Nach der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2015 stellte Marie-Christin Uhlenbrock fest, dass viele wichtige Themen, die zum Prozess der Schwangerschaft und der Entbindung gehören, unterschlagen werden. Der Grund: sie sind unangenehm. Nach dieser Erfahrung machte sie es sich zur Aufgabe, ihre Mitmenschen über solche Themen zu informieren und auch über sehr unangenehme Szenarien aufzuklären. Mit einer gehörigen Portion Humor und Sarkasmus bringt sie seit 2016 diese Themen unter die Leute.  Als „Rabenmutter“ ist Marie-Christin mit ihrem eigenen Blog zum Thema bekannt. Vom Blog zum Buchprojekt war es dann nicht mehr weit. Die Idee zu dem Buch „Die Muttergefühle“ war da. Darin stellt sie sich auf sehr satirische Weise Tabuthemen um Schwangerschaft und Muttersein. Mit diesem (Un-)Ratgeber eckt sie auch ganz bewusst mal an und polarisiert durch Offenheit. Anfänglich wollte sie das Buch daher unter Pseudonym veröffentlichen. Der Gedanke als Vorbild für die eigene Tochter zu fungieren, gab dann aber den Ausschlag für die die Entscheidung, unter eigenen Namen zu schreiben und sich nicht hinter einem anderen Namen zu verstecken.

Marie-Christin Uhlenbrock

Bild: Marie-Christin Uhlenbrock eckt mit ihrem Buch „Die Mutterkomplexe“ auch gern mal an.

Das Autoreninterview mit Marie-Christin Uhlenbrock

Erfahren Sie im Interview alles über:

  1. Was ist eine richtig gute Rabenmutter ? – Hier erfahren Sie die Wahrheit zum Thema Geburt
  2. Tabuthemen beim Schopfe packen – Erfahren Sie, wie Marie-Christin Uhlenbrock Aufklärungsarbeit leistet
  3. Das Buch  – „Die Mutterkomplexe“
  4. Mittendrin in der Mutterschafts-Debatte – Der Weg vom Blog zum Buch und der Vorteil von guter Provokation
  5. Elternsein ist schwer, Muttersein umso mehr – mehr zum Thema Mutterschaft und dem Geheimnis hinter dem (Un-)Ratgeber
  6.  Die Erfüllung eines Traumes – Das Schreiben
  7. Der Leser, das geheimnisvolle WesenWas sagen die Leser zum Buch und wie geht es mit dem Buchmarkt weiter
  8. Der Weg zum Self-PublishingWie kam Marie-Christin Uhlenbrock zu dieser Veröffentlichungsoption?
  9. Zwischen Verkaufshit und neuer BuchideeWas hat die Autorin in Sachen Marketing gemacht und wie sieht ihre Zukunft als Autorin aus?

Marie-Christin Uhlenbrock – Vom Blog zum Bestseller in einem Monat

1. Eine richtig gute Rabenmutter?

tredition: Nach der Geburt ihrer Tochter haben Sie festgestellt, dass viele wichtige Themen, die zum Prozess der Schwangerschaft und der Geburt gehören, unterschlagen werden. Welchen Grund hat das?

Marie-Christin Uhlenbrock:
Ich denke tatsächlich, dass viel Scham dahinter steckt. Und über die Scham von Frauen spricht man nicht gerne. In der heutigen Zeit ist es immer noch so, dass eine Frau stillschweigend hinnimmt. Egal ob es die Rolle als Mutter oder Partnerin ist – unangenehme Dinge, die ja nun auch zu jeglichem Prozess gehören, werden da einfach unter den Tisch gekehrt. Ich schätze, dass Frauen oft denken, dass sie diese Dinge einfach „ertragen“ müssen, weil es ihre Aufgabe ist. Deshalb vermute ich, dass Frauen untereinander wenig von DIESEN Dingen preisgeben, die sie unter der Geburt oder schon während der Schwangerschaft erlebt haben. Ich muss zugeben, dass das sogar noch etwas ist, was ich zumindest ein bisschen verstehen kann. Immerhin kommt ein ehrlicher Geburtsbericht einem seelischen Striptease gleich. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist, dass Menschen, die werdende Eltern auf die Geburt vorbereiten sollen, diese Themen nicht von alleine ansprechen. Über die Gründe dafür kann ich selbst nur spekulieren. 

