Spezialist für Spannungsgeladenes: Autor Moritz Hirche im Interview

Moritz Hirche

Alles über den Autor Moritz Hirche und sein Krimidebüt auf www.schattengeburt.de – einfach auf das Foto klicken.

Eine große Leidenschaft für das Schreiben und eigene berufliche Expertise als Beamter der Staatsanwaltschaft – Moritz Hirche vereint beide Eigenschaften auf sich. Idealer könnten die Voraussetzungen für einen spannungsgeladenen Kriminalroman kaum sein. Jeden, der den Trailer zu Moritz Hirches Debüt „Schattengeburt“ anschaut, kribbelt es in den Fingern, sich sogleich in die Lektüre des Krimis um den Staatsanwalt Robert Hartmann zu vertiefen. Im Gespräch mit tredition berichtet der Autor, weshalb er kantige Persönlichkeiten in Krimis für wichtig erachtet, wie ihm bei der Produktion eines Hörbuchs der Zufall in die Hände spielte und auf welche weiteren Buchprojekte die Leser sich bereits freuen können.

tredition: Lieber Herr Hirche, soeben haben Sie Ihren ersten Kriminalroman veröffentlicht. Ein tolles Gefühl oder?
Moritz Hirche:
Das ist es wirklich. Da ich das e-Book zu „Schattengeburt“ schon im letzten Jahr veröffentlicht habe, ist mir das Gefühl nicht ganz unbekannt. Dennoch war ich wirklich begeistert, als ich das Probeexemplar aus dem Briefkasten genommen habe. Kompliment an die Druckerei. So geht das! In erster Linie schreibe ich aber nicht für mich selbst, daher sehe ich die wirkliche Freude als Autor erst in den Rückmeldungen und Rezensionen der Leser/innen.

tredition: Wie lange haben Sie an dem Buch geschrieben? Und wie sind Sie beim Aufbau des Romans vorgegangen gerade bei Krimis ist das ja eine große Herausforderung.
Moritz Hirche:
Die ersten Anfänge zu „Schattengeburt“ stammen aus dem Jahr 2009. Anfangs gab es lange Unterbrechungen, da ich mich zunächst immer wieder vom Schreiben abhalten ließ. Aber das wichtigste ist, dass der Funke entzündet war. 2011 habe ich so gut wie alles bisher Geschriebene gelöscht und neu begonnen – knapp zwei Jahre später war der Roman vollendet. Jeder muss zunächst seinen Rhythmus finden, in dem, was er tut.

Das Genre des Kriminalromans/Thrillers unterscheidet sich von anderer Belletristik aus meiner Sicht dadurch, dass der Leser zu Recht einen gelungenen Spannungsbogen erwartet, der fesselt und im besten Fall dazu zwingt, umzublättern. Daneben halte ich authentische, kantige Personen für unverzichtbar, mit denen sich der Leser wie in einem Film in unterschiedlichen Stimmungen identifizieren kann. Natürlich habe ich mir zunächst ein „Grundgerüst“ der Story und der handelnden Charaktere erdacht. Vieles ergibt sich aber auch erst während des Schreibens.

 „Fast alle Örtlichkeiten, die im Buch beschrieben sind, existieren auch in der Realität.“

Schattengeburt von Moritz Hirche

Im März als Paperback und Hardcover bei tredition erschienen

tredition: Sie sind von Berufswegen mit der Arbeit einer Staatsanwaltschaft gut vertraut. Wie viel Reales steckt in Ihrem Roman?
Moritz Hirche:
Gewisse Aspekte einer realistischen Ermittlung finden sich in „Schattengeburt“ wieder: Ob es Kleinigkeiten, wie beispielsweise ein spezielles Aktenzeichen für Kapitalverbrechen, die Tatort- und Beweissicherung, die Arbeit der Gerichtsmedizin oder die DNS-Analyse sind.

