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Vergesellschaftung von Hunden

Indira Singh
Naturwissenschaften & Technik

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hatte ich das Glück, eine völlig neue Weise des Lebens mit Hunden kennenzulernen. Zuvor hielt ich Hunde, wie es jeder Hundehalter macht, der einen treuen Begleiter für sein Leben haben möchte. Doch dann lernte ich die Rudelstellungen kennen, betrat eine neue Welt mit eigenen Regeln und erlebte anhand meiner Hunde, die ich nach diesen Regeln zusammengebracht hatte, was wirkliche Gemeinschaft bedeutet, unter Hunden, aber auch übertragen auf uns Menschen.

Hunde sind mehr als nur faszinierende und kluge Tiere, sie sind Rudeltiere, die nach angeborenen Strukturen diese Rudelgemeinschaft leben und dabei hochsozial und immer mit dem Gemeinschaftsgedanken an erster Stelle handeln und sich verhalten. Ermöglicht man seinem Hund durch die Aufnahme eines von der Stellung her passenden Hundepartners, diese natürliche Anlage und sein essentielles Bedürfnis nach einer sozialen Gemeinschaft ausleben zu können, erlebt man einen Zauber, der nur schwer in Worte zu fassen ist. Man erlebt eine andere Stufe des Zusammenlebens mit Hunden, lernt von ihnen die Regeln ihrer Gemeinschaft kennen und wird zu einem Teil dieser Gemeinschaft - wenn man bereit ist, sich auf diese Regeln einzulassen und den Hund als eigenständiges Wesen mit eigenen Bedürfnissen und in seiner Partnerschaft mit seinem passenden Hundepartner anzuerkennen.

Für die Hunde, aber auch für die Tiere allgemein wünsche ich mir, daß sich in Zukunft immer mehr Menschen trauen, zuzugestehen und zu respektieren, daß Tiere auf Ebenen kommunizieren und sich in natürlichen Strukturen organisieren, von denen wir nur wenig wissen und ahnen, daß es das gibt.

Danke, meine lieben Hunde, daß ich von und mit euch lernen durfte und darf. Ihr habt mir eine für mich neue Welt, eure eigene und natürliche Welt, gezeigt, dafür bin ich euch unendlich dankbar.