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Annemarie Johann-Wessel

Annemarie Johann-Wessel (Jahrgang 1933) ist in Solingen geboren und lebt noch immer dort. Sie schildert in ihrem Memoir ein sie prägendes Jahrzehnt (1938-1948) ihrer Kinder- und Jugendzeit, welches ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beginnt und mit der Währungsreform endet.
 

Neuigkeiten

Vorwort von Dr. Horst Sassin

18.01.2021
 
Der Historiker Dr. Horst Sassin schreibt im Vorwort:

"In einer politisch weit gefächerten Familie von glühenden Nationalsozialisten und überzeugten Kommunisten erlebte die 1933 geborene Autorin im "Dritten Reich" eine unbekümmerte Kindheit als begeisterte kindlich-naive Hitler-Verehrerin. Sie vermisste ihren jüdischen Kinderarzt nach dem Novemberprogrom 1938 und betete für den Sieg Hitler-Deutschlands im Zweiten Weltkrieg. Sie war ein "Sonnenkind". "Schattenkinder" waren ihr fern.
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Eine Chronik der Verblendung zu verfassen heißt, sich ihr zu stellen, ein Anlass zur Selbstreflexion. Ihre Veröffentlichung beweist Haltung."
 

 

Presseberichte

Kinderjahre unter dem Hakenkreuz

13.03.2021
 
„Annemarie Johann-Wessel veröffentlicht ihre Erinnerungen: "Unter der Sonne, die nicht schien". Ihre Geschichte zeigt, wie leicht Diktaturen besonders die jungen Menschen manipulieren können.“
"Ihre Geschichte steht exemplarisch für viele Menschen, die in der Diktatur aufwuchsen und deren Propaganda anheim fielen. Ehrlich und mit großer Klarheit setzt sich die Solingerin Johann-Wessel mit der naiven Gedankenwelt ihrer eigenen Jugend auseinander. Ihr Buch beginnt mit der beklemmenden Schilderung einer Bombennacht im Luftschutzkeller und arbeitet dann nach und nach ihre eigene Geschichte und die ihrer Familie auf. Zu der zählten glühende Nazis ebenso wie die Tante, die zu ihren jüdischen Freunden nach Amerika auswanderte, und der Vater, der Anfragen, in die NSDAP einzutreten, wiederholt ablehnte." (Alexander Riedel in der RP, 13.03.2021)
 
Quelle: Rheinische Post, 13.03.21

Nazis missbrauchten die Seele eines Kindes - Annemarie Johann-Wessel hat über ihre Jugend geschrieben

07.11.2020
 
„Anhand ihrer Familie beschreibt sie, wie tief die Gräben sein können, wenn glühende Anhänger des NS-Regimes auf Gegner der Hitler-Diktatur treffen.“
Im Solinger Tageblatt (ST) vom 7. November 20 ist eine Buchbesprechung zu ´Unter der Sonne, die nicht schien` publiziert, die Episoden aus dem Memoir aufgreift und herausstellt, wie gerade durch die ´unschuldige Erzählweise` der Kindheitserinnerungen offenbart wird, auf welche Art ´aus Kindern regimetreue Soldaten im Geist und im Feld erzogen wurden`.
 
Quelle: Solinger Tageblatt, ST vom 7. November 2020