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Mütter sind auch Schwiegermütter

Mein Leben war in Butter, dann kam die Schwiegermutter

Gerhard Vohs
Romane & Erzählungen, Gesundheit, Familie, Lebenshilfe, Geschenkbücher

Es gibt verschiedene Arten von Schwiegermüttern. Die einen versuchen immer wieder ihre Schwiegerkinder durch kleine Sticheleien und Herabwürdigungen zunehmend zu verunsichern, bis viele von ihnen tablettensüchtig werden oder gar dem Alkohol verfallen. Dann gibt es die Intrigantin, die ihre heimtückischen, bösartigen, perfiden Äußerungen immer außerhalb der Reichweite des Betroffenen bekundet. Dabei ist es schwer, sich zur Wehr zu setzen, wenn man es geschafft hat, die Intrigen zu durchschauen. Meistens wählt sie für ihre Attacken Sachverhalte, in denen zwar schon ein kleines Fünkchen Wahrheit steckt, aber es so sinnlos verdreht wird, dass aus der Frage: »Wie geht es dir?« eine Aufforderung wird: »Halt die Fresse, du §$%&!«

Zu ihrem Aufgabengebiet gehört an erster Stelle die Aufsicht und Demütigung des mit ihrer Tochter zusammenlebenden Schwiegerkindes. Sie muss dafür sorgen, dass ihr leibliches Kind in der Ehe oder Partnerschaft den Ton angibt und dass das Schwiegerkind nicht zu mächtig und eigenständig wird.

Leider schreckt sie dabei nicht vor Aussagen zurück, die vor Gericht unter den Begriffen Rufmord, Verleumdung oder üble Nachrede geführt werden. So werden sensible Informationen, die ihr gegen guten Glauben anvertraut wurden, bei passender Gelegenheit skrupellos gegen einen verwendet. Oft gelingt es ihr so, die Partner geschickt gegeneinander auszuspielen.

Dabei ist völlig unwichtig, ob »Schwiegersohn der erste« mit einem Fußtritt aus dem Fenster befördert wurde und nun »Schwiegersohn der zweite« auf dem angesägten Stuhl Platz nimmt, so lange das Streben der Schwiegermutter nach Macht an der Tagesordnung steht.

Es gibt aber auch Schwiegermütter, die sich total aus den Lebensgewohnheiten ihrer leiblichen Kinder und dessen Partner heraushalten und niemals, auch wirklich niemals in deren Gegenwart schlecht reden, solange man weit genug von ihnen entfernt wohnt und der Kontakt nicht so offensichtlich ist. Oftmals reichen schon einige Kilometer aus, um einen gewissen Abstand zu halten. Doch auch solche Schwiegermütter tragen in den meisten Fällen einen gewaltigen Dachschaden davon und versuchen mit fanatischem Drang den leiblichen Kindern sakrale Erlebnisse per Telefon zu verkünden.

Es sind Mütter mit einer Telefon-Neurose, die ihre Sucht damit befriedigen, ihre Tochter ständig anzurufen und über unwichtige Dinge zu reden, wie über Leute wie man gerade getroffen hat oder die man in Kürze treffen wird.