Der Hirn-Anschalter – Dr. Markus Ramming zeigt die richtige Strategie für unser Denken

Markus Ramming

Dr. Markus Ramming enthüllt in seinem packenden Fachbuch „Hirn-Anschalter“, wie man das meiste aus dem eigenen Hirn holen kann.

Viele halten unser Hirn für eine Maschine, die immer gleich funktioniert. Doch weit gefehlt! Unser Gehirn arbeitet zwar ständig, doch nicht immer gleich gut. Manchmal sprudelt unser Gehirn über und vollbringt wahre Wunder mit den tollsten Ideen, nur um dann im nächsten Moment nur trübe Gedanken auszusenden. Gibt es einen Schalter, den wir umlegen können, um unser Gehirn mit mehr Kreativität und schöneren Gedanken auszustatten?  Leider hat diesen bislang noch niemand entdecken können, aber Neuroleadership-Experte Dr. Markus Ramming zeigt in seinem packenden Sachbuch „Hirn-Anschalter“ auf, wie wir positiv auf unsere Gehirnfunktion einwirken können.  Sein Buch ist zuvorderst an Führungskräfte gerichtet, hält aber gleichzeitig auch eine anregende Lektüre für alle neugierigen und wissbegierigen Leser bereit, die gerne mehr aus sich selbst herausholen möchten.

Wir haben den Autor anlässlich der Wahl zum „BUCH DES MONATS“ April zu seinem Werk befragt. Herausgekommen ist ein Gehirn ankurbelndes Interview, in dem wir nicht nur erfahren, wie wir das eigene Denken beeinflussen können, was die Folgen von Angst auf unser Denken und Handeln sind, sondern auch, wie Dr. Markus Ramming diese Erkenntnisse ganz persönlich einsetzt. Schalten Sie Ihr Gehirn ein – mit diesem „Hirn-Anschalter“!

 

„Nur sehr wenige schaffen den Brückenschlag, Wissenschaft verständlich darzustellen und die Erkenntnisse ins Management zu transferieren. Man fragt sich häufig „So what?“. Diese Lücke will ich gerne schließen.“

tredition: Lieber Herr Dr. Ramming, Sie sind Neurowissenschaftler, haben in diversen Führungspositionen gearbeitet und sind nun als Coach tätig. Jetzt haben Sie einen Ratgeber zum Thema Denkprozesse herausgegeben. Wie beeinflusst das Ihre eigene Arbeit? Denken Sie, wenn Sie denken, an das Denken und die Prozesse des Gehirns und wie Sie diese jeweils beeinflussen können?

Dr. Markus Ramming: Das Wissen über das Gehirn und die Prozesse, die im Gehirn ablaufen machen meine Arbeit leichter, und ich hoffe, dass ein solches Wissen vielen Führungskräften die Arbeit erleichtern wird. Dabei geht es weniger ums beeinflussen, als das richtige Verständnis für den Anderen. Ich bin als Trainer und Coach ja immer in der Situation, es anderen zu ermöglichen, möglichst große Lernerfahrungen zu machen. Das Verständnis ist dabei sicher der erste Schritt. Und dann natürlich das Wissen, was das Lernen positiv beeinflussen kann, die Atmosphäre, die Motivation, Ausprobieren, Diskussionen und Geschichten, um nur einige zu nennen. Die nutze ich natürlich intensiv, aber ich entwickle mich da selbst auch immer weiter.

 

Hirn-Anschalter

Bild: Buchcover „Hirn-Anschalter“

tredition: Wie sind Sie dazu gekommen, Ihre Erkenntnisse in Buchform festzuhalten?

Dr. Markus Ramming: Ich lese gerne und viel. Häufig Artikel und Bücher über Neurowissenschaften und übers Management. Irgendwann fiel mir auf, dass es viele neue Erkenntnisse aus der naturwissenschaftlichen Forschung gibt, die für die Führung wichtig sind. Nur sehr wenige schaffen aber den Brückenschlag, Wissenschaft verständlich darzustellen und die Erkenntnisse ins Management zu transferieren. Man fragt sich häufig „So what?“. Diese Lücke will ich gerne schließen.

tredition: Was war Ihre Motivation und Ziele für das Buch, wen wollen Sie erreichen?

