"Claudia Sperlich" - Autor bei Tredition.de
 

       

Claudia Sperlich

Jahrgang 1962, beheimatet in Berlin und in der katholischen Kirche, Dichterin, Übersetzerin der lateinischen Sprache, Bloggerin, Rezitatorin.
 

Presseberichte

Von Verwandten, Nachbarn und anderen Dämonen

12.05.2017
 
„Nicht zuletzt dank ihrer präzisen, Klischees und Plattitüden gekonnt vermeidenden Sprache gelingt Claudia Sperlich die Balance zwischen Unterhaltung und Tiefsinn. Der 108 Seiten umfassende Band liest sich schnell und leicht, hinterlässt aber Eindruck. “
Diesmal ist es eine Sammlung von Kurzgeschichten, zum Teil mit phantastischen Elementen, zum Teil mit Zügen dystopischer Science Fiction, meist angereichert mit einer beträchtlichen Portion schwarzen Humors. Und siehe da: Das kann sie auch!

(Was für mich persönlich zugegebenermaßen keine so große Überraschung war, zumal ich einen Teil der Geschichten bereits bei Lesungen in einer Bar in einem ehemals besetzten Haus in Friedrichshain hören durfte. Sie passten gut ins Ambiente und kamen beim Publikum ausgezeichnet an.)

"Die Befreier - 13 Geschichten von Verwandten, Nachbarn und anderen Dämonen" hat Claudia ihr neues Buch genannt; und gerade der Untertitel ist ausgesprochen treffend gewählt. Dämonisch geht es in vielen der Geschichten zu. Mal sitzt der Dämon leibhaftig, komplett mit schwarzem Pelz und Spalthuf, auf dem Schreibtisch und versucht einer um Fassung bemühten Briefschreiberin Bosheiten in die Feder zu diktieren; mal tarnt er sich als Sachbearbeiter einer obskuren Behörde oder als Gastgeberin einer Wohltätigkeitsveranstaltung; und manchmal steckt er auch in den Objekten selbst, sei es in einem Fahrrad, das, mit genmanipuliertem Pflanzenöl geschmiert, ein unberechenbares und höchst aggressives Eigenleben entwickelt, oder in einem antiken Füllfederhalter, den die Ich-Erzählerin als Erbstück von einem exzentrischen Verwandten erhalten hat.

Im Vergleich zu solcher Phantastik kommen andere Geschichten des Bandes ganz realistisch und zum Teil sogar fast alltäglich daher; aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Auch hier gibt es praktisch immer einen doppelten Boden. Man kann sagen, das verbindende Element aller dreizehn Texte ist eine gewisse Abgründigkeit. Die Hauptcharaktere der zum überwiegenden Teil in Ich-Form erzählten Geschichten befinden sich - teils mehr, teils weniger offensichtlich - in Grenzsituationen. Es geht immer um Alles. Und extreme Situationen erfordern eben auch extreme Maßnahmen. Dass eine Ich-Erzählerin darüber phantasiert, einem unangenehm jovialen Onkel vor versammelter Verwandtschaft eine volle Kaffeekanne an den Kopf zu werfen, ist da vergleichsweise noch der leichteste Fall.

Einen Teil der Geschichten siedelt die Autorin in einer möglichen nahen Zukunft an - und die sieht nicht rosig aus: Da soll nach der Wiedereinführung der Todesstrafe eine arbeitslose Metzgerin zur Henkerin umgeschult werden; da wandeln sexuell gehemmte Wissenschaftler auf Frankensteins Spuren, um sich durch Genmanipulation die perfekte Partnerin zu "erschaffen"; da bringen militante Tierbefreier, ohne selbst die Konsequenzen ihres Handelns zu überschauen, die Zivilisation zu einem mindestens partiellen Zusammenbruch. In diesen Zukunftsvisionen, ebenso aber auch in einigen der anderen Texte der Sammlung artikuliert sich ein starkes Interesse der Autorin an ethischen Fragen - gepaart mit einem nicht geringen Maß an Skepsis gegenüber gewissen Erscheinungsformen des wissenschaftlich-technologischen und gesellschaftlichen "Fortschritts". Nicht nur in diesem Zusammenhang spielt auch der katholische Glaube der Autorin immer wieder eine Rolle in ihren Geschichten - mal ganz offen, mal eher durch die Hintertür.

Nicht zuletzt dank ihrer präzisen, Klischees und Plattitüden gekonnt vermeidenden Sprache gelingt Claudia Sperlich die Balance zwischen Unterhaltung und Tiefsinn. Der 108 Seiten umfassende Band liest sich schnell und leicht, hinterlässt aber Eindruck.
 
Quelle: http://mightymightykingbear.blogspot.de/

Hymnen der Kirche

30.10.2016
 
„ Claudia Sperlich, die sowohl ihre Muttersprache Deutsch als auch die Fremdsprachen Englisch, Französisch und Latein beherrscht, ist es hier gelungen, Übersetzungen der Texte aus der Originalsprache anzubieten, die sowohl dem Original ganz treu bleiben als auch dem modernen Sprachempfinden gerecht werden.“
Als kleines Textbeispiel sei ein Vers aus dem „Dies iræ“ angefügt. Der lat. Text: „Quaerens me, sedisti lassus, Redemisti crucem passus, Tantus labor non sit cassus”, der traditionell wie folgt übersetzt wird: „Bist mich suchend müd gegangen, Mir zum Heil am Kreuz gehangen, Mög dies Mühn zum Ziel gelangen“, erhält hier folgende Übertragung: „Nach mir suchend saßest Du erschöpft, kauftest los mich durch Dein Leid am Kreuz, nicht umsonst sei so viel Mühsal.“ Keine inhaltlichen Diskrepanzen, aber eine moderate moderne Sprache lassen die alten, meist lateinischen, Hymnen dem Sprachempfinden des heutigen Menschen entgegenkommen und ihm einen Zugang zu diesen altehrwürdigen Texten vermitteln.
 
Quelle: http://kath.net/

Zyklische Sonette

30.10.2016
 
„Bei der Lektüre ihrer Texte spürt man, dass sie in der Welt der Sprachen beheimatet ist, ja sie beherrscht, mit ihnen umgehen kann und so den Leser in die Schönheit ihrer Texte und ihrer Sprache hineinnimmt.“
... In sprachlicher Meisterschaft versteht es die Autorin, die Geschichte Gottes mit dem Menschen und die Sehnsucht der Menschen zu formulieren und in wunderbare Verse einzubinden. ...
 
Quelle: http://kath.net/