Thalia Jürgen Neff

Bild: Marie-Christin Uhlenbrock bloggt auf „Deine Rabenmutter“ zu den Themen Schwangerschaft, Geburt und Co.

Rabenmutter blog

Bild: Auf „Deine Rabenmutter“ bloggt Marie-Christin Uhlenbrock zum Thema Frauen, Schwangerschaft, Geburt und Kind.

2. Tabuthemen beim Schopfe packen

tredition: Nach dieser Erfahrung haben Sie es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Mitmenschen über solche Themen zu informieren und auch über sehr unangenehme Szenarien aufzuklären. Wie äußerte sich dieser Plan? Sie sind auch bekannt als „Rabenmutter“ mit einem eigenen Blog!

Marie-Christin Uhlenbrock: Während meiner Schwangerschaft, als mein Blog noch gar kein Thema war, bin ich der Recherche halber immer wieder auf Mutti-Blogs gestoßen. Für mich hat sich da ein großes Mysterium aufgetan, und ich konnte damals nicht nachvollziehen, wie man Freude daran haben könnte, sein Leben auf diese Art und Weise mit anderen zu teilen. Als meine Tochter dann geboren wurde, änderte sich alles. Tatsächlich entwickelte ich entgegen meiner Erwartung auch den Wunsch, mein „neues Leben“ mit anderen Menschen zu teilen. Da mich all die Blogs, die ich in der Schwangerschaft gelesen hatte, aber nicht nachhaltig beschäftigt hatten, wollte ich etwas erschaffen, das anders ist und den Leuten im Gedächtnis bleibt. Aufgrund meiner Erfahrungen, die ich in den letzten Monaten gesammelt hatte, war mir schnell klar, dass ich besondere Aufklärungsarbeit leisten wollte. Ich wollte, dass die Muttis sich bei mir wahrgenommen fühlen und dass sie in mir jemanden haben, der ihnen aus der Seele spricht. Meine Texte sollten nicht nur die harte Wahrheit sondern auch die Art von Kitzelfinger sein, die dich so lange zum Lachen bringen bis du dich nass machst.  

Wussten Sie, dass der Name „Rabenmutter“ eigentlich eine Auszeichnung ist? Entgegen dem schlechten Ruf sind die echten Rabenmütter aus dem Tierreich nämlich die fürsorglichsten überhaupt und betreiben eine sehr intensive Brutpflege. Der Name „Rabenmutter“ hat sich dadurch eingebürgert, dass junge Raben auf dem Boden oft hilflos und verloren aussehen, da sie oft vor Erlangen der Flugfähigkeit aus eigenem Antrieb das Nest verlassen.  

3. Das Buch

Die Mutterkomplexe

Bild: Coverbild „Die Mutterkomplexe“ von Marie-Christin Uhlenbrock

Marie-Christin Uhlenbrock stellt sich in „Die Mutterkomplexe“ auf sehr satirische Weise Tabuthemen um Schwangerschaft und Muttersein. Werdende oder frisch gebackene Eltern erhalten in einem sehr humorvollen, aber immer ehrlichen (Un-)Ratgeber hilfreiche Informationen, die alles andere als blumig daherkommen. Was auf den ersten Blick obszön und ekelerregend wirkt, soll Menschen mit den gleichen Erlebnissen und Erfahrungen suggerieren, mit ihren Problemen nicht allein zu sein. Uhlenbrocks Ratgeber ist außergewöhnlich und zugleich Balsam für die Seele aller erschöpften, frischgebackenen Eltern, die sich und ihre Herausforderungen in jedem Kapitel wiederfinden.

4. Mittendrin in der Mutterschafts-Debatte

tredition: Wie kam es vom Blog zum fertigen Buch?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Schon als ich meine ersten Texte auf meinem Blog veröffentlichte, sagte man mir, ich solle doch mal ein Buch schreiben. Irgendwann wurden die Stimmen aus der Familie und meiner Leserschaft so laut, dass ich es wagen wollte. Ich suchte nach einer Lektorin und einer Illustratorin und fand mit Carina Lämmer und Steffi Thole zwei wundervolle Frauen, die dieses Projekt mit mir verwirklichten. Auch von meiner Familie bekam ich in dieser Zeit viel Rückhalt und Unterstützung, um mir den Wunsch von meinem eigenen Buch zu erfüllen. So konnte ich zum Beispiel immer auf meine Mutter zählen, wenn es darum ging, mir unter die Arme zu greifen, damit ich einige Stunden in Ruhe schreiben konnte, wenn die Muse mich überkam. Über viele Monate hinweg ist so „Die Mutterkomplexe“ entstanden.