Dr. Markus Ramming: Viele neurobiologische Erkenntnisse sind von enormer Sprengkraft. Ganz besonders für das Management. Ich habe mich selbst jahrelang durchs Arbeitsleben gequält und ich sehe viele Firmen, bei denen sich die Mitarbeiter durch den Tag schleppen. Das muss nicht sein. Wir sollten vielmehr das Potential unserer Mitarbeiter gebrauchen, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten und wieder Freude an der Arbeit haben. Das Wissen über die Arbeitsprinzipien des Gehirns und deren Anwendung hilft dem Manager von heute, genau eine solche Arbeit zu ermöglichen. Er kann seinen Stil anpassen und für zufriedene und leistungsfähige Mitarbeiter sorgen.

 

Dr. Markus Ramming

Bild: Den Leadership-Coach und –Trainer Dr. Markus Ramming treibt die Frage „Wie können wir unser Gehirn optimal nutzen“.

tredition: Sie eröffnen Leser in Ihrem Buch „Hirn-Anschalter“ die richtige Strategie im Umgang mit dem eigenen Denken. Was sind kurz zusammengefasst die wichtigsten Erkenntnisse aus Ihrem Buch?

Dr. Markus Ramming: Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist: Das Gehirn ist einer ständigen Veränderung unterworfen, es entwickelt sich ständig weiter, und wir können seine Entwicklung beeinflussen. Und wie entwickelt es sich? Das Gehirn entwickelt sich zu dem, für das es verwendet wird. Ein Gehirn, das sich viele Stunden pro Tag mit kreativen Lösungen beschäftigt, entwickelt seine Kreativität. Kinder, die ständig am Smartphone hängen, entwickeln die Motorik ihres rechten oder linken Daumens (oder beide). Die Entscheidung, für was Sie es verwenden, hängt von Ihnen ab. Aber diese Entscheidung verlangt Energie und proaktives Handeln, sonst entwickelt Ihre Umwelt Ihr Gehirn für Sie.

tredition: Sie haben einen phänomenalen Buchtitel gefunden. War das eine dieser Hochleistungen des Gehirns und haben Sie diesen selbst beeinflussen können?

Dr. Markus Ramming: Schön, dass Ihnen der Titel gefällt. Um zu einem guten Titel zu kommen, habe ich einfach viele mögliche Überschriften aufgeschrieben, sie mit meiner Partnerin diskutiert und anschließend viele Freunde gefragt. Ich wollte gerne wissen, welcher Titel Menschen anreizt, das Buch zu lesen. Am Ende hat dann mein Bauchgefühl gesiegt. Es ist es der Titel geworden, den ich im Buchhandel nehmen und durchblättern würde. Da Bauchgefühl auch als unbewusste Verarbeitung von Informationen oder Intuition gewertet werden kann, war der Kopf wohl wesentlich dran beteiligt.

tredition: Angenommen, Sie treffen jemanden, der glaubt, das eigene Denken überhaupt nicht beeinflussen zu können. Was geben Sie dieser Person mit auf den Weg?

Dr. Markus Ramming: Ich würde gerne verstehen wollen, welchen Gewinn es bringt zu glauben, man könnte sein Denken nicht beeinflussen. Und welche Konsequenzen es hätte, wenn man sein Denken doch verändern könnte. Ich denke, das wäre ein interessantes Gespräch.

tredition: Welche Auswirkungen kann Angst auf unser Gehirn und in Folge auf unser Denken haben?

Dr. Markus Ramming: Angst bewirkt eine Freisetzung von Stresshormonen. Diese mobilisieren in unserem Körper Energien, damit wir vor der Gefahr flüchten können. Sind also ganz sinnvoll, wenn wir von jemandem angegriffen werden. Da wir bei der Flucht nicht denken müssen, wird Energie vom Gehirn abgezogen und seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Kognitive Höchstleistungen und kreative Ideen sind nicht möglich. Es konnte sogar gezeigt werden, dass bei hohem Kortisolspiegel Hirnzellen absterben.

tredition: Gerade die „German Angst“ ist weltweit als besonders deutsches Phänomen bekannt. Denken wir anders als Franzosen, Italiener oder Engländer?

