"Franz Supersberger" - Autor bei Tredition.de
 

     

Franz Supersberger

Franz Supersberger, 1951 in Ferndorf geboren, beginnt als Jugendlicher mit dem Schreiben. Seine erste Veröffentlichung ist eine Kurzgeschichte in der Kärntner Volkszeitung „Die Brille“. Im Soge der kritischen Nachkriegsliteratur folgen artifizielle Texte, die in ihrer Sprachmelodie an Thomas Bernhard erinnern. Mit einem Stück Prosa in den Grazer Manuskripten, der wohl anspruchsvollsten österreichischen Literaturzeitung, wurde er einem größeren literarischen Publikum vorgestellt. Bald macht er sich auf die Suche nach einer seinem Wesen entsprechenden Ausdrucksform. Das führt ihn zu vielerlei Sprachexperimenten. Als reflektierenden Beobachter interessiert ihn besonders der Dialekt mit seiner Direktheit und Griffigkeit. Während dieser schriftstellerischen Phase publiziert er regelmäßig in der Österreichischen Dialektzeitschrift „Morgenschtean“, welche von Bernhard C. Bünker gegründet wurde. Die Essenz aus der Beschäftigung mit dem Dialekt sind Hörfunksendungen und die Veröffentlichung von zwei Mundartbüchern: „Gsund bleibn“ und „An schean Tog noch“.

Letztlich aber lässt der Dialekt doch nicht so viel Differenzierung und Farbigkeit wie die Schriftsprache zu. So treibt es Supersberger bei seiner Arbeit, als ein Beobachter mit scharfem Blick und der Fähigkeit das Wesentliche zu kurzen Texten zu verdichten, doch wieder zum Hochdeutsch, wenn auch zu keinem hochtrabenden. Immer hält er den Ball flach, kein Pathos, keine Behübschung, aber auch keine Anschwärzungen. Seine Studien stehen für einen größeren, jeden einzelnen betreffenden Umbruch. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, mehrmals die Woche eine kleine Studie zu verfassen und teilt dies per Weblog „schlagloch“ einer stetig wachsenden Internetgemeinde mit. Einzelne Leser treten auf der Internetplattform mit ihm auch in eine Diskussion über das Geschriebene ein. Vom Deutschen Literaturarchiv Marbach werden ausgewählte Online-Publikationen, so auch das Blog „schlagloch“ auf der Plattform Literatur-im-Netz langzeitarchiviert. Einige „Schlaglöcher“ hat er materialisiert und zu Büchern gemacht: Zeitenwandel (2009); Die Beobachtungen (2011); Bruchstellen (2015).
 

Neuigkeiten

Im Weblog erschaffe ich mein Leben neu

15.09.2017
 
Sonntag: Sie sind ja gleich in die Neuen Medien eingestiegen. Nach mehreren Büchern begannen Sie mit Ihrem Blog "www.schlagloch.at". Das Weblog ist seit dem Jahr 2003 im Netz und wird von Ihnen laufend aktualisiert. Sie schreiben auf Ihrer Kontakt-Seite: „Im Weblog erschaffe ich mein Leben und meine Welt neu ...“
Supersberger: In meinen etwa zweihundert Notizbüchern schreibe ich meine Beobachtungen auf. Vor ein paar Tagen etwa bin ich bei einer Spielecke gesessen, da befand sich ein Vater mit seinem Handy, daneben seine Tochter mit Zeichenblock und Buntstiften. Das habe ich mir notiert. Daraus kann etwas entstehen. Ich bin ein guter Beobachter. Wenn ich etwas Interessantes sehe, dann mische ich mich in das Gespräch ein, fasse es in meine Texte.