tredition: Ihr Buch „Mutterkomplexe“ ist einzigartig, modern und enthält gerade darum auch das eine oder andere Schimpfwort … Haben Sie Angst davor oder glauben Sie, dass Sie mit Ihren Inhalten auch provozieren oder anecken?

Marie-Christin Uhlenbrock: Das glaube ich nicht nur, das weiß ich. Mein Stil ist polarisierend und darüber bin ich sogar total froh. Im echten Leben bin ich niemand, der mit Schimpfwörtern oder flapsiger Sprache um sich schmeißt – da polarisiere ich eher mit meinem Aussehen und meinem Auftreten. Gerade deshalb mache ich mir mit meinem Schreibstil einen großen Spaß daraus, in eine gewisse Kerbe zu schlagen. Ich denke, das hat viel mit meinem Blog und der Rolle als „Rabenmutter“ zu tun, der man ja viele Klischees zusagt. Meine Angst besteht also nicht darin, mit meinen Inhalten und meinem Ausdruck anzuecken, sondern eher darin, dass Leute meinen Stil fehlinterpretieren oder anders gesagt – mich als Privatperson da viel zu sehr hinein interpretieren. Ich hatte eine Phase während der Buchentstehung, da wollte ich unter einem Pseudonym veröffentlichen. Eben genau wegen dieser Angst. Nach vielen Gesprächen wurde mir aber klar, dass ich meiner Tochter in ihrem späteren Mensch-Sein kein gutes Vorbild bin, wenn ich mich hinter einem anderen Namen verstecke. Ich möchte ihr und auch allen anderen Menschen zeigen, dass es weder Tabu-Themen geben sollte – noch sollte man sich in seiner Kreativität und seiner künstlerischen Freiheit einschränken lassen!  

Marie-Christin Uhlenbrock

Bild: Marie-Christin Uhlenbrock zeigt in ihrem Buch die ungeschminkte Wahrheit über Schwangerschaft und Co.

Bestseller Die Mutterkomplexe Marie Christin Uhlenbrock

Bild: Marie-Christins Ratgeber für Eltern hat es auf Amazon in der Kategorie Schwangerschaft schnell in die Top 10 geschafft.

5. Elternsein ist schwer, Muttersein umso mehr?

tredition: Also können Sie zur Mutterschaft nicht nur unbedingt zuraten? Verfolgen Sie die aktuelle Debatte zum Thema Mutterschaft? Verstehen Sie, dass es auch Frauen gibt, die die Mutterschaft bereuen?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Mutter zu werden ist das schönste und leider auch das unberechenbarste, das es gibt. Aus diesem Grund kann ich sehr gut verstehen, dass es Frauen gibt, die diese Entscheidung vielleicht im Nachhinein bereuen. Es ist ja immerhin so: Der Wunsch, Mutter zu werden, ist nicht abhängig von irgendwelchen Fakten oder Faktoren. Der Wunsch, ein Kind zu bekommen, kommt aus dem Herzen. Dass viele Frauen daher unterschätzen, was dieser Prozess körperlich und emotional bedeutet und verändert, liegt doch in der Natur der Sache. Dass einige Mütter ihre Elternschaft bereuen, hängt meiner Meinung nach auch damit zusammen, dass eine „Mutter“ oft viel zu viel leisten und dabei auch noch die Kraft aufbringen muss, sich die Erschöpfung und den Stress vor dem Nachwuchs nicht anmerken zu lassen. Mütter stehen unter Druck! Nicht nur der Druck, alles richtig zu machen im Umgang mit dem Kind, eine Frau muss nebenbei noch Partnerin sein, in vielen Fällen einem Beruf nachgehen und nebenbei all die Veränderungen rund um ihren Körper und ihre Psyche verarbeiten. Das ist in meinen Augen etwas, was kaum mit einem ständigen Lächeln im Gesicht und Lobgesängen zu schaffen ist. Zu diesem Prozess gehören Höhen und Tiefen und auch das Eingeständnis, dass man es vielleicht manchmal bereut. Alles was wir tun können ist, in Zukunft nicht nur ehrlich zu und selbst zu sein sondern auch unser Umfeld für diese „Schattenseiten“ zu sensibilisieren. 

