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Kater Johnnys Krimi

oder Herbert Simmerings Machenschaften

Elizabeth Kott
Krimis & Thriller, Geschenkbücher

Wie kommt ein Kater dazu einen Krimi zu schreiben?
Hauptkommissar Angelo schaltet Interpol ein, und die Spurensuche führt über Griechenland nach
Hamburg und sogar Saudi-Arabien.
Alle denkbaren Verbrechen wurden begangen, von Mord über Schwarzgeld- bis zum Mädchenhandel.
Gibt es ein Happy-End, oder nicht?

Fragen wir Kater Johnny.
 

Presseberichte

Vom Zauber mit Katzen zu leben

25.08.2015
 
„Stubentiger sind die Konstante bei Autorin Elizabeth Kott“
Neu-Isenburg - Aufgewachsen in Südafrika, gelebt in Schweden, Holland, Belgien, viel gesehen von der Welt in einem Leben, das sie auch oft gekniffen hat: Allein die Geschichte all der Stationen, die Elizabeth Kott durchlebt hat, füllt Bände. Von Barbara Hoven
Es ist eine Biografie, in der es nicht an Abenteuer, aber an Konstanten fehlt, die Halt geben. Aus der Geborgenheit heraus, die sie nun in Gravenbruch gefunden hat, findet Kott die Zeit, ihre bewegte Vergangenheit in Bildern und Büchern aufzuarbeiten. Vor allem der Blick auf Tiere als treue Begleiter ist ihr wichtig.
Ein Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos, hätte Loriot beinahe gesagt, wäre er nicht ein Hundefreund gewesen. Wie bei dem großen Humoristen, so gehören Tiere auch zu Elizabeth Kotts Leben. Sie setzt sogar noch einen drauf: „Ein Leben ohne Katzen ist absolut unmöglich und vollkommen sinnlos“, schreibt die 67-Jährige im Einstieg zu ihrem neuen Buch „Fiepie und Konsorten“. Wenngleich sie einräumt: „Nur wer Katzen gehabt hat und liebt, weiß wovon ich spreche.“
Für Kott war die Tierwelt immer Inspiration und Halt, schon seit ihrer Kindheit. In den 1950er Jahren in Südafrika aufgewachsen, erlebte sie eine glückliche Kindheit auf der Farm ihrer Eltern; umgeben von 17 Katzen, zwei Hunden, zwei Eichhörnchen, vielen weißen Mäusen und anderem Getier mehr. Doch ihr Vater, ein Zahnarzt, sei getrieben gewesen von einer gewissen Unruhe, stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen. „So musste ich mit meinen Eltern als junges Mädchen in eine neue Welt im südlichen Schweden ziehen, wo Tierhaltung unmöglich war“, erinnert sich Kott an eine schwierige Zeit – denn mit den Menschen dort sei das Warmwerden schon wegen der Sprache kompliziert gewesen. „Ganz kurz war die Neue aus Afrika eine Attraktion für die Mitschüler, doch als sie sahen, dass ich nicht schwarz bin, war das schnell vorbei.“
Es folgten viele weitere Umzüge, Holland, dann Belgien, im Erwachsenenalter mit ihrem Mann, einem Diplom-Mineralogen, immer wieder Südafrika. Und immer wieder spielen Katzen eine Rolle, wenn sie von ihrem Leben erzählt. Beispielsweise beim Kennenlernen des Menschen, mit dem sie bis zu seinem Tod 35 Jahre verheiratet war. „Es war 1971 im Urlaub auf der griechischen Insel Kos – in einer Zeit, als es dort nur ein Hotel und ein Taxi gab“, erzählt die sympathische Frau. Zwei junge Deutsche seien dort gewesen, die trotz der Annäherungsversuche ihrer Freundin zunächst wenig Interesse zeigten. Bis zu diesem Abend im Hafencafé. „Ich fütterte streunende Katzen mit Oliven, worauf sie sich gierig stürzten – und plötzlich schaute ich hoch und sah, dass einer der jungen Deutschen genau das Gleiche tat. Blickkontakt, sechs Tage später der Heiratsantrag, „daraus wurde eine wundervolle Ehe, die 35 Jahre hielt, trotz andauernder Existenzprobleme, Krankheiten und persönlicher Rückschläge“.
Es sei auch die Liebe zu Katzen gewesen, die sie stets geteilt haben. Fiepie, der Namensgeber ihres Katzenbuchs, fand als sechswöchiges Wollknäuel zu dem jungen Paar, „und ab diesem Moment gab es keine Zeit mehr in unserem Leben ohne Katze“. Anders gesagt: Die Samtpfoten sind für die 67-Jährige wie gute Geister, die mit ihr durchs Leben gehen; ein roter Faden auf den wechselnden Bühnen ihres Lebens.
Was Elizabeth und Klaus-Jürgen Kott mit ihren „Mitbewohnern“ so alles erlebten, man kann es nun nachlesen. Von beruflich bedingten Umzügen samt Samtpfote nach Afrika und Deutschland, von massakrierten Mäusen im Schlafzimmer, einer splitternackten Tierschutz-Tour durchs nächtliche Freiburg, von Fiepies tragischem Tod. Oder von Kater Plato, der ihr Halt gegeben habe, als ihr Mann in der Mainzer Wohnung am Herzstillstand starb.
Wer mit Katzen nichts anfangen kann, legt das Buch vermutlich bald beiseite, doch Katzenfans finden sich sicher an vielen Stellen wieder – und das Gefühl, dass wenn man ihr weiches Fell streichelt, die Schrecken der Welt zu ertragen sind.
 
Quelle: Barbara Hoven OP-Online