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Die Landwehr und der Krieg von 1809

Österreichs Milizexperiment zwischen Altem Reich und moderner Nationsbildung

Ernst Zehetbauer
Politik & Geschichte

Zwischen dem Zeitalter des Aufgeklärten Absolutismus und den Jahrzehnten von Biedermeier und Vormärz liegt das dynamische Übergangszeitalter der Kriege gegen die Französische Revolution und Napoleon I. Die Jahre von 1792 bis 1815 sind durch eine Abfolge von Kriegen gekennzeichnet, die das alte Europa in militärischer, politischer und gesellschaftlicher Hinsicht für immer veränderten. Eine besondere Stellung in dieser kriegerischen Zeit nimmt aus österreichischer Sicht seit jeher der Krieg von 1809 ein, über den ein unbekannter Verfasser einst die Verse dichtete: „Prägt tief in eure Herzen, Brüder, / Die Jahrzahl Eins, Acht, Null und Neun, / Schreibt sie auf alle Blätter nieder / Und ätzet sie in Erz und Stein, / Damit die Nachwelt es erfahre, / Dass Kaiser Franz in diesem Jahre / All seine Söhn’ in Waffen fand, / Zu schützen Ihn und ’s Vaterland.“ Die militärische Organisationsform dieser Söhne war die Landwehr von 1809, von ihren Schicksalen handelt das vorliegende Buch.