Paperback

verwundet

Constanze Kühn
Romane & Erzählungen

Lisa ist achtzehn, als ihre Mutter Selbstmord begeht. Sie wird von deren bester Freundin Lydia aufgenommen. Doch obwohl sich Lydia alle Mühe gibt, will sich eine Harmonie zwischen den beiden Frauen nicht einstellen, denn Lisa entwickelt Gefühle, mit denen sie nicht fertig wird. Sie verliert den Halt, und ein unaufhörlicher Abstieg nimmt seinen Lauf. In einer Kneipe lernt sie Harald kennen, der, ruhelos und getrieben, seit zwanzig Jahren auf der Flucht vor sich selbst und seiner Vergangenheit durch die Welt irrt. Zwischen den beiden und Lydia entwickelt sich ein doppelbödiges Spiel, das schließlich in einer Katastrophe endet.
Nun tritt eine Frau in Haralds und Lisas Leben, die für beide einen Wendepunkt bedeutet, denn sie bringt sie auf unterschiedliche Weise dazu, sich den Schmerzen verdrängter Erinnerungen an eine verlorene Kindheit zu stellen. Schicht um Schicht enthüllt sich, welche Erlebnisse in frühester Kindheit Lisa und Harald dazu brachten, den Weg der Selbstzerstörung zu gehen.

Mit dieser Geschichte wird der schwierige Heilungsprozess zweier Menschen geschildert, deren Leben schon sehr früh vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt war. Die Widersprüchlichkeit von Menschen, die Verflechtung von Psyche und Sexualität, die Suche nach Identität und Zugehörigkeit sind die Themen dieses Romans.