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Fritz Reuter

Fritz Reuter wurde 1810 im mecklenburgischen Stavenhagen geboren. Nach dem Abitur studierte er 1831 zunächst in Rostock Jura, ab 1832 in Jena. 1833 nahm Reuter am Hambacher Fest teil (Stichworte: nationale Einheit, Versammlungs-, Meinungs-, Pressefreiheit, Bürgerrechte, religiöse Toleranz, Schwarz-Rot-Gold). Bei der Heimreise wurde er in Berlin verhaftet und als Mitglied einer Jenaer Burschenschaft zum Tode verurteilt, später zu 30 Jahren Festungshaft begnadigt. Untersuchungshaft und Haft brachte er auf den preußischen Festungen Silberberg (Srebrna Góra), Glogau (Glogów), Magdeburg und Graudenz (Grudziądz) zu, schließlich noch über anderthalb Jahre auf der mecklenburgischen Festung Dömitz. Nach insgesamt fast sieben Jahren Festungshaft wurde Reuter mit schwerem körperlichen Leiden entlassen. — Nach der Haft versuchte er sich als Landwirt und als Privatlehrer, heiratete, schrieb mit großem Erfolg seine ›Läuschen und Rimels‹ und wurde Schriftsteller in Mecklenburger Platt. 1874 starb Fritz Reuter in Eisenach.