Hardcover

Wahrnehmungen beim Überqueren der Straße

Aufzeichnungen

Franz Supersberger
Romane & Erzählungen, Biografien & Erinnerungen, Philosophie, Religion & Spiritualität

Die Texte von Franz Supersberger haben einen gewissen anarchistischen Zug und sind dabei dennoch nostalgieverhaftet. Es finden sich Aufzeichnungen über menschliche Verhaltensweisen genauso wie Kommentare zu den Zeiterscheinungen, mal mit den Neuerern sympathisierend, mal mit den Bewahrern. Franz Supersberger blickt als geschichtlich geprägter Mensch mit seinen persönlichen Erfahrungen auf die inzwischen veränderte Welt und – notiert. Mit seiner Fähigkeit, das Wesentliche zu kurzen Texten zu verdichten, bringt er seine Beobachtungen einfühlsam und wehmütig, aber immer zum Nachdenken anregend ins Wort.
Viele der kurzen Texte setzen mit einer zunächst harmlosen Schilderung ein, der Leser stimmt zu und tappt in die Falle. Denn dann beginnt ein kurzer, pointenreicher Höhenflug, bei dem manchem ob der unerwarteten Wendungen schwindlig werden könnte und nichts beim Alten bleibt. In jedem Fall entspringen sie der zu fantasieren sich die Freiheit nehmenden Gedankenwelt Supersbergers.

Supersberger hat das Ohr an der Stelle, wo die Tatsachen in Laute und Wörter übergehen und der Leser spürt, der Autor traut eher den ersten, den noch nicht geschönten Lauten als den späteren, wie etwa den Schlagwörtern der politischen Weichensteller. Franz Supersberger ist ein Beobachter mit scharfem Blick und der Fähigkeit, das Wesentliche zu kurzen Texten zu verdichten. Seine Studien stehen für einen größeren, jeden einzelnen betreffenden Umbruch.

Rezensionen

Supersberger
★★★★★


 

Neuigkeiten

Im Weblog erschaffe ich mein Leben neu

15.09.2017
 
Sonntag: Sie sind ja gleich in die Neuen Medien eingestiegen. Nach mehreren Büchern begannen Sie mit Ihrem Blog "www.schlagloch.at". Das Weblog ist seit dem Jahr 2003 im Netz und wird von Ihnen laufend aktualisiert. Sie schreiben auf Ihrer Kontakt-Seite: „Im Weblog erschaffe ich mein Leben und meine Welt neu ...“
Supersberger: In meinen etwa zweihundert Notizbüchern schreibe ich meine Beobachtungen auf. Vor ein paar Tagen etwa bin ich bei einer Spielecke gesessen, da befand sich ein Vater mit seinem Handy, daneben seine Tochter mit Zeichenblock und Buntstiften. Das habe ich mir notiert. Daraus kann etwas entstehen. Ich bin ein guter Beobachter. Wenn ich etwas Interessantes sehe, dann mische ich mich in das Gespräch ein, fasse es in meine Texte.

Sonntag: Wie sind Sie überhaupt zum Bloggen gekommen?
Supersberger: Es war eine Initialzündung, die ich gerne mit dem Augenblick vergleiche, als ich zu meiner Lehrstelle in der Buchhandlung kam. Ich habe mir die Grundbegriffe am PC erst mit fünfzig selbst beigebracht. Es nützt nichts, wenn man sich gegen alles verschließt oder irgendwie auf die Pension wartet, meint, dann werde ich viel Zeit zum Schreiben haben. Ich habe mir gedacht: Was kann ich sofort machen? Ich verfasse kurze Beiträge, schreibe Beobachtungen, verlautbare meine Gedanken seien sie philosophisch, religiös oder Naturbeobachtungen, welche ich dann ins Netz hineinstelle.
 

 

Presseberichte

Im Weblog erschaffe ich mein Leben neu

 
„Der Kärntner Autor und Buchhändler Franz Supersberger über Buchhandel, Phänomene der Gegenwart und seinenn Weblog“
Sie beschreiben sich selbst als „Buchhändler in Muse“ in Villach. Was ist Ihrer Ansicht nach das Besondere am Buchhandel?
Supersberger: Das Faszinierende am Buchhandel ist der Umgang mit Büchern, mit Fantasie und Sprache. Mich hat der Buchhandel gefesselt: die Bücher, ihre Inhalte. Man darf sagen: Menschen, die Bücher lesen, sind aufgeschlossenere oder offenere Menschen. Der Zugang über Bücher erweitert den eigenen Horizont. Das ist etwas, was der Buchhändler auch durch die entsprechende Beratung vermitteln sollte.

Wie war es, als Sie mit Ihrer Lehre zum Buchhändler begannen und später als selbstständiger Kaufmann in Arnoldstein arbeiteten?
Supersberger: Ich wollte Buchhändler werden, weil ich als Schüler sehr gerne gelesen habe. Vor einer Spittaler Buchhandlung stand vor der Auslagenscheibe ein Plakat mit der Aufschrift „Lehrmädchen wird aufgenommen.“ Dann haben wir gefragt, ob es auch ein Lehrbursche sein darf, und der Chef hat geantwortet, „selbstverständlich“ dürfe ich hier Papier- und Buchhandel erlernen. So habe ich meine Lehrstelle im Buchhandel erhalten. Als in Arnoldstein ein Papiergeschäft verpachtet wurde, ergab sich für mich eine neue Gelegenheit. Ich war vierzig Jahre selbstständig.
 
Quelle: Sonntag - Kirchenzeitung Kärnten

Sein Blog gehört zu den ältesten in Österreich

24.10.2018
 
„Auf „schlagloch.at“ bloggt der Villacher Franz Supersberger seit 2003 literarische Texte. Damit gehört sein Blog zu den ältesten in ganz Österreich.“
Er hat allerdings einen anderen Zugang. „Ich arbeite Beobachtungen, die ich unterwegs mache, literarisch auf. Wenn ich durch eine Stadt flaniere, im Zug sitze oder mit dem Fahrrad fahre, hole ich immer wieder mein Notizbuch heraus und schreibe mit. Nachmittags sitze ich hinterm PC und verarbeite das gesammelte Material“, so der Netzliterat, der bereits Notizbuch Nummer 233 parat hält.
 
Quelle: Kleine Zeitung, Klagenfurt

Beobachtungen

06.09.2018
 
„Auftakt des BUCH13 Literatur:im:puls“
Franz Supersberger stellte sein neuestes Buch vor. "Wahrnehmungen beim Überqueren der Straße" und sorgte nach der Lesung für eine rege Diskussion.
 
Quelle: Buch 13