Paperback

Rest in peace, Bobby

Christiane Helms
Romane & Erzählungen

Für Jonathan und Christine war Sterben und Tod nie ein Tabuthema. Gemeinsam beschlossen sie, welche Kriterien in ihren Augen das Leben nicht mehr lebenswert machen und dass sie unter solchen Umständen dem Sensemann zuvorkommen möchten. Sie versprachen sich, dem anderen zu helfen, den erwünschten Tod herbeizuführen, falls er dazu alleine nicht mehr in der Lage ist. Das änderte sich auch nicht, als Jonathan an Parkinson erkrankte. Medikamentös gut eingestellt, verlief die Krankheit anfangs schleichend. Im Laufe der Jahre verstummten die Gespräche darüber.
Erst als sich Jonathans Zustand drastisch verschlechtert und sie von ärztlicher Seite darüber informiert werden, wie sein zukünftiger Leidensweg vermutlich aussehen wird, wird das Sterben wieder zum Thema gemacht - allerdings nicht mehr zu einem gemeinsamen.
Jonathan bittet seine Frau darum, ihn für eine Woche allein zu lassen, weil er mit sich ins Reine kommen will. Obwohl sie es für keine gute Idee hält, fügt sie sich seinem Wunsch und fährt zu ihren Kindern.
Jimi, ein bedeutender Fernsehjournalist, und seine Schwester Janis, eine Society- Fotografin, hatten sich in den letzten Jahren bewusst nicht mit der Erkrankung ihres Vaters auseinandergesetzt, weil sie nach ihrem Empfinden genug mit eigenen Problemen und ihrer Karriere ausgelastet waren. Sie flüchteten vor der Grundwahrheit, dass ihr geliebter Vater schon bald sterben wird und ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt, ihm etwas zu „beichten“, was ihnen schwer auf der Seele liegt.
Zwei Wochen lang durchleben die Eltern und ihre Kinder eine Achterbahn an Gefühlen, bis sie sich gemeinsam wieder begegnen. Janis und Jimi erzählen ihren Eltern von einem Geheimnis, das sie seit unterschiedlichen Zeiten quält, und werden von deren Zukunftsplänen überrascht. Von Stund' an wird die Familie wieder eine liebevolle Einheit und das Leben jedes Einzelnen verändert sich.
Nach Jonathans mysteriösem Tod stehen sie vor einer Herausforderung, die jeden Einzelnen schwer erschüttert. Erst jetzt soll sich zeigen, inwieweit die liebevolle Verbundenheit Bestand hat.