"Der kleine Professor mit dem großen Hut" von Christine Maximini
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Der kleine Professor mit dem großen Hut

Christine Maximini
Ab 6 Jahren

Der kleine Professor ist Inhaber eines Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz. Ziel dieser Wissenschaft ist es, Probleme des täglichen Lebens mit Hilfe intelligenter Methoden zu lösen. Diesem Ziel widmet sich der kleine Professor voller Leidenschaft. Wie allen Wissenschaftlern, fällt es ihm dabei schwer, die Ergebnisse seiner Forschung vorauszusehen und ihre Folgen zuverlässig einzuschätzen. Häufig vergisst er in seinem Ehrgeiz, dass Wissenschaft immer im Dienst des Menschen stehen muss.
Aber ein schlimmer Traum und ein alter Schulfreund mit seiner Familie bringen ihn wieder zur Vernunft.

Rezensionen

Dr. Axel Schwarz: Denkanstöße

ChristineM
★★★★★

Wie KI (Künstliche Intelligenz) das Leben beeinflussen wird, ist den meisten nicht bewusst. Man hat schon klammheimlich akzeptiert, dass, wie von Zauberhand gelenkt, sich Autos ohne Fahrer ihren Weg durch den Verkehr bahnen werden. Vermutlich werden bereits in naher Zukunft Roboter und Halbwesen zwischen belebter und unbelebter Natur den Menschen in Bereichen ersetzen, in denen das noch vor ein paar Jahren schier undenkbar war. Die Bundesregierung beschäftigt sich aktuell mit Anwendungen künstlicher Intelligenz zur Unterstützung des Verbraucheralltags (consumer enabling technologies). Wo bleibt da das Bewusstsein für die unvorhersehbaren Gefahren der KI?
Das neue Kinderbuch von Christine Maximini trägt zu diesem Bewusstsein bei. Es vermittelt Denkanstöße, und das nicht nur für Kinder ab 5 Jahren, sondern auch für Eltern, Großeltern und ganze Familien. Zusammen mit den lustigen Illustrationen gelingt der Autorin die Generationen übergreifende Verbindung zwischen dem Zauber und der Zauberei des Märchens und unserem digitalisierten Zeitalter.
Die Hauptfigur „der kleine Professor“ besucht regelmäßig die Familie seines Freundes, der, weg vom Klischee der „normalen“ Familie, Hausmann und für alle nach der überwiegenden Rollenverteilung zwischen Mann und Frau sonst von der Mutter wahrgenommenen Aufgaben verantwortlich ist. Der kleine Professor geht auch gerne in ein indisches Restaurant und zeigt damit, dass er für alles Neue und Fremde aufgeschlossen ist. Er ist der Prototyp des ehrgeizigen Wissenschaftlers, dem im Verlauf seines Studiums die ethischen Wurzeln nicht vermittelt wurden. Geleitet von der Vorstellung, dass intelligentes Verhalten nur von lebenden Organismen erzeugt werden kann, forscht er munter darauf los und überschreitet damit zum Teil sein eigentliches Lehrfach. Das Chaos, das er in der Familie seines Freundes damit anrichtet, kann er nur noch mit Mühe wieder rückgängig machen.
Fazit: Unbedingt empfehlenswert