Hardcover

Der Mainzer Hauptfriedhof

Begegnung mit der Vergänglichkeit des Lebens

Elizabeth Kott
Biografien & Erinnerungen, Religion & Spiritualität, Theologie, Philosophie

Vor Jahren begleitete die Autorin und Malerin Elizabeth Kott ihren Mann auf seinen Fotoexkursionen, unter anderem häufig auf den historisch wie kunstgeschichtlich interessanten Mainzer Hauptfriedhof. Viele Jahre nach dem Tod ihres geliebten Mannes beschreibt sie in diesem Buch sehr gefühlvoll ihre Erinnerungen an jene Zeit, diese Streifzüge durch die Gärten der Vergänglichkeit und unternimmt eine Art Zeitreise, in der sie auch eine Möglichkeit letzter Trauerarbeit findet. Friedhofbesuche können tröstlich, fried- und liebevoll sein und bringen uns dem Leben näher als wir glauben.


Zitate wie das folgende beschreiben zusätzlich, wie die Menschen im Allgemeinen und im Besonderen das Thema um die Vergänglichkeit unseres Lebens empfinden:
Friedhöfe haben eine starke Anziehung. Man sucht sie auf, auch wenn man keine Angehörigen dort liegen hat. In fremden Städten pilgert man zu ihnen hin, man lässt sich Zeit für sie. Man ergeht sich darin, als wären sie für einen angelegt worden. Es ist auch in der Fremde nicht immer das Grab eines verehrten Mannes, das einen anzieht. Aber selbst wenn der Besuch ursprünglich einem solchen galt, so wird doch immer mehr daraus. Man gerät auf dem Friedhof sehr bald in eine Stimmung ganz eigener Art. Es ist eine fromme Sitte, sich über die Natur dieser Stimmung zu täuschen. Denn der Ernst, den man fühlt und den man noch mehr zur Schau trägt, verdeckt eine geheime Genugtuung...
(ein Zitat aus „Masse und Macht“ von Elias Canetti)


Ebenso mag es der Autorin ergangen sein. Als Hommage an ihren verstorbenen Mann, der die eindrucksvollen Fotos machte, veröffentlicht sie diesen sehr persönlichen Bildband.
 

Presseberichte

Sach und Bildband skizziert die Begegnung mit der Vergänglichkeit des Lebens

22.08.2016
 
„Der Mainzer Hauptfriedhof“
Das ist die Buchvorstellung vom tredition Verlag.
 
Quelle: Divus Media

Mainzer Hauptfriedhof aus 1e Auflage

01.10.2015
 
Der Bericht beschreibt sehr schön worauf es in diesem Bildband ankommt. Allerdings stammt es auch von der 1e Auflage vom Brighton Verlag.

Wie schon beschrieben wurde das Buch neu aufgelegt bei tredition und entspricht so meine Wünsche. Ich kann stolz auf das Buch sein.
 
Quelle: Feierabende.de

Zeitungsbericht Allgemeine Zeitung zur 1. Auflage

21.08.2015
 
„Liebeserklärung an den Hauptfriedhof“
Dieser Pressebericht gehört zu der 1e Auflage von Brighton Verlag im 2015.

Der Bericht bemängelt die schlechte Ausstattung des Buches bzgl. Papier und Layout. Ich habe deshalb das Buch komplett neu gemacht mit tredition, Ein anderes Layout, zusätzlicher Text, sehr gute Lektoratsarbeit und einen zumutbaren Preis.

Jetzt ist das Buch sehr schön geworden, und ich bin stolz darauf.
 
Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz

Mainzer Hauptfriedhof aus 1e Auflage

22.01.2015
 
„Ein Spaziergang durch die Gärten der Vergänglichkeit“
Nach eigener Aussage hat Elizabeth Kott, die Autorin dieses Buches, während ihrer langjährigen Ehe zahlreiche Friedhöfe zusammen mit ihrem Mann besucht, am häufigsten aber den Mainzer Hauptfriedhof, auf den das Paar viele Jahre lang fast alle Freizeit verwendete.

Sieben Jahre nach dem Tod ihres Mannes hat die Autorin jetzt aus dem reichen Fundus seiner Fotografien ein sehr persönliches Buch zusammengestellt, das als "Ein Spaziergang durch die Gärten der Vergänglichkeit" untertitelt und ihrem Mann gewidmet ist. Tatsächlich behandelt es allerdings nur einen "Garten der Vergänglichkeit", den Hauptfriedhof in Mainz.

Ein Spaziergang muss natürlich keine kulturhistorische Betrachtung sein und so erzählt die Autorin in ihrer Einleitung von ihren persönlichen Erinnerungen an die Friedhofsbegehungen mit ihrem Mann und von den Fotos, die noch analog entwickelt worden sind und bei denen besonders intensiv auf die Beleuchtungsverhältnisse geachtet wurde.


Zugleich ist diese Publikation aber natürlich auch ein Ausdruck der Trauerarbeit der Autorin und kann als solcher vielleicht auch andere Trauernde erreichen, besonders da zwischen die Bilder und Texte auch Gedichte und Gedanken zum Tod eingestreut sind und da die Autorin am Schluss in ihrem Nachwort den Tod ihres Mannes und die Zeit danach thematisiert.

Zu den einzelnen Grabfiguren gibt es relativ kurze Informationen. Auch Inschriften werden manchmjal wiedergegeben. Allerdings spiegeln sich auch hier die privaten Interessen der Autorin, wenn zum Beispiel ausführlicher auf das Astragalspiel eingegangen wird, dessen Spielerin auf der Grabstätte Kalkhof-Rose am Boden sitzt und den einzelnen Grabstätten nicht überall Informationen beigegeben sind. Denn zwischendurch wirft die Autorin einen kurzen Blick zu den Symbolen und speziell den christlichen Symbolen hinüber, fügt kurze Absätze zu Romantik bzw. Jugendstil ein, wendet sich Frauen- und Männerporträts zu oder schreibt weiter hinten "Über das Friedhofsgefühl" und fügt am Ende auch ein paar Bilder vom Jüdischen Friedhof hinzu.

Damit ist ein sehr individuelles Friedhofsbuch mit schönen Fotos entstanden, das weder als Führer über den Mainzer Hauptfriedhof gedacht ist noch sich dazu eignet, das aber doch in seiner Vielfältigkeit seinen eigenen Reiz hat.
 
Quelle: Dr. Barbara Leisner - Friedhofsfreunde Blogspot