Dr. Markus Ramming: Unsere Umwelt beeinflusst unseren Fokus und damit auch, was wir lernen. Ganz besonders die tiefsitzenden Prinzipien, die wir nicht einmal hinterfragen, haben wir sehr früh in unserer Entwicklung integriert. Sind wir in einer Kultur groß geworden, in der Angst ein zentrales Thema ist, dann haben wir das genauso gelernt und sind selbst eher ängstlich. Das hängt natürlich immer von der Umwelt des Einzelnen ab. In der Tendenz glaube ich aber, dass Italiener und Franzosen danach streben, gut zu leben, während wir danach streben abgesichert zu sein. Ich bin aber kein Experte für Länderkulturen.

tredition: Wie kriegen wir im Alltag das Phänomen Angst und unser Denken in den Griff?

Dr. Markus Ramming

Bild: Wissenschaftliche Ergebnisse setzt der Neurobiologe in die Praxis um und gibt diese in Seminaren und Workshops an Führungskräfte und Teams internationaler Unternehmen weiter.

Dr. Markus Ramming: Wenn wir uns mit dem beschäftigen, was uns wirklich wichtig ist. Ich kann zum Beispiel sehr eifersüchtige Gedanken haben. Die habe ich mir sehr früh mal angewöhnt.  Bin ich eifersüchtig, dann führt das zu einer geringen Konzentrationsfähigkeit und fehlendem Fokus. Zudem bin ich schlecht gelaunt und böse Gedanken ziehen auf. Ich will so etwas nicht denken, es hilft mir nicht weiter. Um die Situation zu verbessern setze ich mich hin und schreibe auf, was mich an meiner Partnerin fasziniert und was ich mit Ihr erleben möchte. Ich bringe mich also bewusst dazu, positive Gedanken über meine Partnerin und die Situation zu haben. Das bringt mich wieder in einen Zustand, in dem ich gerne bin.

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihren Buch für Self-Publishing und tredition entschieden?

Dr. Markus Ramming: Freunde haben mir erzählt, dass andere Verlage sehr lange brauchen, um ein Buch zu publizieren. Allein die Entscheidung es Korrektur zu lesen dauert mitunter schon Monate. Eine andere Freundin hat hingegen gute Erfahrungen mit tredition gemacht und mir den Verlag empfohlen. Bei tredition war es einfach, schnell und sehr kostengünstig das Buch in Form zu bringen und es dann drucken zu lassen. Eine gute Erfahrung.

tredition: Könnten Sie beispielhaft ein paar Marketingmaßnahmen schildern, die Sie für Ihr Buch unternehmen? Haben Sie da aufgrund der Kenntnisse aus Ihrer Branche besondere Tipps für angehende Autoren/innen?

Dr. Markus Ramming: Ich habe eine Leseprobe auf meiner Webseite. In allen sozialen Netzwerken habe ich auf mein Buch aufmerksam gemacht. Ich habe gerade bei verschiedenen Manager Zeitschriften mein Buch zur Rezension gegeben und hoffe da auf ein positives Feedback. In jeder Email ist in der Signatur eine Notiz mit dem Buch zu finden. Je mehr man das macht, je einfacher wird es.

tredition: Die wichtigste Frage! (Wann) wird es ein weiteres Buch von Ihnen geben?

Dr. Markus Ramming: Bestimmt. Was mich gerade umtreibt ist: Das Gehirn ist zum Lernen gemacht. In Firmen spielt diese Möglichkeit eine sehr untergeordnete Rolle. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit sind Kenntnisse wie Mitarbeiter am besten lernen und wie man eine lernende Organisation aufrichtet aber extrem wichtig. Ich denke, das Lernen eine der Kompetenzen ist, die einem die Wettbewerbsfähigkeit sichert. Ich spiele deshalb mit dem Gedanken, das Lernen in Firmen und die Werkzeuge, die Lernen verbessern, aus neurowissenschaftlicher Sicht darzustellen. Damit Organisationen sich schneller und gezielter entwickeln können.  

 tredition:Lieber Herr Dr. Ramming, wir danken Ihnen für das interessante Gespräch!

 

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