Paperback

Tagebuch einer masurischen Merjell

Von Ostpreußen bis zum Niederrhein

Christel-Maria Schmitz-Weidhofer
Unterhaltung & Kultur

Dem Wunsch meiner Tochter Susanne folgend, fing ich an, meine Lebensgeschichte aufzuschreiben.
Die Familie "spielt" mit,die Zeit läuft fast davon.
Gott sei Dank ist die Erinnerung noch wach genug, diese Zeilen von meiner lieben Heimat Masuren zu fixieren. Es ist Krieg und alles verändert sich. Kurz: wir verlassen die Heimat und zwar die ganze Sippe.
In Polen müssen wir ein Paar Jahre bleiben und die Ereignisse überrollen uns.
Der Krieg bestimmt für viele Jahre unser Leben. Die Alten sagen: "Nach dem Krieg wird alles besser."Doch bis dahin ist noch ein langer Weg.
Es ist auch kein Trost, daß es anderen Menschen auch nicht besser geht.
Wenn wir alles als ein großes Abenteuer sehen, sind wir auf dem besten Weg zu positiven Gedanken.
Genau wie wir aus Ostpreußen, kamen zu jener Zeit sehr viele Menschen mit ihren Familien nach Polen.Die polnischen Bürger mussten all ihre Besitztümer aufgeben. Hier wurden Deutsche eingesetzt. Für niedere Arbeiten blieben die "einfachen" Polen im Land. Die Nationalsozialisten hatten das Sagen.
Das Kriegsgeschehen in Russland ging weiter .Ab 1944 rückte die Front immer näher.
Im Januar 1945 mussten wir das Land verlassen.Über Schlesien,Sachsen und Berlin sind wir dann endlich in Westdeutschland angekommen.
Hier in Goch an der Niers haben wir unsere neue Heimat gefunden.
Erst nach vielen Jahren haben wir unsere alte Heimat besucht.
Hier leben jetzt Menschen,die auch harte Schicksale erlitten.

Jetzt endlich ist Frieden, so soll es bleiben.