Paperback

Jahrgang 1920

Erlebtes und Überlebtes

Dr. Claus Zander
Biografien & Erinnerungen

Der Autor schildert seine Kindheit mit den Geschwistern in Cottbus unter dem strengen Regiment des ungeliebten Vaters; die Mutter ist Erbin eines großen Vermögens. Nach der Scheidung folgt der Umzug nach Hamburg. Die Schulzeit am Wilhelm-Gymnasium ist geprägt von den Einflüssen der Nazi-Herrschaft und den Auseinandersetzungen mit nazigefälligem Schuldirektor. Es folgt ein Schulverweis, Fortsetzung der Schullaufbahn am Heinrich-Hertz-Gymnasium, Abitur 1938. Die Familie lebt entweder in der Stadtwohnung in Hamburg oder im Sommerhaus in Witzhave/Sachsenwald. Nach dem Abitur mit 17 Jahren Einberufung zum Arbeitsdienst in Ostpreußen. Nach der Entlassung aus dem RAD erfolgt der Studienbeginn in Freiburg - Medizin, Philosophie (Heidegger) und Jura. Während der Studentenzeit ist das Leben geprägt von bedenkenloser Leichtigkeit. Es entfacht sich eine neue Liebe, Helena, eine englische Jüdin, sie studiert ebenfalls Philosophie bei Heidegger, die Zukunft wird gemeinsam geplant.
Am 1.9.1939 bricht der zweite Weltkrieg aus.
Die schwierigen Umstände vor, während und nach Ende des zweiten Weltkriegs haben bei ihm Spuren hinterlassen – Religion und Glaube, Macht und politische Fehlentscheidungen haben zerstörerische Auswirkungen gezeigt.

Das Medizinstudium wird in Hamburg fortgesetzt, es folgt die Einberufung zur Grundausbildung, anschließend Versetzung zur Sanitäts-Ersatz-Abteilung X in Neumünster, später Sanitätsschule in Hamburg. Nach bestandener Sanitätsprüfung 1941 Versetzung an die russische Front. Beförderung zum Sanitätsfeldwebel, Fronturlaub zur Fortsetzung des Studiums in Hamburg. Nach Bestehen des Physikums Beförderung zum Feldunterarzt, 1942 Rückkehr an die russische Front zur Sanitätskompanie. Vormarsch in Richtung Stalingrad; während eines Versuches, russische gegen deutsche Verwundete auszutauschen, kommt es zu einer schweren Granatsplitterverwundung. Claus Zander wird bewusstlos ausgeflogen ins Feldlazarett Rostow/Don.
Sommer 1943 in Hamburg, Übernahme eines Sanitätsbunkers. Dann folgen nacheinander Versetzungen an unterschiedliche Fronten, u.a. um an der Ardennen-Offensive teilzunehmen. Nach Kriegsende 1947 Staatsexamen in Hamburg.