In der Realität hat jedoch ein nicht unerheblicher Teil der Ermittlungsarbeit etwa den Unterhaltungswert einer Büroklammer oder erschöpft sich in der Bürokratie und Hierarchien. Dies erspare ich den Lesern natürlich bewusst.

tredition: Zur Vollendung Ihres Buches haben Sie sogar die Originalschauplätze besucht. Wie sind Sie dort vorgegangen?
Moritz Hirche:
Ja, vielleicht von Afghanistan einmal abgesehen sind mir die Handlungsorte wirklich gut bekannt. Koblenz und die Moselregion kenne und schätze ich aus vielen Aufenthalten innerhalb der letzten Jahre. Während der Arbeit an „Schattengeburt“ bin ich mehrmals dorthin zurückgekehrt, um Stimmungen und Details aufzunehmen. Fast alle Örtlichkeiten, die im Buch beschrieben sind, existieren auch in der Realität.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und für tredition entschieden?
Moritz Hirche:
Unter den heutigen Marktbedingungen halte ich Self-Publishing bei einem seriösen Anbieter für einen guten Einstieg – oder auch mehr. Die Entscheidung für den tredition-Verlag fiel für mich aufgrund positiver Erfahrungsberichte. Ausschlaggebend für mich sind besonders die Marketingmaßnahmen, die der Verlag verfolgt. Denn ohne geht es nicht.

 „Den Trailer vorzubereiten, war ein kleines Abenteuer.“

tredition: Für das Buch haben Sie eine bemerkenswerte Webseite gelauncht. Wie haben Sie den spannenden Trailer und die Hörproben erstellt?
Moritz Hirche:
Vielen Dank. Das Material für den Trailer zusammenzustellen, war wirklich ein kleines Abenteuer. Manchmal bin ich am Abend oder in der Nacht mit der Kamera losgezogen, um ein paar gute Motive und Inspirationen aufzunehmen. Für viele Einstellungen brauchte ich natürlich Unterstützung.

Bei den Hörproben half mir der Zufall. Vor einiger Zeit lernte ich einen professionellen Sprecher kennen, dessen Stimme aus Radio, Fernsehen und der Werbung bekannt ist. Das war offenbar Schicksal. Daraus erwuchs nicht nur eine Freundschaft, sondern auch meine Bitte, der Hörprobe seine Stimme zu „leihen“. Vor einigen Monaten trat dann ein Hörbuchverlag an mich heran und so wird „Schattengeburt“ im Laufe des Jahres auch als Hörbuch erscheinen.

tredition: Welche Tipps können Sie anderen Autoren diesbezüglich geben?
Moritz Hirche:
Noch fühle ich mich nicht unbedingt dazu berufen, anderen Autoren Ratschläge zu erteilen. Ich stehe ja selbst ganz am Anfang. Allgemein halte ich solche Projekte wie Trailer und Hörproben in unserer Zeit allerdings für sehr wichtig, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Sofern man ein wenig Kreativität mitbringt und sich ein gewisses Maß an Eigenwilligkeit gönnt, macht die Umsetzung eine Menge Spaß. Und so platt diese Erkenntnis auch erscheint – gelegentlich hilft der Zufall.

 „Das zweite Buch möchte ich in diesem Jahr veröffentlichen.“

tredition: Mit welchen weiteren Marketingmaßnahmen bewerben Sie Ihren Roman?
Moritz Hirche:
Was das e-Book betrifft, führe ich gelegentlich Werbeaktionen durch, die ich vorher auf den maßgeblichen Seiten ankündige. Auf Facebook bin ich natürlich auch zu finden. Für die Zukunft könnte ich mir beispielsweise Lesungen vorstellen, die auch auf youtube veröffentlicht werde.

tredition: Wann wird Ihr zweites Buch erscheinen? Und können Sie schon Details verraten?
Moritz Hirche:
Das zweite Buch möchte ich in diesem Jahr veröffentlichen. Staatsanwalt Robert Hartmann wird für seinen zweiten Fall zurückkehren, der ihn unter anderem an die stürmische Nordseeküste führt – und darüber hinaus. Was als knallharte Überraschung für den Ermittler beginnt, führt zu einem lange vergessenen Geheimnis, das besser zwischen den Dünen verborgen geblieben wäre. Nicht nur ihn selbst bringen die Ermittlungen in tödliche Gefahr. Robert Hartmann muss dabei weiter gehen als jemals zuvor.

Zunächst werde ich aber voraussichtlich einen Roman beenden und veröffentlichen, der mir ebenfalls seit längerer Zeit sehr am Herzen liegt. Es ist ein historischer Thriller mit einer weiblichen Hauptrolle vor dem Hintergrund der dunkelsten Episode der deutschen Geschichte: Eine epische Story um Loyalität, Gewissen, Verrat – und eine unbeugsame Liebe in Zeiten des Krieges. Unerwartete Wendungen lassen die Heldin nicht nur die Grenzen des zerstörten Europa überschreiten, sondern auch ihre eigenen.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Leserinnen und Lesern!

 

 

 

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