Paperback

Legalize Erdbeereis

Andreas Gaw
Romane & Erzählungen

Deutschland 1986. Lars Schubert hat ein für allemal mit seinem bürgerlichen Leben gebrochen. Es gibt kein zurück. Seine Entscheidung steht fest: er wird Student.
Im Grunde eine leichte Sache, wenn Lars nicht bereits auf seiner ersten „Studentenfête“ die hübsche Anne getroffen hätte. Der frischgebackene Studi verliebt sich Hals über Kopf in das blonde Mädchen. Sie kommen sich näher, küssen sich … und am nächsten Tag ist Anne verschwunden. Neben studentischen Pflichten, wie Wohnungssuche, Orientierungsphase und soziale Kontakte in diversen Kneipen zu pflegen, hat Lars nur einen Gedanken: er muss Anne finden. Doch diese ist wie vom Erdboden verschluckt. Frust. Begegnungen mit perversen Vermietern und alternativen „Teesocken“ machen Lars' Leben auch nicht einfacher. Nach einer gefühlten Ewigkeit findet Lars seine Angebetete schließlich doch wieder. Leider scheint diese den Abend auf der Party nur als „Ausrutscher“ zu betrachten. Sie hat einen festen Freund. Eine Lusche, wie Lars findet. Denn, wenn er Anne erst mal davon überzeugt hat, dass ER, Lars, der Richtige ist, wird sie den anderen Penner schon bald in den Wind schießen. Nur: viel hat der verliebte Studi in der Tat nicht zu bieten. Seine Eroberungsversuche der kommenden Zeit enden in Enttäuschungen, trotzigem Flirten mit anderen Frauen, Knochenbrüchen und Peitschenhieben auf dem Rücken. Was tun? Vor dem Hintergrund der geplanten US-Atomraketenstationierung in der BRD, der Fahndung nach der zweiten Generation der RAF und einer kurzen, aber heftigen Affäre mit einem ausreisewilligen DDR-Mädchen, steuert Lars mehr oder weniger zielstrebig auf seine Bestimmung zu: „Anne und ich werden zusammen kommen.“ Doch das größte Hindernis auf seinem Weg ins vermeintliche Glück ist er selbst. Eine Erkenntnis, die sich weder mittels eines selbstgebauten Joints, noch mit guter 80er Jahre Musik, aus der Welt räumen lässt. Aber Lars gibt nicht auf. Irgendwas an ihm muss es doch geben, womit er Annes Herz gewinnen kann... Oder?