tredition: Was unterscheidet Ihren Ratgeber von anderen Büchern für Eltern? Was bedeutet in diesem Sinn (Un)-Ratgeber?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Mein Ratgeber unterscheidet sich dadurch, dass er eben nicht beschreibt, wie es optimal läuft, sondern die unangenehmen Themen beleuchtet. Da es in diesem Buch oft um Ausscheidungen geht, die ja im Volksmund auch als Unrat bezeichnet werden, fand ich dieses Wortspiel sehr amüsant.  

6. Die Erfüllung eines Traumes: Das Schreiben

tredition: Ihr Buch in 5 Sätzen zusammengefasst?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Frauen sind wie Menschen, nur krasser! Wie krass genau sieht man spätestens dann, wenn man weiß, was der Körper einer Frau während der Schwangerschaft, der Geburt und danach leistet. Die zusammengefasste, ungeschminkte Wahrheit über all diese Themen, gewürzt  mit einer Menge Humor und einer Prise Sarkasmus, findet man nur in diesem (Un)Ratgeber. Dieses Buch lädt werdende Mütter und Väter und solche, die es bereits sind, dazu ein, Tränen zu lachen, sich vor Ekel zu schütteln und sich nebenbei die manchmal erschöpfte Elternseele streicheln zu lassen. Wer dieses Buch liest, ist gewappnet für das was kommt.  

tredition: Hat Ihnen das Schreiben Spaß gemacht oder war es vor allem Mittel zum Zweck? Worauf hätten Sie lieber verzichtet?   

Marie-Christin Uhlenbrock: Das Schreiben an sich hat mir sehr viel Spaß gemacht. Da es sich bei „Die Mutterkomplexe“ nicht um einen trockenen Ratgeber handelt, hatte ich beim Schreiben sehr viel Freude. Tatsächlich fand ich den ganzen Prozess sehr aufregend und unfassbar spannend. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit Carina Lämmer, meiner Lektorin, war wirklich schön. Es gab jeden Tag etwas zu lachen.  

Die Mutterkomplexe

Bild: Dieses Buch lädt werdende Mütter und Väter und solche, die es bereits sind, dazu ein, Tränen zu lachen.

Die Mutterkomplexe in Blogs

Bild: „Die Mutterkomplexe“ wurde bereits von diversen Blogs – wie Recensio online – besprochen.

7. Der Leser, das geheimnisvolle Wesen

tredition: Welche Rückmeldungen haben Sie bisher von Lesern auf Ihr Buch erhalten?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, was mich unglaublich glücklich macht. Es ist schön zu sehen, dass mein Buch genau auf die Art und Weise ankommt, wie ich es angedacht hatte. Ich bekomme wirklich viele Nachrichten pro Tag, in denen sich vor allem Frauen bei mir für dieses Buch bedanken, weil es ihnen aus der Seele spricht. Das ist für mich das größte Lob!  

 tredition: Haben es Autoren heutzutage schwerer, weil immer weniger Menschen zum Buch greifen? Wie wird sich Ihrer Meinung der Buchmarkt in den nächsten Jahren entwickeln?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Ich denke einfach, dass es mit Büchern ähnlich ist wie mit einem Blog. Ist der Inhalt gut, wird es gelesen und verbreitet. Ist der Inhalt uninteressant, passiert eben kaum etwas. Natürlich geht es hier auch darum, die passenden Leute für das passende Buch zu erreichen, aber da gibt es Mittel und Wege. Wie sich der Buchmarkt entwickeln wird, kann ich kaum sagen. Ich selbst habe nur wenige Bücher zuhause und lese auch nicht – wenn ich also der Standard wäre, wäre das vermutlich für den Buchmarkt nicht gut. Zum Glück gibt es aber Menschen wie meine Mutter und meine Schwester. Sie lieben Bücher und haben die Regale voll. Ich schätze, so gleicht sich alles aus und in Zukunft wird man – gerade wegen der vielen Medien – ein schönes Buch zu schätzen wissen.  

