Jenny Dorothea Horst – vom Poetryslam an den FKK-Strand

Jenny Dorothea Horst

Die Poetry-Slammerin Jenny Dorothea Horst bringt unter dem Pseudonym Runnah von Spielfeldt eine irrwitzige Kömodie heraus.

Runnah von Spielfeldt entführt ihre Leser in „Blondinen Bitte Anleinen!“  nach HAMBURG – SYLT – ST. TROPEZ – und in das Loch, in dem ihre herrlich verrückte Protagonistin gerade versinken will.

Die stadtbekannte Hamburger Poetry-Slamerin Jenny Dorothea Horst bringt unter dem Pseudonym Runnah von Spielfeldt die herrlich amüsante Komödie „Blondinen bitte Anleinen“ in Buchform heraus. Darin setzt sie sich auf humorvolle Art mit den benachbarten Stadtteilen, Liebe und Liebesfrust und dem Leben in der Großstadt auseinander, frei nach dem Motto „Wer in Lokstedt wohnt, hat es nicht nach Eppendorf geschafft“. Mit dem Poetry-Slamhit „Ich wohne in Eppendorf“ machte sich die talentierte Poetry Slammerin unter dem Künstlernamen Horst Slammer in Hamburg und darüber hinaus einen Namen. Daher freuen wir uns sehr, mit der vielseitige Autorin in einem Gespräch über das Schreiben, über das Slammen – und ihr neues Buch zu sprechen. Vorhang auf, Spot an …

 

„Das Slammen war eigentlich ein Zufallstreffer.“

 

Jenny Dorothea Horst Slammerin

„Ich wohne in Eppendorf“ – Der Poetry-Slamhit von Jenny Dorothea aka Horst Slammer schlug in Hamburg ein wie eine Bombe.

tredition: Liebe Jenny Dorothea Horst, … oder sollte ich lieber Runnah von Spielfeldt sagen …?

Jenny Dorothea Horst: Ich habe noch so ein paar Namen, aber die halte ich geheim… aber ich reagiere auf beides.

tredition: Sie schreiben in Ihrem Buch über sich selbst: „Geboren in Lugano, erhofften sich ein Leben unter Polospielern und Palmen, wurden aber in frühester Kindheit in ein deutsches Reihenhaus umgesiedelt. – Ein Trauma, das Sie nie verkraftet haben.“ Wieviel Wahrheit und wieviel Kunstfigur steckt dahinter?

Jenny Dorothea Horst: Es ist ausnahmslos alles wahr. Ich wünschte, ich könnte da was umschreiben, dann wären die Polospieler und die Palmen noch da. So wie das gute Wetter.

tredition: Sie haben kürzlich Ihr Buch „Blondinen bitte anleinen“ bei tredition veröffentlicht, ein Buch über eine herrlich amüsante Liebeskomödie. Beruht die Geschichte auf wahren Begebenheiten?

Jenny Dorothea Horst: Zum Teil tatsächlich. Es gibt ein, zwei Szenen, die wirklich so stattgefunden haben, andere habe ich überspitzt. Das meiste ist aber die reine Erfindung und so tolle Männer, wie meinen Hauptdarsteller, muss man sich eben zusammendichten. Und ob man im echten Leben mit solchen dann auch glücklich wäre, sei dahingestellt. Ist doch viel toller, wenn sie in der  Fantasie zu 100% parieren.

Blondinen Bitte Anleinen –
eine himmlisch verrückte romantische Komödie

Blondinen Bitte Anleinen

„Blondinen bitte Anleinen“ von Runnah von Spielfeldt wurde im Januar von tredition zum „BUCH DES MONATS“ gewählt.

tredition: Wie ist die bisherige Rückmeldung zu Ihrem Buch?

Jenny Dorothea Horst: Durchweg gut.

tredition: Sie sind in der Hamburger Poetry Slammer-Szene sehr bekannt. Wie kam es dazu und hat Sie diese Erfahrung für das Schreiben und den Autorenberuf geschult?

Jenny Dorothea Horst: Also, ich glaube vor allem mein Text „Ich wohne jetzt in Eppendorf“ ist in Hamburg und Umgebung sehr berühmt, ich nicht so besonders, was mir auch recht so ist. Das Slammen war eigentlich ein Zufallstreffer. Ich wurde von einem Veranstalter, der damals meinen Satire-Blog „Weltraummüll“ gelesen hatte, quasi auf Knien angefleht, bei ihm aufzutreten. 

