Der Amerika-Kenner: Im Gespräch mit Karlheinz Moll

Karlheinz Moll

tredition-Autor Karlheinz Moll

Kaum ein Land weckt zugleich so viel Faszination und Diskussionsbedarf wie Amerika. Begeistern Sie sich für die amerikanische Kultur? Oder schütteln Sie angesichts mancher kultureller Eigenarten und politischer Besonderheiten Amerikas den Kopf? In beiden Fällen dürfte das Buch „Amerika – Land der unbegrenzten Gegensätze“ eine spannende und lehrreiche Lektüre darstellen. Autor Karlheinz Moll bereist Amerika seit langer Zeit. Im Interview mit tredition gibt er einen Einblick in sein Buch.

tredition: Lieber Herr Moll, Ihr Buch ist erst seit kurzer Zeit auf dem Markt. Könnten Sie die erste Resonanz von Lesern beschreiben?

Karlheinz Moll: Erste Rückmeldungen und Fragen gab es zum Inhalt wie auch zum Buch generell. Was offensichtlich positiv aufgenommen wurde, waren die vielen unterschiedlichen Themen; O-Ton ‚Da ist für jeden Geschmack was dabei‘. Auch bei manchen Themen den entsprechenden geschichtlichen Hintergrund aufzuzeigen, hat einige Leser sehr angesprochen. Kollegen aus der Finanzbranche haben sich zudem erstaunt gezeigt, wie man auf die Idee kommt bzw. es schafft, so ‚nebenher‘ mal ein Buch zu schreiben. Andere wiederum haben mir auch gestanden, insgeheim auch mit der Idee zu liebäugeln, einmal ein Buch zu verfassen.

tredition: Wie und wann ergab sich die Idee eines Buch über Amerika?
Karlheinz Moll:
Die Idee dazu hatte ich bereits vor vielen Jahren. Ich bereise die USA beruflich und privat seit gut 25 Jahren und habe dabei viele interessante Menschen kennengelernt und sehr viele Bücher und Artikel über Amerika gelesen. Einige hundert Westernfilme waren sicher eine zusätzliche Motivation. Gerade zu Zeiten, wo sich die Unterschiede zwischen Europa und den USA besonders deutlich gezeigt haben, hatte sich bei mir der Wunsch, über bestimmte Themen einmal zu schreiben, weiter verfestigt. Die finale Entscheidung, mit dem Buch zu beginnen, fiel Ende 2014, nachdem ich mit der Erstellung meines ersten Buches gute Erfahrungen gesammelt hatte, sowohl als Autor wie später bei der Zusammenarbeit mit tredition.

Amerika

Bild: Cover : „Amerika – Land der unbegrenzten Gegensätze“

tredition: Wie sind Sie beim Schreiben vorgegangen?
Karlheinz Moll:
Das Grobkonzept ist sehr schnell entstanden, während sich einzelne Kapitelideen erst im Laufe des Schreibens entwickelten. Aktuelle Berichte aus Zeitungen oder Fernsehreportagen haben die Themenfindung ebenso beeinflusst wie Inspirationen aus Büchern zu Geschichte, Politik und Zeitgeschehen, die ich in der Vorbereitungsphase gelesen hatte. Die Herausforderung bestand darin, das umfangreiche Recherchematerial in eine logische, sinnvolle Ordnung zu bringen, aus der sich dann die einzelnen Kapitel entfalten konnten.

„Mein Buch richtet sich an alle, die für die USA Interesse zeigen.“

tredition: An wen richtet sich Ihr Buch?
Karlheinz Moll:
Im Kern sind dies Menschen, die Interesse zeigen für die USA, ihre Menschen und deren Gewohnheiten sowie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Vergleich mit Deutschland oder Europa. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob man Amerika eher begeisternd betrachtet oder ablehnend gegenübersteht. Wer demnächst eine Reise in die USA unternimmt, findet in dem Buch einige Zeilen zur Einstimmung und wer den U.S.-Wahlkampf 2016 verfolgt, erhält etwas Begleitmaterial.