Sonntag: Wie sind Sie überhaupt zum Bloggen gekommen?
Supersberger: Es war eine Initialzündung, die ich gerne mit dem Augenblick vergleiche, als ich zu meiner Lehrstelle in der Buchhandlung kam. Ich habe mir die Grundbegriffe am PC erst mit fünfzig selbst beigebracht. Es nützt nichts, wenn man sich gegen alles verschließt oder irgendwie auf die Pension wartet, meint, dann werde ich viel Zeit zum Schreiben haben. Ich habe mir gedacht: Was kann ich sofort machen? Ich verfasse kurze Beiträge, schreibe Beobachtungen, verlautbare meine Gedanken seien sie philosophisch, religiös oder Naturbeobachtungen, welche ich dann ins Netz hineinstelle.
 

 

Presseberichte

Im Weblog erschaffe ich mein Leben neu

 
„Der Kärntner Autor und Buchhändler Franz Supersberger über Buchhandel, Phänomene der Gegenwart und seinenn Weblog“
Sie beschreiben sich selbst als „Buchhändler in Muse“ in Villach. Was ist Ihrer Ansicht nach das Besondere am Buchhandel?
Supersberger: Das Faszinierende am Buchhandel ist der Umgang mit Büchern, mit Fantasie und Sprache. Mich hat der Buchhandel gefesselt: die Bücher, ihre Inhalte. Man darf sagen: Menschen, die Bücher lesen, sind aufgeschlossenere oder offenere Menschen. Der Zugang über Bücher erweitert den eigenen Horizont. Das ist etwas, was der Buchhändler auch durch die entsprechende Beratung vermitteln sollte.

Wie war es, als Sie mit Ihrer Lehre zum Buchhändler begannen und später als selbstständiger Kaufmann in Arnoldstein arbeiteten?
Supersberger: Ich wollte Buchhändler werden, weil ich als Schüler sehr gerne gelesen habe. Vor einer Spittaler Buchhandlung stand vor der Auslagenscheibe ein Plakat mit der Aufschrift „Lehrmädchen wird aufgenommen.“ Dann haben wir gefragt, ob es auch ein Lehrbursche sein darf, und der Chef hat geantwortet, „selbstverständlich“ dürfe ich hier Papier- und Buchhandel erlernen. So habe ich meine Lehrstelle im Buchhandel erhalten. Als in Arnoldstein ein Papiergeschäft verpachtet wurde, ergab sich für mich eine neue Gelegenheit. Ich war vierzig Jahre selbstständig.
 
Quelle: Sonntag - Kirchenzeitung Kärnten

Sein Blog gehört zu den ältesten in Österreich

24.10.2018
 
„Auf „schlagloch.at“ bloggt der Villacher Franz Supersberger seit 2003 literarische Texte. Damit gehört sein Blog zu den ältesten in ganz Österreich.“
Er hat allerdings einen anderen Zugang. „Ich arbeite Beobachtungen, die ich unterwegs mache, literarisch auf. Wenn ich durch eine Stadt flaniere, im Zug sitze oder mit dem Fahrrad fahre, hole ich immer wieder mein Notizbuch heraus und schreibe mit. Nachmittags sitze ich hinterm PC und verarbeite das gesammelte Material“, so der Netzliterat, der bereits Notizbuch Nummer 233 parat hält.
 
Quelle: Kleine Zeitung, Klagenfurt

Beobachtungen

06.09.2018
 
„Auftakt des BUCH13 Literatur:im:puls“
Franz Supersberger stellte sein neuestes Buch vor. "Wahrnehmungen beim Überqueren der Straße" und sorgte nach der Lesung für eine rege Diskussion.
 
Quelle: Buch 13

Bibliographie

"Wahrnehmungen beim Überqueren der Straße" von Franz Supersberger

Wahrnehmungen beim Überqueren der Straße

Aufzeichnungen

Weitere Veröffentlichungen

BRUCHSTELLEN, Sätze vom Tag,

ISBN 978-3-734741555
Books on Demand
zum Buch

Die Beobachtungen

ISBN 978-3-8423-2913-3
Books on Demand
zum Buch

Literarische und historische Streifzüge durchs Gailtal

ISBN 9783-902585-424
Kitab Verlag
zum Buch

An schean Tog, MundArt

ISBN 978-38334-32514
Books on Demand
zum Buch