Der Brezelkönig: tredition-Autor Stephan Bosshard im Interview

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Buchpräsentation: Auf der Baseler Messe muba stellte Stephan Bosshard sein Buch vor        (Foto: muba)

Wohl nur wenige der zahlreichen Pendler und Reisenden, die sich tagtäglich an den Ständen des Filialisten „Brezelkönig“ an den Schweizer Bahnhöfen mit einer Zwischenmahlzeit versorgen, wissen, wer hinter dem Imbiss-Imperium steckt. Das dürfte sich mit der bei tredition erschienenen Autobiographie „Mein Rezept zum Glück“ von Stephan Bossard ändern. Vor 30 Jahren begründete er das Unternehmen mit einem Brezelstand in der Züricher Innenstadt. Damit trat er in die Fußstapfen seines Großvaters und Vaters, die ebenfalls schon Leckereien aus eigener Zubereitung als Marktfahrer feilboten. Mit der Eröffnung des ersten Brezelstandes wurde auch der Name „Brezelkönig“ geboren, unter dem in den folgenden Jahrzehnten weitere Filialen eröffneten. Im Jahr 2000 schließlich verkaufte Stephan Bossard sein Brezelimperium an den Bäckerei-Filialisten Ditsch, was ihm ein beträchtliches Vermögen einbrachte. Das hält den geschäftstüchtigen Schweizer allerdings nicht davon ab, nach wie vor vier Monate des Jahres an Marktständen, etwa beim Züri-Fäscht“, zu stehen und dort gebrannte Mandeln darzubieten.

Das Verkaufstalent, das Stephan Bossard in die Wiege gelegt zu sein scheint, kommt ihm freilich auch bei der Vermarktung seines Buches zugute. So ist er derzeit auf der Basler Publikumsmesse MUBA vertreten, auf der er sein Buch präsentiert. Nicht zuletzt Presseberichten, u.a. in der „Neuen Zürcher Zeitung“ und dem „Blick“, dürfte es zu verdanken sein, dass nun sogar ein TV-Auftritt bevorsteht. Das Buch von Stephan Bossard weckte das Interesse der Talksendung „TalkTäglich“, die auf den vier Schweizer Sendern TeleZüri, TeleBärn, TeleM1 und TV24 ausgestrahlt wird. Dort wird der Autor in Kürze zu Gast sein.

tredition: Wie ergab sich die Idee einer Autobiographie?
Stephan Bosshard: Die Idee ein eigenes Buch zu schreiben besteht schon länger. Nach dem Verkauf von Brezelkönig habe ich im Jahr 2000 in Mallorca auf meiner Yacht damit begonnen einen Roman zu schreiben. Nach einigen verschiedenen Versuchen – weiter als 100 Seiten bin ich nie gekommen – habe ich diese Idee nach etwa zwei Jahren wieder begraben.

tredition: Was haben Sie beim Schreiben als größte Herausforderung empfunden?
Bosshard: Mein eigenes Buch zu schreiben war seit Jahren ein großer Traum. Die Herausforderung bestand darin, nur mit einer Idee und sonst nichts, ein Buch zu realisieren. Ich wollte dies allerdings ohne Hilfe,  ganz alleine schaffen.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing entschieden?Rezept zum Glück von Stephan Bosshard
Bosshard: Nachdem die in Frage kommenden, interessierten Verlage allesamt versuchten, mir vorzuschreiben, wie mein Buch auszusehen hat, habe ich mich nach einer Möglichkeit umgesehen, wo meine künstlerische Freiheit als Autor nicht beschnitten wird. Die einen meinten das Buch sei mit rund 500 Seiten viel zu umfänglich, die anderen wollten nur wenige Fotos und wieder andere meinten, mein Buch sei nicht genügend Business orientiert. Da ich mir in meinem ganzen Leben noch nie habe reinreden lassen und mein Buch genauso erscheinen sollte, wie ich mir das vorgestellt habe, musste ich mir etwas einfallen lassen. Also habe ich im Internet gestöbert und bin so auf diverse Self-Publishing Verlage gestoßen. tredition hat mich auf Anhieb überzeugt.

tredition: Gibt es nebst den erfreulichen Presseberichterstattungen, der Muba und dem geplanten TV-Auftritt noch weitere Marketingaktivitäten, die Sie planen?
Bosshard: Ja klar, ich möchte mein Buch möglichst medienwirksam präsentieren. Allerdings bin ich nur noch etwa zehn Tage in der Schweiz, danach geht es bis Ostern wieder zurück nach Florida.

tredition: Welchen Tipp würden Sie anderen Autoren für das Marketing an die Hand geben?
Bosshard: Unermüdlichkeit.

tredition: Welche Resonanz haben Sie bisher von Lesern auf Ihr Buch erhalten?
Bosshard: Bisher glücklicherweise nur positive. Ein 22 Jahre junger Leser meinte, ich hätte ihn nun endlich so weit gebracht, ein Buch zu lesen, er sei sonst nur auf TV fixiert. Ihm gefällt sehr, was er bisher gelesen hat. Ein anderer sehr belesener Mann in den 40ern meinte das sei endlich mal ein Buch, bei dem man versteht, was man liest. Auch sonst wird mein Buch nur gerühmt. Es sei spannend, leicht und flüssig geschrieben und man hätte manchmal tatsächlich das Gefühl mittendrin zu sein.

 

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