tredition: Die Themenagenda Ihres Buches ist bemerkenswert und reicht von steuerlichen Fragen über Waffenbesitz bis zu Windenergie. Könnten Sie ein, zwei Ihrer Kernthesen schildern?
Karlheinz Moll:
Das lässt sich an den Themen ‚Waffenbesitz‘ und ‚Windenergie‘ sehr gut illustrieren.
Waffenbesitz: In keinem (zivilisierten) Land auf der Erde ist der private Waffenbesitz in den letzten zwanzig Jahren derart ausgeartet wie in den USA. Im Gegensatz zum ‚Rest der Welt‘ führt Waffengewalt in den USA konsequent zu noch mehr Waffenbesitz. In Gesprächen mit U.S.-Amerikanern stellt sich allerdings oftmals eine moderatere Einstellung zum Waffenbesitz heraus. Es ist klar erkennbar, dass die Stimmenmehrheit zur Lockerung von Waffengesetzen nicht aus der Mitte der Gesellschaft herrühren, sondern von den Interessengruppen, die am lautesten und finanzkräftigsten danach schreien.

Windenergie: Die USA haben unbenommen einen riesigen Energieverbrauch. Auch sind sie gegenüber dem Klimawandel skeptisch eingestellt. Dennoch investiert Amerika mit milliardenschweren Programmen in erneuerbare Energien. Gerade die westlichen Staaten der USA haben ihr Potential für Wind- und Solaranlagen erkannt und noch lange nicht ausgeschöpft. Der niedrige Ölpreis mag den Verbraucher zu größeren Autos und mehr Spritverbrauch verführen, das große Geld lässt sich derzeit mit den fossilen Brennstoffen immer seltener erzielen, was u.a. der Windenergie zusätzlichen Auftrieb gibt.

„Mir war die Freiheit bei der Entstehung des Buches extrem wichtig.“

FATCA

Bild: Cover „FATCA Foreign Account Taxt Compliance Act“

tredition: Sie sind hauptberuflich als Unternehmensberater tätig. Ein Buch nebenbei zu schreiben, muss eine große zeitliche Herausforderung gewesen sein…
Karlheinz Moll:
Allerdings. Ohne eine gewisse (Schreib-)Disziplin wäre es auch sehr schwierig gewesen. Ich hatte mir recht früh einen Plan zurecht gelegt, insbesondere was die zeitliche Fertigstellung des Buches angeht. Es hat sich für mich als praktikabel erwiesen, nahezu täglich zu schreiben, auch wenn es an manchen Abenden nur wenige Absätze waren. Auf diesem Wege machten sich schnell sichtbare Erfolge in Form von beschriebenen Seiten bemerkbar, was eine beflügelnde Wirkung hatte.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Karlheinz Moll:
Eine ‚traditionelle‘ Buchveröffentlichung stand bei mir nie zur Debatte. Die Verlage werden jährlich mit zehntausenden, unaufgefordert zugesandten Manuskripten konfrontiert. Hier aus der Masse herauszustechen und einen Verlag von seinem Buch zu überzeugen ist mühsam und zeitintensiv gleichermaßen. Auch war mir die Freiheit bei der Entstehung des Buches extrem wichtig, sei es die Gestaltung des Umschlages, den Inhalt oder den zeitlichen Plan zur Fertigstellung betreffend.

Mit tredition hatte ich bereits mit meinem ersten Buch (FATCA – Wenn der Fiskus zweimal klingelt) sehr gute Erfahrungen gemacht. Egal ob es um Vorlagen für Layout und Umschlag geht oder die hervorragende persönlichen Betreuung. Gerade als ‚Jungautor‘ ist es mir wichtig, dass es beim Verlag Ansprechpartner gibt, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zusätzliche Pluspunkte sind die Möglichkeit, ein Buch in mehreren Formaten (Paperback, Hardcover und e-Book) zu publizieren und die weite Verbreitung auf gängigen Plattformen.

tredition: Bitte nennen Sie drei Gründe, weshalb ein Leser auf Ihr Buch keinesfalls verzichten sollte?
Karlheinz Moll:
Erstens ist das Buch ideal, um in ein mögliches Schwarz-Weiß Bild von den USA etwas Farbe zu bringen und die Entstehung und Motivation so mancher amerikanischer ‚Sitten‘ besser einordnen zu können.
Zweitens bietet es aktuelle und geschichtliche Hintergrundinformationen zu gesellschaftlich und politisch wichtigen Themen und Fragestellungen aus und zu Amerika, abseits von ‚Breaking News‘.
Und drittens, beantwortet Ihnen mein Buch, was Sie schon immer über Amerika wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *