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Fragen Sie Frau Romana

Erzählungen und Kurzgeschichten

Bruno Jaschke
Romane & Erzählungen

Jeden Sommer fährt eine eingeschorene Partie auf Urlaub ins ungarische Öreg Malom (unweit von Sopron). Ihr gehören u.a. der Musiker, Schauspieler, Autor und Entertainer Bela Koreny (Betreiber der legendären Broadway Piano Bar), der ORF-Radiokulturhaus-Dramaturg Reinhard Seifert, der Autor Johannes Knöbl, die Filmemacherin Beate Thalberg, die Malerin Tamara Starl-Latour & meine Wenigkeit an. Speziell Reinhard Seifert und Johannes Knöbl hecken bei diesen Urlauben immer besondere Programme und Aktivitäten aus. An einem heißen August-Tag 2006 war das eine Lesung: Bela Koreny, Johannes Knöbl und ich sollten je zwei kurze Texte zum Besten geben.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt zwei Bücher veröffentlicht: Den Roman „In Wahrheit ist es würdig und recht“ (Edition Innsalz, 2003), der unter 20 Minuten nicht vernünftig vorzutragen ist, sowie „Fürchtet Euch Nicht“ (2004, Edition Innsalz), eine als literarischer Adventkalender angelelegte, illustrierte Sammlung von 24 Weihnachtsgeschichten (und, in Reserve, noch einmal 24 Weihnachtsgeschichten., die inzwischen mit dem Titel „Adventträume“ bei Edition Garamond erschienen sind).
Nun wirken Weihnachtsgeschichten im August bei über 30 Grad Außentemperatur offensichtlich etwas abseitig. Kurzum, das verfügbare Material war peinlich unpassend, also schrieb ich in aller Hast ein paar unweihnachtliche Geschichten. Deren erste, „Wie und warum Lydia Reed sich dem Star-Rummel entzog“ ist auch die erste in diesem Buch.
Es wurde übrigens ein erfolgreicher Lese-Abend. Deshalb blieb es auch nicht bei dem einen. Im Herbst 2006 starten Bela Koreny, Johannes Knöbl & ich in der Broadway-Bar das Projekt „Die Drei“, wo die drei Autoren teilweise thematisch gerahmte, teils Texte nach freier Wahl vortrugen. Das erforderte weitere neue Texte. Dann begann das Ding gewissermaßen zum Selbstläufer zu werden, ich schrieb mit Lust und (Bier-)Laune Geschichten, ohne unmittelbar einen Verwendungszweck erfüllen zu müssen. Dass ich sie jetzt bei Tredition veröffentlche, ist ein kleiner Luxus. Man gönnt sich ja sonst nichts.