Hardcover

Zimmer mit Seeblick

Erzählung aus den 80er Jahren

Eckhardt Momber
Romane & Erzählungen

Was ich jetzt erzähle, ist auf Grundlage eines Ereignisses erdacht, das sich lange vor dem 3. Mai 1945 angebahnt hatte. Frühmorgens schon wurden hunderte, aus dem Konzentrationslager Stutthof bei Danzig geflohene, endlich in zwei Lastkähnen in der Lübecker Bucht antreibende Menschen von Männern des deutschen Volkssturms ermordet. Und am frühen Nachmittag ein und desselben Tages begann in eben dieser Bucht, was als die größte maritime Tragödie der Neuzeit endete. Angebahnt von der SS, ausgeführt von der Royal Air Force.
Das Vergangene ist weder tot, noch vergangen, wie William Faulkner uns gesagt hat.
 

Neuigkeiten

Das sagen Leser über mein Buch

09.05.2017
 
"Zimmer mit Seeblick" ist ein wunderbarer Titel, schreibt Ralf S. aus Berlin, nennt es eine bibliophile Präsentation, eine hinreißende Illustration, die unaufdringlich und doch eindringlich, sehr persönlich sowie auch historisch dimensioniert und sowohl leicht, ironisch und humorvoll, dennoch mit Hintersinn geschrieben ist.
Solch wunderbare Kritik stimmt froh und macht mich glücklich.

Ein anderer Leser lobt den erzählerischen Duktus, nicht zuletzt deshalb, weil er frühere Werke kennt. "Der große Bogen ebenso wie die kleinen Pointen seien gelungen." Er kritisiert die etwas häufige wörtliche Rede.
Über Geschmack lässt sich freilich nicht streiten, aber eine Anmerkung wie diese ist für mich Impuls bei meinen weiteren Arbeiten.

Auch wiedergeben möchte ich eine Rezension die bei Amazon gepostet wurde: "Zu dieser Erzählung kann ich dem Autor nur gratulieren. Sie ‚schleicht‘ sich so ganz allmählich ein und gewinnt immer mehr Tempo, sie bricht Zusammenhänge auf, bevor es schließlich sogar ‚handfest‘ (im wahrsten Sinne des Wortes, S. 56) zugeht. Die Beschreibung der von IHR real erlebten Vorgänge geht ziemlich unter die Haut, hat mich mitgenommen, schockiert, und es tröstet am Ende nicht, dass sie es ja überlebte. Im Gegenteil: Ich fühlte mich wie Strandgut, angeschwemmt von den schrecklichen, weit zurückliegenden Ereignissen an ein Ufer der Gegenwart, wo die Dinge gerade auch immer gefährlicher werden…
Diese Erzählung schlägt eine große Brücke aus der schlimmen Vergangenheit, von der alle immer glauben möchten, sie sei für alle Zeiten überwunden, in die Jetztzeit, wo sich wiederholen könnte, was einst zu diesem Wahnsinn mit der Cap Arcona führte. Und ich bete in der Tat, dass hier doch der Mensch seinen Verstand gebrauchen und sein Wissen aus der Erfahrung nutzen möge. Insbesondere dieser Abschnitt macht schlagartig hellwach: „Dass wir im Glauben an das Richtige das Falsche tun. In was für einem Kollektiv auch immer. In einem französischen, englischen oder deutschen Kollektiv. Hitler und Stalin haben wir ja nun schon hinter uns. Aber, was kommt dann? Für das Kollektiv der mehr oder weniger guten Steuerzahler, mitverantwortlich für Waffenschiebereien und Kriegsanzetteleien demokratisch gewählter Regierungen. Was wird auf uns kommen, die wir zwar nicht töten wollen, es aber, strukturell gesehen, schon länger tun. Wer sich heute für unschuldig hält, ist es nicht mehr.“ - oder sollte es zumindest.
Anfangs ist der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe die Erzählung zwei Mal laut gelesen. Dadurch bekam das Ganze einen Rhythmus, der die Eindringlichkeit des Erzählten erheblich zu verstärken vermochte.
Bravo, Herr Momber! Diese Geschichte gehört meines Erachtens auch vertont…"

Meinungen zu meinen Büchern sind Inspiration und Motivation für weitere Werke.