Man lernt dabei sicher so einiges, z.B. das präzise Arbeiten. Das Publikum hört die Texte nur einmal, das bedeutet, Inhalt oder Botschaft müssen direkt ankommen und verstanden werden. Außerdem sind Slam-Texte zeitlich begrenzt, was einen zwingt, Inhalt und Form in ein kompaktes Stück Literatur zu verpacken. Das ist vor allem für das Romaneschreiben wichtig, weil es einen vom herumfabulieren abhält.

 

„Öffentliches Reden ist für mich überhaupt kein Problem … ich habe aber genug andere Macken.“

Poetry Slam beim Hamburger Abendblatt

Die Poetry Slam-Heldin Jenny Dorothea Horst stellt ihr neues Buch beim Hamburger Abendblatt vor.

tredition: Sie haben kürzlich beim Hamburger Abendblatt vorgetragen, ist man da nach all den Erfahrungen der Poetry Slams noch nervös?

Jenny Dorothea Horst: Nein, da ich auch als Gästeführerin in Hamburg arbeite, spreche ich jeden Tag stundenlang vor Publikum aller Art, oft sogar auf Fremdsprachen oder für Kamerateams. Öffentliches Reden ist für mich überhaupt kein Problem … ich habe aber genug andere Macken.

tredition: Ihr Roman ist humorvoll und nimmt aber die Protagonistin auch mal gehörig auf die Schippe. Sind Ihnen Fettnäpfchen auch privat bekannt?

Jenny Dorothea Horst: Natürlich, wem nicht?

tredition: Haben Sie einen Hund und waren Sie mit diesem auch schon einmal am FKK-Strand? 😉

Jenny Dorothea Horst: Mein Hund Peggy Sue ist leider vor zwei Jahren gestorben, aber ich glaube, mit der war ich überall, auch am FKK Strand.

tredition: Was hat Sie zum Schreiben inspiriert?

Jenny Dorothea Horst: Das ist angeboren. Das mache ich, seitdem ich denken kann.

tredition: Wen möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?

Jenny Dorothea Horst: Alle Menschen, die gern unterhalten werden.

tredition: Was haben Sie beim Schreiben als größte Herausforderung empfunden?

Jenny Dorothea Horst: Ich empfinde das Schreiben an sich eigentlich nicht als Herausforderung. Es ist eher so, dass ich mich schwer im Zaume halten kann, und lernen muss, nicht in 20 Stunden Orgien am Rechner abzudriften, ich denen ich weder esse, noch trinke, oder Pipi mache. Das ist ungesund und führt zu allerlei Schäden. Ein gesunder Umgang mit dem Schreiben ist meine Herausforderung 

tredition: Haben Sie für Ihr Cover mit einem Grafiker zusammengearbeitet?

Jenny Dorothea HorstJenny Dorothea Horst: Nein, ich habe ein fertig designtes Hintergrundbild gekauft und den Text selbst draufgemacht.

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihrem Printwerk für Self-Publishing und tredition entschieden?

Jenny Dorothea Horst: Weil tredition das Marketing mit im Programm hat. Schreiben ist das eine, aber vermarkten das andere… und als Hamburger Lokalpatriotin blieb mir ja sowieso nichts übrig. ;-D

tredition: Welche Tipps zur Buchveröffentlichung und zum Marketing haben Sie für Autoren, die vor der Entscheidung stehen, wie und wo sie ihr Buch publizieren?

Jenny Dorothea Horst: Keine. Einfach dem Bauchgefühl folgen, alles andere bringt nichts. 

tredition: Dürfen wir uns auf ein weiteres Buch von Ihnen freuen?

Jenny Dorothea Horst: Aber natürlich! Als Runnah von Spielfeldt kommt zu den nächsten Sommerferien – wenn alles glatt geht – der Roman „Ein Herz für Blondinen“, der in gewisserweise an „Blondinen Bitte Anleinen!“ anknüpft, aber eine eigentständige Geschichte ist.

Liebe Frau Horst/von Spielfeldt wir danken Ihnen recht herzlich für das Gespräch!

 

 

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