jahre nach seinem Debüt-Roman »Flucht aus Babylon« erscheint das zweite Buch des Luzerner Autors Stefan Kämpfen mit dem vielversprechenden Titel „Machos, Macheten & Mojitos“ auf dem Markt. Wie der Name schon verlauten lässt, entführt uns Stefan Kämpfen darin auf einen abenteuerlichen Road-Trip zweier Gringos auf einen Trampelpfad durch Lateinamerika. In den sechs Bananenrepubliken hat Stefan Kämpfen die haarsträubendsten Reiseerlebnisse gemacht, die er in einer fiktiven Mischung aus witzig-frechem Abenteuerroman und erfahrungsgesättigtem Erlebnisbericht zum Besten gibt.  

Die tredition-Reaktion hat Stefan Kämpfen aus Anlass seiner Veröffentlichung zum Interview geladen.

Erfahren Sie im Interview alles über:

  • Zentralamerika und Kuba
  • Die Idee bis zur Umsetzung einer Buchidee
  • Die größte Herausforderung beim Schreiben
  • Wie es zur Entscheidung für’s Self-Publishing kam
  • Tipps zur Buchveröffentlichung und zum Marketing
  • Stefan Kämpfens weitere Pläne
Stefan Kämpfen Globetrotter

Bild: Auf seinen Reisen durch Zentralamerika hat Stefan Kämpfen die irrwitzigsten Erlebnisse gemacht, welche die Grundlage für seinen dennoch fiktiven Reiseführer sind. Hier zu sehen: Der Chicken Bus, das Transportmittel für Einheimische und Backpacker

Das Interview

Zwischen Fantasie und Wirklichkeit

tredition: Sie haben kürzlich Ihr Buch “ Machos, Macheten & Mojitos“ bei tredition veröffentlicht, die Geschichte eines abenteuerlichen Roadtrips durch Zentralamerika und Kuba. Beruht die amüsante Reise auf wahren Begebenheiten oder entspringt die Erzählung rein Ihrer Fantasie?

Stefan Kämpfen: Alle Geschichten in diesem Buch basieren auf tatsächlichen Reiseerfahrungen, die ich auf meinen Trips durch die mittelamerikanischen Staaten und durch Kuba gemacht habe. Zumindest 95%. Den Rest habe ich noch etwas aufgebauscht und in die für die Geschichte geeignete Form gebracht.

tredition: Wie kamen Sie auf die Idee zu dem amüsanten „Road Trip“?

Stefan Kämpfen: In diesem Falle war die Grundhandlung eigentlich schon mit den Reisen durch Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama und Kuba gegeben. Ich musste einfach all diese abenteuerlichen und teilweise auch skurrilen und tollpatschig-witzigen Erlebnisse unter einen Hut bringen, damit am Ende eine stimmige Geschichte mit Anfang und Ende sowie einem Spannungsbogen herauskommt.

Bild: Cover „Machos, Macheten & Mojitos“ von Stefan Kämpfen

tredition: „Machos, Macheten & Mojitos“ ist nach Ihrem Debüt-Roman „Flucht aus Babylon“ das zweite Buch. Wie ist die Resonanz auf ihr neues Werk im Bekanntenkreis und bei weiteren Lesern?

Stefan Kämpfen bei der Arbeit

Bild: Stefan Kämpfen bei der Arbeit.

Stefan Kämpfen: Wie es beim Gros der Leserinnen und Lesern ankommt, wird die Zukunft zeigen, aber diejenigen, die das Manuskript schon gelesen haben, waren aufrichtig begeistert. Das stimmt mich sehr positiv, weil ich diesen Menschen hundertprozentig vertraue. Meistens kann man als Autor selbst am besten einschätzen, ob einem das Werk gelungen ist oder nicht. Ich habe das Gefühl, dass der Text in meinem zweiten Roman etwas reifer geworden ist. Grundsätzlich bin ich mit dem Schreibstil, der Geschichte, der Haptik des Buches und auch mit den visuellen Elementen wie dem Cover und den darin enthaltenen Grafiken sehr zufrieden. Die Resonanz im Bekanntenkreis ist wie schon beim ersten Buch durchwegs positiv. Ich habe das Glück, viele wohlwollende und motivierende Helfer im Hintergrund zu wissen.

tredition: Auch Ihr neuer Roman hat wieder den Hang zum Humoristischen und zur Ironie. Gehen Sie „live“ auch mit so viel Humor ans Leben heran?

Stefan Kämpfen: Ja, meistens schon. Ich liebe es, Leute zum Lachen zu bringen und Humor hat schon immer einen großen Stellenwert in meinem Leben gehabt. Es gibt auch immer wieder Leute, die mir rieten, eine Komiker-Karriere einzuschlagen, aber das ist jetzt schon ein bisschen weit hergeholt … Ich parodiere auch gerne mal einen Prominenten oder lasse mich genüsslich über gewisse Personen oder gesellschaftliche Phänomene aus.

Zwischen Zentralamerika und Kuba

Bild: Stefan Kämpfen entführt in seinem Abenteuerbuch in wahnwitzige Welten: etwa die eines Faultiers im Urwald von Costa Rica.

tredition: Die amüsante Reise ist voller witziger Episoden, welche ist Ihre eigene Lieblingsanekdote dieser Reise?

Stefan Kämpfen: Oh, das gibt es viele. Ich persönlich bin ein großer Fan von Geschichten, die so skurril sind, das sie schon fast nicht mehr echt wirken, aber trotzdem genauso existieren. Und davon gibt es gerade in Lateinamerika eine ganze Menge. Da kommst Du mit derart komödiantischen Figuren, schrägen Situationen und abnormen Gegebenheiten in Kontakt, dass Du glaubst, Du befindest Dich in einem Freilufttheater. Ein Paradebeispiel dafür ist sicher das Kapitel »Mit Ecken und Kanten«. Da ist die Rede von Schlammlöchern, für die man bezahlen muss, von Zoos mit Haustieren, goldigen Fröschen und viereckigen Bäumen. Aber ich darf nicht zu viel verraten, am besten einfach selber lesen.

tredition: Mexiko, Kuba und andere mittelamerikanische Länder stehen im Zentrum Ihres Buches. Warum gerade die komplexen Schurkenstaaten?

Stefan Kämpfen: Mexiko war nur Part im ersten Roman „Flucht aus Babylon“. Guatemala war das erste Land, das ich als junger Backpacker außerhalb Europas gesehen habe. Man sagt ja, dass man die Region, die man als erstes bereist, immer im Herzen tragen wird. Das ist auch bei mir so. Seither habe ich ein Faible für lateinamerikanische Staaten, die mit ihrer Geschichte, ihrer Kultur und ihren Eigenheiten einen ganz besonderen Reiz auf mich ausüben. Aber ich bin auf der ganzen Welt zu Hause, habe schon alle Kontinente bereist und finde auch Asien, Afrika und Australien spannend.

Die Umsetzung der Buchidee

Autor Porträt Stefan Kämpfen

Bild: Stefan Kämpfen versteht sein Buch als Reise-Vademecum, denn es gibt Auskunft über Land und Leute und für jeden Staat eine Grafik mit einer amüsanten Bemerkung.

tredition: Wie lange dauerte es, bis Sie den Roman von der ersten Idee bis zur letzten Zeile umgesetzt hatten?

Stefan Kämpfen: Die Idee geisterte schon länger in meinem Kopf herum. Danach machte ich mir ein grobes Konzept, welche Geschichten ich in welcher Form bringen will. Ich habe das Manuskript zum Buch je hälftig in den Wintern 2014/15 und 2015/16 geschrieben, da mich als Sommermensch schönes Wetter zu sehr ablenkt. Beim ersten Roman hatte ich mir viel mehr Zeit gelassen. Beim zweiten Buch konnte ich von den gemachten Erfahrungen stark profitieren, weshalb alles doppelt so schnell ging.

tredition: Welche Leserschaft möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?

Stefan Kämpfen: Das Buch eignet sich für alle, die lesen können. Ich bilde mir ein, dass das Buch vor allem spannend, abenteuerlich, witzig und schräg ist. Man darf es auch ein bisschen als Reise-Vademecum verstehen, weil es auch Auskunft über Land und Leute gibt und für jeden Staat eine Grafik mit einer meist amüsanten Bemerkung beinhaltet. Alle darin beschriebenen Orte und erwähnten Namen gibt es wirklich und ich habe sie so wahrheitsgetreu beschrieben, wie ich sie in Erinnerung habe. Aber, – und das ist mir wichtig zu erwähnen -, man braucht keine Affinität zum Reisen oder zu Lateinamerika zu haben, um das Buch interessant zu finden. Ganz im Gegenteil; es eignet sich genauso gut für Stubenhocker und für jene, die in der Schule in der Geografie-Stunde einen Fensterplatz hatten …

Die größte Herausforderung beim Schreiben

tredition: Was haben Sie beim Schreiben als größte Herausforderung empfunden?

Stefan Kämpfen: Viele Autoren berichten von einer plötzlich auftretenden Schreibblockade. Die hatte ich zum Glück nie, auch deshalb, weil ich im Vorfeld sehr akribisch an die Sache herangetreten bin und mir genügend Zeit beim Schreiben genommen habe. Das Schwierigste beim Texten ist sicherlich der Durchhaltewillen, denn gerade in den ersten Kapiteln scheint das Ende in extrem weiter Ferne. Es braucht viel geistige und auch körperliche Substanz. Das fängt mit Augenringen an und hört mit dem Nachlassen des Augenlichts auf …

tredition: Haben Sie für Ihr gelungenes Cover mit einem Grafiker zusammengearbeitet?

Stefan Kämpfen: Ja, ich hatte mit Boris Amstad das Glück, auf einen gewieften wie auch genialen Grafiker zu treffen, der den Inhalt des Buches perfekt visualisieren konnte. Wer also mal einen fähigen Grafiker braucht, dem sei der Besuch der Webseite http://www.borisdesign.ch/ empfohlen.

So kam es zur Entscheidung für’s Self-Publishing

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihrem Buch für Self-Publishing und tredition entschieden?

Stefan Kämpfen liest aus seinem Buch

Bild: Stefan Kämpfen während der Lektüre aus seinem Buch „Machos, Macheten & Mojitos“

Stefan Kämpfen: Eigentlich wollte ich zuerst bei einem ganz normalen Publikumsverlag landen, musste aber schmerzlich feststellen, dass dies ein sehr schweres Unterfangen werden würde, – um nicht zu sagen: ein schier unmögliches. Schnell habe ich bemerkt, dass die Veröffentlichung bei einem Self-Publishing-Verlag nicht nur einfacher ist, sondern auch eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringt. Von den Margen möchte ich gar nicht sprechen, aber da geht es vor allem um Selbstbestimmung. Bis auf die grafischen Elemente habe ich bei meinem Roman alles selber gemacht oder im Falle des Textsatzes mindestens meine Finger im Spiel gehabt. Das Resultat lässt sich dementsprechend sehen, wie ich finde.

Tipps zur Veröffentlichung und zum Marketing

tredition: Könnten Sie beispielhaft ein paar Marketingmaßnahmen schildern, die Sie für Ihre Bücher unternehmen? Haben Sie da besondere Tipps für angehende Autoren/innen?

Stefan Kämpfen: Das Marketing ist fast der schwierigste und auch ein wenig der leidigste Teil von allem. Und doch ist er sehr wichtig, denn es nützt nichts ein Buch zu schreiben, wenn niemand davon erfährt. Ich gehe beim Marketing recht strategisch vor, schreibe alle gängigen Zeitungen, Zeitschriften und Radiostationen an (ca. 150 Stück), nehme Kontakt mit Bloggern auf (über 100 Stück), versuche generell online für Aufsehen zu sorgen (z.B. mit dem Setzen möglichst vieler Keywords oder bei Lovelybooks), überzeuge Buchhandlungen, meinen Roman auszustellen oder habe Spaß daran, Interviews wie dieses zu geben. Lesungen habe ich bisher noch keine organisiert, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

tredition: Welche Tipps zur Buchveröffentlichung haben Sie für Autoren, die vor der Entscheidung stehen, wie und wo sie ihr Buch publizieren?

Stefan Kämpfen Reisefoto

Bild: So reist Autor Stefan Kämpfen: Nur mit Rucksack und Kameratasche bewaffnet. Ganz im Gegenteil zu dem Globetrotter eignet sich sein Buch genauso gut für Stubenhocker und für jene, die in der Schule in der Geografie-Stunde einen Fensterplatz hatten.

Stefan Kämpfen: Es beansprucht sehr viel Zeit, sich bei großen, bekannten Verlagen zu melden, die sich mehrheitlich nicht mal die Mühe machen, eine Antwort zu schicken. Das ist zum Teil wirklich haarsträubend, was die sich leisten. Wer also nicht viel Zeit hat oder nicht viel Zeit investieren will, dem rate ich, sich direkt an einen Self-Publishing-Verlag wie tredition zu wenden. Man muss da zwar den größten Teil des Marketings selber machen, hat im Gegenzug allerdings nicht nur die Gewissheit, dass das Buch auf dem Markt erscheint, sondern auch noch größte Gestaltungsfreiheiten.

Wie sieht die Zukunft aus?

tredition: Dürfen wir uns auf ein weiteres Buch von Ihnen freuen und wird es wieder etwas zum Lachen geben?

Stefan Kämpfen: Im Moment habe ich nicht vor, ein drittes Buch zu schreiben. Aber man soll niemals nie sagen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es mich in ein paar Jahren wieder in den Fingern juckt; Geschichten wären jetzt schon genügend da. Aber im Moment konzentriere ich mich voll darauf, „Machos, Macheten & Mojitos“ optimal zu vermarkten.

tredition: Lieber Herr Kämpfen , wir danken für das spannende und und inspirierende Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Buch!

Über den Autor

Stefan Kämpfen, wurde 1976 in Luzern, Schweiz, geboren. Schon als Kind fiel ihm auf, dass man nicht nur mit Spielsachen, sondern auch mit Sprache experimentieren kann. Fortan nutzte er jede freie Minute, um sein Umfeld mit Berichten über Stars und Sternchen aus der Welt des Sports in selbst gebastelten Magazinen zu unterhalten. Auch als Erwachsener blieb er seiner Liebe zur Sprache treu, ließ sich  in Deutschland zum Werbetexter ausbilden und schrieb als freier Journalist für eine renommierte Schweizer Wochenzeitung. Wenn er nicht gerade an Texten feilt, erkundet er als passionierter Globetrotter fremde Länder und Kulturen. Die gemachten Erfahrungen in mittlerweile fast 50 besuchten Staaten nehmen auch in seinen Geschichten eine gewichtige Rolle ein.

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