"Brigitte Halenta" - Autor bei Tredition.de
 

       

Brigitte Halenta

Brigitte Halenta hat bis 2010 als Psychotherapeutin in eigener Praxis gearbeitet. 2000 erhielt sie für das Drehbuch „Lavendel ist blau“ den Förderpreis der Gesellschaft zur Förderung audiovisueller Werke Schleswig-Holstein.

Im März 2007 erschien ihr Roman "DIE BREITE DER ZEIT" stark gekürzt im Orlanda Verlag, Berlin. Seitdem veröffentlichte sie Kurzprosa in Literaturzeitschriften.

Die 1. Neuauflage des Romans "DIE BREITE DER ZEIT" erschien 2015 in ungekürzter Form als E-Book . 2016 folgten die Romane "DAS LETZTE WORT HAT DOROTHEE", "LAVENDEL IST BLAU" und "DER EINE". Alle Romane sind inzwischen nicht nur als E-Book, sondern auch als Taschenbuch und Hardcover erhältlich.

Anfang 2017 erschien der Roman "EMILIA SCHLIEßT EINE TÜR" und die 2. Neuauflage der Romane "DAS LETZTE WORT HAT DOROTHEE" und "DIE BREITE DER ZEIT" ungekürzt als Taschenbuch, Hardcover und E-Book.
 

Presseberichte

GEO Magazin (Nr. 04/2020 “Illusionen”)

14.03.2020
 
„Älterwerden bedeutet nicht automatisch ein Wenigerwerden“
GEO Magazin aktuelle Ausgabe (Geo Nr. 04/2020 “Illusionen”)
Fotograf: Olaf Blecker
Text: Silia Wiebe

Im Alter liebt man anders, erkannte Brigitte Halenta, 82, und thematisiert in ihren Büchern die bereichernden Erfahrungen des Älterwerdens.

Die Veränderungen meines Lebens kamen nicht über Nacht und nicht durch äußere Einflüsse. Sie sind das Ergebnis innerer Prozesse. Nach der Trennung von meinem zweiten Mann studierte ich Psychologie und arbeitete 25 Jahre als Psychotherapeutin. An den freien Wochenenden und im Urlaub saß ich über meinen Gedichten und Büchern am Schreibtisch. Schreiben ist für mich wie Atmen. Ich zog alleine drei Kinder groß. Da war kein Raum für Träume vom großen Ruhm als Schriftstellerin. Zehn Jahre schrieb ich an meinem wichtigsten Buch. Als der Roman „Die Breite der Zeit“ endlich veröffentlicht wurde, feierte ich meinen 70. Geburtstag. Eine Zeit des Aufbruchs und Neuanfangs. Der Roman und auch mein aktuelles Sachbuch stellen die lebenslange Entwicklung des Menschen in den Mittelpunkt. Es ist mir ein Herzensanliegen, Klischees zu demontieren wie z. B. die Auffassung, dass in der Sexualität Ästhetik und Erotik nicht voneinander zu trennen seien. Älterwerden bedeutet nicht automatisch ein Wenigerwerden. Ich lebe und ich liebe heute bewusster und mein Verständnis für die Zusammenhänge der Welt ist tiefer geworden. Es wäre wichtig, dass ältere Autorinnen ihre Romanheldinnen aus ihrer Perspektive erzählen lassen. Meistens lesen wir nur, was junge Menschen denken und fühlen, aber die haben oft eine klischeehafte Vorstellung vom Alter. Mir hat auch nicht das sprichwörtliche Enkelkind das Internet eingerichtet. Ich blogge und twittere mit Selbstverständlichkeit. Die Zeit, sich mit der modernen Technik zu befassen, ist auch ein Privileg des Alters. Genau wie das Schreiben. Dass ich nicht mehr beweisen muss, wer ich bin und was ich kann, und auch keine Eitelkeiten mehr befriedigen muss, macht meinen Blick frei und unabhängig.
 
Quelle: GEO Magazin