"Andreas Klug" - Autor bei Tredition.de
 

Andreas Klug

Andreas Klug, Jahrgang 1948, promovierter ehemaliger Zahnarzt in Bretten/Baden, fühlte sich als Abkömmling der Deppe-Familie (seine Mutter war eine geborene Deppe) stets als Dresdener. Während seiner Kindheit in den westdeutschen Besatzungsgebieten nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er immer wieder durch Erzählungen seitens seiner Großmutter Deppe in das Leben in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg hineinversetzt. Auch die Erlebnisse in den späteren Jahren (speziell die vielen Gefängnisaufenthalte unter Hitler) stellten eine oft besprochene Lebenssituation innerhalb der Familie dar. Seine Mutter jedoch, die sich als junges Mädchen aufgrund der vielen Verhaftungen in der Familie oft mit ihrem Bruder als alleingelassen empfand, reagierte auf Befragen meist mit der Antwort: „Weiß ich nicht!“ Zusätzlich zu den sehr seltenen kurzen Kriegserzählungen kamen durch viel Nachfragen bei den anderen Beteiligten trotzdem Fragmente eines einsamen Lebens im Nachkriegschaos zusammen. Verdrängen und sich durchbeißen hieß die Devise. All diese Fragmente aus Relikten und Erzählungen bilden ein Sammelsurium des Lebens der Familie Deppe, speziell in den Zeiten zwischen den Kriegen, das der Nachwelt erhalten bleiben soll – jetzt, da keine Originalzeugen mehr leben.