Paperback

Steine im Rucksack

Eine autobiographische Erzählung über die psychoanalytische Aufarbeitung einer nur scheinbar normalen Kindheit und ihrer über lange Zeit unsichtbaren Folgen

Ferdinand Saalbach
Romanhafte Biografien

"Steine im Rucksack" ist die autobiografische Aufarbeitung einer psychoanalytischen Therapie und der Erkenntnisse, die im Rahmen dieser ans Tageslicht kamen.


Ferdinand Saalbach erzählt davon, wie er jahrelang augenscheinlich erfolgreich durchs Leben tigerte und mit Karriere, Frauen und einer Weltreise seine Umwelt beeindruckte, aber immer irgendwie unsympathisch wirkte. Bis er zusammenbrach und sich im Rahmen einer Psychoanalyse seinen Lebensthemen stellte. Erst im Laufe der Therapie erkannte er, dass er trotz elterlichen Wohlstands verwahrlost aufgewachsen war und von seiner eigenen Mutter sexuell missbraucht wurde.


„Steine im Rucksack“ ist die wahre und autobiografische Erzählung des Lebens von Ferdinand Saalbach. Er macht dabei durch Detailfülle, schmerzhafte Nähe und beklemmende Intimität das ganze Leid, die Grausamkeit der Täter und seinen eigenen Schmerz spürbar.


Es ist ein Buch für Menschen, die von Erfolg, Geld und Statussymbolen getrieben sind. Es soll sie ermutigen, auf die eigene Geschichte zu schauen. Es ist aber auch ein Buch für Eltern, die hierdurch erkennen können, wie mächtig ihr Einfluss auf ihre Kinder ist.
 

Veranstaltungen

Lesung "Steine im Rucksack"

Beginn: 14.11.2019, 19:00 Uhr
Ort: Buchhandlung Diekmann, Aschaffenburg  
Depressionen sind unsichtbar und verstecken sich davor, erkannt zu werden. Vor Außenstehenden, aber auch vor sich selbst.
Ein besonders krasses Beispiel dafür ist Ferdinand Saalbach. Bis er Mitte 30 war, sah bei ihm äußerlich alles super aus: er erklomm die Karriereleiter, machte eine Weltreise, hatte schnelle Autos und ein
gutes Gehalt und bemerkte gar nicht, dass trotzdem irgendetwas Grundlegendes nicht stimmte. Als er zum dritten Mal in Folge aus einer Anstellung gekündigt wurde, brach er schließlich zusammen und ging in Therapie. Erst dort wurde ihm bewusst, dass sein Leben auf der Überholspur darin begründet lag, dass er die ganze Zeit vor etwas weg rannte: nämlich vor den Schrecken seiner Kindheit, die er immer für normal gehalten hatte, die er aber langsam mit den Worten Verwahrlosung, Misshandlung und sexuellem Missbrauch in Verbindung bringen musste. Heute ist Ferdinand Saalbach ein Mann mit Mut. Denn er geht offensiv mit dem um, was ihm angetan
wurde. Schonungslos, intim, packend und beklemmend ehrlich erzählt er in seinem Buch „Steine im Rucksack“ davon, was ihm widerfahren ist und wie er sich dabei gefühlt hat. Er erzählt davon, wie er lange Jahre nichts von seinem Leiden bemerkte außer einem seltsamen Schleier über seinem Leben.
Er erzählt, wie er sich seinen vermeintlichen Fehlern widmete, an sich zweifelte und immer wieder hart an sich arbeitete und sich selbst die Schuld für seine Unzulänglichkeiten gab. Und er erzählt vom letztlichen Zusammenbruch, von der Konfrontation mit seinen Eltern, davon, wie er bis zuletzt gegen sie ankämpfen musste, bis er sich endlich von ihnen befreien konnte und wie er heute lernt, sein
Leben selbst zu gestalten und dabei eine nie geahnte Freiheit und Lebenslust verspürt.
Der Abend ist als Vortrag mit anschließender Diskussion und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und für Fragen gedacht.
 

Männergeschichten: Steine im Rucksack

Beginn: 07.10.2019, 19:00 Uhr
Ort: Schwepnitzer Straße 10, 01097 Dresden  
Wie gut Verdrängung funktionieren kann und wie wenig der Verdrängende selbst dabei davon mitbekommt, ist oft überwältigend. So überwältigend wie im Fall von Ferdinand Saalbach: der Mitt-Dreißiger und Wahl-Dresdner lebte lange Zeit ein erfolgreiches funktionales Leben als Medienmanager. Er war, zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung einer großen Agentur in Dresden, immer irgendwie ganz vorne dabei.

Glücklich war er dennoch nie. Dass ihn andere als leicht hyperaktiv, getrieben und arrogant wahrgenommen hatten, machte ihm das Leben mit sich selbst und seiner Umwelt immer schwerer. Nach seiner dritten Kündigung 2016 brachen sein Selbstbild und sein bisheriges Leben schließlich zusammen.

Mithilfe einer analytischen Therapie wurden die bisher vermeintlich kleinen Makel plötzlich zu Symptomen einer grausamen Kindheit. Nun wurde ihm bewusst, dass die Geschehnisse in Kindheit und Jugend nichts mit einem normalen Aufwachsen zu tun hatten. Vielmehr muss das, was er erlebt hat, am Ende mit den Worten Missbrauch, Inzest, Verwahrlosung und seelischer Grausamkeit beschrieben werden. Ihm wurde klar, dass darin die Ursachen für seine latent spürbare Unzufriedenheit und Lebensunlust lagen und letzlich auch Ursachen für eine ganze Reihe von körperlichen Symptomen.

Mithilfe der Therapie hat sich Ferdinand Saalbach zu einem eigenständigen und selbstbestimmten Menschen entwickelt. Er hat sich von seiner giftigen Familie losgesagt und lernt Stück für Stück, sein Leben anzunehmen. Dazu gehört auch, dass er jetzt sein Talent, ohne jegliches Lampenfieber auf Bühnen stehen zu können, nutzen möchte und eine Karriere als Moderator und Musiker gestartet hat. Außerdem will er seine Geschichte erzählen - auf Bühnen und in Buchform -, um damit anderen Inspiration zu liefern: Jede*r soll bei Bedarf eigene Erlebnisse und auch die eigene Kindheit reflektieren und sich gegebenfalls Hilfe holen können. Saalbachs autobiographische Erzählung erscheinen anläßlich dieses Abends als Buch.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Männergeschichten" der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen lässt er uns mit einem kurzen Impulsvortrag über seine Erlebnisse und mit einigen Liedern aus seinem Repertoire daran teilhaben - und lädt im Anschluss zur Diskussion.
 

 

Presseberichte

Interview mit einem Suizid gefährdeten im 14. Stock

16.10.2019
 
„Wir müssen mehr über die Ursachen und Entstehungsbedingungen sprechen und weniger über die Symptome. “
Das Interview aus der Sächsischen Zeitung hier nochmal in voller Länge und kostenlos.
 
Quelle: Chemnitzer Freie Presse

So, jetzt knall ich durch!

15.10.2019
 
„Wir müssen mehr über die Ursachen und Entstehungsbedingungen sprechen und weniger über die Symptome. “
Ein Interview mit dem Buchautoren Ferdinand Saalbach über die Ursachen und Entstehungsbedingungen von Depression und Suizidalität, die er in seinem autobiografischen Werk "Steine im Rucksack" anhand seiner eigenen Geschichte aufarbeitet.
 
Quelle: Sächsische Zeitung