e-Book

Heilbronn

Aus dem Stadtinnern

Erich Weinstock
Lyrik & Poesie

Ausgang und Eingang dieses Werkes war die sonst selten gestellte Grundfrage, was denn die Stadt ihrem Ursprung nach sei.
Die bona, die zu erfassen sind, sind einzigartig an das Schicksalsband der einstigen Reichsstadt geschmiedet und bekommen von hier aus gewissermaßen ihre universale Bedeutung. Mit historischer Tatsächlichkeit allerdings haben diese bona, hat dieses Band zunächst nichts gemein. Was hier als geschichtliches Vermächtnis auferlegt wird, kommt von innen her. Eben auch aus dem Stadtinnern.

Die Wahrheit, die hier ausgiebig bedacht wird, ließ sich nicht anders am Schopf zu fassen, denn durch das Bestehen auf Form. Dem Verlangen nach Form wurde denn Genüge getan; dementsprechend flossen die Inhalte ein.

Zwingend war auch, daß zur Bergung des unbedingten „Innenlebens“ der Sache das Sonett als solches bzw. eine Kette von Sonetten nicht ausreichte. Es mußte ein Sonettenkranz sein, mit dem die verschiedenen Ansichten zum Wein bzw. zur Stadt zusammengebunden werden sollten.

Nachdem die Gedichte Aus dem Stadtinnern diesen Blättern vorangestellt wurden, folgt eine Reihe kleiner Abhandlungen, die sich weiterhin in die Überlieferungen, die Wirklichkeiten und Unwirklichkeiten des Stadtinnern versenken und auch ein wenig erläuternd in die Gedichte des ersten Teils eingreifen.

Die Erscheinung Robert Mayers, wie sie vom zuständigen Sonett aufgegriffen wird, gehört zum Bedenklichen, mindestens zum Nachdenkenswerten, was von der ehemaligen Reichsstadt auf uns herabgekommen ist. Es geht darum, daß wir den Begriff der Kraft und ihrer „Erhaltung“, der für immer untrennbar mit dem Namen des Heilbronner Bürgersmannes verbunden ist, noch einmal an Leib und Seele in Erfahrung bringen, also anders, als es uns von der mathematisch-physikalischen Weltsicht her bekannt ist.