Paperback

DAS RUSSLANDBILD IN DEUTSCHEN GESCHICHTSBÜCHERN

Dr. Lucie Bizde-Luig
Wissenschaftliche Arbeiten, Unterhaltung & Kultur, Business & Fachbücher, TREDITION CLASSICS

In meiner langjährigen Tätigkeit als Lehrerin am Gymnasium mit den Fächern Geschichte und Russisch musste ich feststellen, dass unsere Lehrbücher für Geschichte den Schülern ein verzerrtes Russlandbild vermitteln. Die Darstellungen, die sich auf die Geschichte Russlands beziehen, sind einseitig negativ gestaltet, enthalten fehlerhafte Aussagen, gehen von Klischees aus und vermitteln infolgedessen klischeehafte, entstellte Aussagen über dieses Land.

Gute Beziehungen zwischen Russland und Deutschland sind ein Garant für den Frieden in Europa; das lehrt uns die Geschichte. Ich verweise auf den 1. und 2. Weltkrieg. Doch unsere Geschichtslehrbücher zum Beispiel an Gymnasien vermitteln der heranwachsenden Generation ein negatives Russlandbild.

Nur zwei Beispiele, wie wichtig für Deutschland gute Beziehungen zu Russland sind: Napoleon wollte Preußen von der Landkarte ausradieren, doch Zar Alexander II. setzte sich für Preußen ein, und Preußen blieb bestehen. Dank russischer Rückendeckung gelang es Bismarck 1871 Frankreich zu besiegen und die Einheit des Deutschen Reiches zu vollziehen.
Russland hatte seine Truppen an die Grenze zu Österreich aufmarschieren lassen, und so verhindert, dass sich Österreich auf die Seite Frankreichs stellen und gegen Preußen kämpfen konnte.