8. Der Weg zum Self-Publishing 

tredition: Wie sind Sie zum Self-Publishing gekommen?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Das Self-Publishung war für mich die einzig mögliche Variante mein Buch zu verlegen. Ich kenne ja den sehr spezifischen Inhalt und habe damals zu meinem Mann gesagt: „Den Scheiß will doch keiner Verlegen – also mache ich das selbst“.  

tredition: Und was hat Sie genau zu tredition verschlagen?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Ich habe einfach viele Anbieter verglichen und tredition war für mich die beste Variante. Besonders schön fand ich die persönliche Betreuung. Das war mir besonders wichtig, da ich als „Anfänger“ natürlich wenig Ahnung von der Materie habe. Dazu kam ein sehr ansprechender Internetauftritt und gute Rezensionen. Die Bücher, die bei tredition erschienen sind und die dahinter stehenden Erfolgsgeschichten haben für mich ein komplettes Bild ergeben. Und ja, ich bin glücklich tredition gewählt zu haben und bereue es keine Sekunde – im Gegenteil! 

Marie-Christin Uhlenbrock Die Mutterkomplexe

Bild: Self-Publishing war für Marie-Christin Uhlenbrock der optimale Veröffentlichungsweg.

Marie-Christin Uhlenbrock

Bild: Marie-Christin Uhlenbrock ist happy, dass ihr Buch ein Erfolg ist und arbeitet schon am nächsten Werk.

 

9. Zwischen Verkaufshit und neuer Buchidee

tredition: Ihr Buch entwickelt sich zum wahren Verkaufsschlager. Auf Amazon ist Ihr Buch in der Top10 zum Thema Schwangerschaft. Welche Marketingmaßnahmen haben Sie für Ihr Buch bereits vorgenommen bzw. welche haben Sie noch in petto? Gab es so etwas wie einen Marketingplan?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Vor allem habe ich mein Buch über meinen Blog und Elterngruppen auf Facebook beworben. Vieles von dem, was ich bisher erreicht habe, ist da tatsächlich meiner Leserschaft zu verdanken. Sie haben mir Tipps gegeben, Buchhandlungen und Redaktionen auf meine Beiträge markiert oder aber direkt vor Ort im Buchhandel auf mein Buch hingewiesen. Einen spezifischen Marketingplan gab es nicht – aber viele Ideen. Die nächsten Dinge die wohl anstehen werden, um auf mein Buch aufmerksam zu machen, werden Flyeraktionen und kleine Lesungen sein. Außerdem werde ich ganz besondere „Streuartikel“, passend zu meinem Buch, auslegen und verteilen. Was genau das sein wird, darauf darf man gespannt sein, aber es wird vermutlich, wie das Buch, für eine gewisse Aufregung sorgen.  

tredition: Gibt es auch Mutterkomplexe Teil 2? Eine Leserin forderte Sie ja bereits zu einem Nachfolgeband zum Thema Elternsein auf. Eine Idee, die Sie reizen würde?  

Marie-Christin Uhlenbrock: Tatsächlich habe ich an meiner Pinnwand schon einen vollen Zettel mit Themen für eine Fortsetzung. Ich bin also fest gewillt, noch ein Büchlein zu schreiben und warte nur darauf, dass mich die Muse küsst.   

Über die Autorin

Marie-Christin Uhlenbrock ist eine junge Schriftstellerin aus Deutschland. 1988 in einem Krankenhaus im Münsterland geboren, gleich gegenüber einer namhaften Fastfoodkette, verbrachte sie den Großteil ihres Lebens in einem kleinen Dorf bei Münster. Marie-Christin Uhlenbrock verarbeitet Mutter werden und -sein in ihrem Blog Rabenmutter. Vom Internet-Blog ins Papier-Buch war es nicht mehr weit. 2019 erschien ihr Debüt: „Die Mutterkomplexe“. Der Inhalt ist speziell, in einer teilweise flapsigen Sprache, gewürzt mit einer großen Prise Humor, aber auch Sarkasmus. Ihr Buch ist anders, wie gleich der erste Anreißer deutlich macht: „Aus dem Deutschen übersetzt ins Sarkastische“. Auch das Titelbild, das aus der Feder von Steffi Thole (Mimi Art) stammt, animiert zum Hinschauen.