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Keine Er-ziehung ohne Be-ziehung

Was Kinder (nicht) brauchen

Doris Apstein-Müller
Gesundheit, Familie, Lebenshilfe

Was ist los mit unserer Gesellschaft? Massiver Geburtenrückgang, eine Jugend, die vielfach als fordernd, unmäßig, ja sogar als schlecht erzogen wahrgenommen wird – trotz einer Flut an Erziehungs-Ratgebern macht all dies unserer Gesellschaft zu schaffen. Dazu Jugendliche, die immer häufiger straffällig werden, Schulabgänger, die mangels Schulabschluss und folglich mangels notwendiger Bildung immer öfter keine Lehre mehr antreten können.
Warum?
Dieses Buch basiert auf neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen, auf Beiträgen und Beobachtungen von Psychotherapeuten und Fachpersonal. Es verzichtet auf fachbezogene Sprache und ist für jeden verständlich geschrieben. Auch Erwachsene können anhand dieses Buches eigene Defizite oder falsche Schlüsse erkennen.
Dieses Buch soll klären, aufklären und erklären. Es soll aufdecken, aufrufen und aufzeigen, woher die angesprochenen Probleme kommen können. Es soll Eltern bewusst machen, dass jeder durch seine eigene Erziehung geprägt ist. Die möglichen Hintergründe für den Geburtenrückgang werden ebenso beleuchtet wie das Thema Kinderfreundlichkeit in unserer Gesellschaft.
Angesprochen werden auch die unterschiedlichen Betreuungsmöglichkeiten, stets mit dem Hintergrund: Was ist gut für mein Kind. Vor allem dann, wenn das Kind von der Mutter, der wichtigsten Bezugsperson, zeitweise getrennt sein muss, weil die Mutter arbeiten gehen will oder muss.
Die verschiedenen Erziehungsstile werden mit Vor- und Nachteilen dargestellt. Die Entwicklung des Kindes wird beschrieben. Woher kommen dann die Unterschiede? Wann lernt ein Kind am meisten? Auch die Themen Bildung und deren Vermittlung werden beleuchtet, die diversen Schulsysteme dargestellt, und selbst auf die Behebung eventuell eingetretener Schäden durch falsche Erziehung wird am Ende eingegangen.
Die Probleme, die im Kindesalter bereits vorhanden sind, pflanzen sich im Erwachsenenalter fort und belasten damit die gesamte Gesellschaft: Menschen, denen in ihrer Kindheit kein ausreichendes Selbstwertgefühl vermittelt wurde, versuchen dies ein Leben lang zu kompensieren, beispielsweise mit Geld, Macht, Statussymbolen und dergleichen. Doch die gesuchte Zufriedenheit werden sie wohl niemals erlangen.
Ein ständiger Konkurrenzkampf ist die Folge, der unsere Gesellschaft letztendlich gefährdet. Dem kann vorgebeugt werden.