Nicki Borell: Das Informationsportal der Zukunft

Nicki Borell

Bild: IT-Berater und Autor Nicki Borell

„Unternehmen geben Hunderttausende und Millionen von Euro für webbasierte Lösungen aus. (…) Das Problem ist, dass trotz all der Mühe, Zeit und der Geldmittel, die investiert werden, am Ende leider häufig ein Produkt steht, das nur mäßig gut ankommt“, stellt Nicki Borell in seinem Fachbuch „disruption – Das Spiel mit Technologien und Paradigmen“ fest. Der Autor ist seit vielen Jahren erfolgreich in der IT-Branche tätig. In seinem Buch beschreibt er, wie Portale und Weblösungen heute aufgebaut sein müssen, um neuesten Standards zu genügen. Das Spannende dabei: Nebst technischen Fragen beleuchtet Nicki Borell auch Erkenntnisse der Verhaltenforschung und Sozialökonomie. Im Gespräch mit tredition gibt der Autor einen Einblick in die Kernthesen des Buches.

tredition: Lieber Herr Borell, herzlichen Glückwunsch erst einmal zu Ihrer Buchveröffentlichung! Gibt es bereits erste Leserstimmen aus Ihrem beruflichen Umfeld?
Nicki Borell:
Am 9. Juli hatte ich erstmals Gelegenheit, mein Buch im Rahmen eines IT-Fachtreffens in Mannheim vorzustellen. In den kommenden Wochen und Monaten werden weitere Fachtreffen und Konferenzen folgen. Etwa die SharePoint Best Practice Days oder die ShareDev Cologne, eine Konferenz für Software-Entwickler, technische Entscheider und IT-Professionals im Umfeld der Weblösungen SharePoint, Office 365 und Azure. Beide Events finden im September statt und bedienen Themenfelder, mit denen ich mich auch in meinem Buch auseinandersetze.

tredition: Wie ergab sich die Idee zu Ihrem Buch?
Nicki Borell:
Das Werk ist eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen als Berater im Microsoft Enterprise-Umfeld und meiner eigenen Ideen und Überzeugungen, die ich in Vorträgen und in Blogs bisher publiziert habe.

tredition: Was hat ein CIO oder Administrator nach der Lektüre Ihres Buches an Erkenntnissen gewonnen?
Nicki Borell:
Im Kern geht es darum, welche Auswirkungen die heutigen Kommunikationsformen – Facebook, WhatsApp und Co. – auf den Umgang mit Informationen haben und was Unternehmen daraus lernen können.
Beispiele aus der Praxis zeigen, was mit Technologien wie SharePoint, Office 365, Windows Azure aber auch anderen Services heutzutage und zukünftig möglich sein wird. Mir war es ein Anliegen, die Veränderungen in der IT, der Arbeitswelt und der Informationsverarbeitung nicht nur technologisch zu beleuchten, sondern ganzheitlich im unternehmerischen Kontext. Daher fließen z.B. auch Erkenntnisse aus der Gehirn- und Verhaltensforschung sowie Fakten aus dem Bereich Datenschutz und Sozialökonomie mit ein.

tredition: In Ihrer Kurzbeschreibung heißt es: „… die Revolution in der IT“ habe bereits begonnen. Könnten Sie das genauer erläutern?
Nicki Borell:
Dazu möchte ich ein treffendes Zitat von Jack Welch, aufgreifen, der 1981 bis 2001 CEO von General Electric war: „If the rate of change on the outside exceeds the rate of change on the inside, the end is near”. Genau das wird in den Beispielen deutlich, die ich im Buch vorstelle: Die IT-Lösungen, die im privaten Umfeld heutzutage genutzt werden, sind deutlich fortschrittlicher und innovativer als die IT-Lösungen vieler Unternehmen. Im Sinne des Zitats von Jack Welch wird es also höchste Zeit für Unternehmen, aktiv zu werden.

disruption von Nicki Borell

Bild: Cover „disruption“

tredition: Wie muss das Onlineportal eines Unternehmens heute aufgebaut sein, wenn es auf dem neuesten Stand der Technik, aber auch der Verhaltensforschung sein will?
Nicki Borell:
Es darf nicht mehr, so wie früher, streng hierarchisch und redaktionell geprägt sein. Portale der Zukunft sind: responsive, Personen-bezogen bzw. Personen-zentrisch. Inhalte, Aufbau und Strukturen basieren auf einer Mischung aus redaktionellen und automatisch generierten Inhalten, basierend auf den Präferenzen des individuellen Nutzers. So sind auch die Seiten von Facebook oder Amazon aufgebaut.

tredition: Für Ihr Buch befragten Sie auch Experten, wie das Informationsportal der Zukunft aussieht. Was war die für Sie spannendste Erkenntnis daraus?
Nicki Borell:
Es ist beeindruckend, dass viele Nutzer und Entscheider teilweise unbewusst die von mir beschriebenen Ansätze anwenden bzw. so planen. Auch die Wissenschaftler, in meinem Buch vertreten durch Beiträge von Professor Stoll und Professor Abawi, kommen zu den gleichen Ergebnissen und Prognosen hinsichtlich Portalen und IT-Lösungen der Gegenwart und Zukunft.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Pubishing und tredition entschieden?
Nicki Borell:
Für mich war ausschlaggebend, dass ich bei tredition mein Buch in drei Ausgabeformaten zugleich veröffentlichen kann, professionellen Service habe und das Honorar attraktiv ist. Da ich zudem eine englischsprachige Ausgabe meines Buches plane, ist der internationale Vertrieb, den tredition ermöglicht, ein weiterer Pluspunkt.

tredition: Welche Werbung betreiben Sie für Ihr Buch?
Nicki Borell:
Da ich wie erwähnt beruflich viel auf Seminaren und Fachtreffen unterwegs bin, bietet es sich an, mein Buch dort vorzustellen. Nebst Promotion auf Facebook und über meine eigene Webseite erwäge ich auch Anzeigen in Fachzeitschriften. Zudem freue ich mich auf die Präsentation meines Buches bei tredition auf der Frankfurter Buchmesse.

 

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