Paperback

KEINE REISE FÜHRT AN UNS VORÜBER

Mit Isaak Babel ans Schwarze Meer und wieder zurück

Eckhardt Momber
Reise & Abenteuer

Ziemlich angeschlagen aus der Ukraine zurück, habe ich versucht aufzuschreiben, was mir widerfahren ist. Ohne Aleksander, Anastasia, Andrej, Christoph, Dmitrij, Jevgenji, Katja, Ludmilla, Olga, Oleksy, Paolo, Roxana, Sascha und all die anderen, mir unbekannt gebliebenen, Menschen wäre ich untergegangen in einem schwarzen Meer. Die mitgenommenen Autorinnen und Autoren halfen mir am Steuer. Isaak Babel war mir Kompass und mehr.
Die Ukraine ist ein großes, sehr schönes, leider seit geraumer Zeit politisch vermintes Land. Wenn ein Reisender wie ich dann am östlichen Rand Europas wo hintrat und an der Idee einer sozial-liberalen Demokratie festhielt, musste er zusehen, dass er glimpflich davonkommt.
Eben deshalb ist das Mutterland Russlands immer noch eine Reise wert. Ein Abenteuer anderer Art.
 

Neuigkeiten

Bemerkenswerte Ansicht zum Buch

29.04.2019
 
Eine Leserin sagte:
„… ich las das Buch gemütlich in der Frühlingssonne sitzend“, so beginnt die Leserin ihre Ansicht zum Buch. Den Titel zum dann folgenden Inhalt fand sie sehr passend gewählt und – ja, sie stimmte zu: So ist es!
Sie reiste mit, fühlte sich gut begleitet durchs fremde Land mit den täglichen Banalitäten, die dann aber doch nicht so banal waren und sind. Sie sind vielschichtig, sagt die Leserin.
In der Erzählung erkannte sie auch den beabsichtigten Bezug zur aktuellen politischen Situation, die der Autor als Reisender im Land auf Schritt und Tritt und in Kommunikation mit der jeweiligen Landesbevölkerung aus erster Hand erfährt. Momber zeichnet ein ganz anderes Bild als das, was die Medien präsentieren. Gleichzeitig ist in die Erzählung „Keine Reise führt an uns vorüber“ eine Familiengeschichte und rückblickende Erfahrungen sowie Literatur aus der Studienzeit des Autors sind kunstvoll eingeflochten – immer auch begleitet von Isaak Babel.
Diese Zeitreise vergangener und gegenwärtiger Tage ist sehr anregend zu lesen, humorvoll, auch in Detailbeschreibungen des Alltags. Das Bild, das man hier im Westen den Zeitungen und Nachrichten entnehmen kann, ist – so die Ansicht der Leserin – ein doch sehr anderes.
 

Erste Rezension

06.03.2019
 
Dem Autor gelingt es in der Tat, durch anekdotische Einsprengsel und persönliche Reminiszenzen irrlichternde Elemente aufzufangen, ohne den Ernst von Situationen und Traditionen zu verwischen. Die Editions Maurel haben sich zu einem beachtlichen autobiografischen Monument konsolidiert!
(schreibt Ralf Schnell, Professor Emeritus aus Berlin)