Paperback

Gorillawood

Das große Buch der Hollywood-Gorillas

Ingo Strecker
Film, Kunst & Kultur

Sie hießen Erik, Satan oder Goliath. Taglat oder Ethel. Sie wurden von Kosaken geschlagen, von Robert Mitchum gebändigt, von Karl Malden hypnotisiert. Sie kämpften mit Flash Gordon und Tarzan, wurden mit anderen Gorillas verwechselt, fuhren im Streitwagen und ließen sich mit Bananen besänftigen. Ihre Gemeinsamkeit? Sie waren allesamt Gorillas. Furchteinflößende, wilde, lustige oder auch tragische Gorillas, die im klassischen Hollywoodkino von tapferen Männern verkörpert wurden. Männern, die sich nicht scheuten, unter oft brütend heißen Studioscheinwerfen in ihren schweren und unbequemen Kostümen schwitzend für Unterhaltung zu sorgen, ohne dafür großen Ruhm zu ernten. Männern, die meist anonym blieben.
Charles Gemora, Ray Corrigan, Emil Van Horn, Art Miles, Steve Calvert und George D. Barrows waren die besten dieser Männer. Ihnen ist dieses Buch gewidmet...
 

Presseberichte

Gorillawood

09.08.2017
 
„Die Konzentration auf sechs Protagonisten war eine kluge Entscheidung des Autors, dem ein beeindruckendes Buch gelungen ist.“
In unseren Kinos ist zurzeit PLANET DER AFFEN: SUR-VIVAL von Matt Reeves zu sehen, fünfzig Jahre nach dem ersten PLANET OF THE APES von Franklin J. Schaffner. Über die PLANET OF THE APES-Filme gibt es einschlägige Literatur, wie auch über die KING KONG-Filme von 1933, 1967 und 2005. Ingo Strecker hat sich für sein Buch „Gorilla-wood“ auf eine andere, mühe-vollere Spurensuche gemacht, bei ihm geht es um Männer, die zwischen 1927 und 1967 als Filmgorillas tätig waren, in Horrorfilmen, Dschungelabenteuern, Dramen oder Komödien in ihren Affenkostümen auf dem Set agierten und selten im Vorspann erwähnt wurden. Sechs von ihnen werden in diesem bilderreichen Buch gewürdigt: Charles Gemora (1903-1961) hat in über fünfzig Filmen Gorillas verkörpert, darunter auch in dem Marlene Dietrich-Film BLONDE VENUS von Josef von Sternberg. Ray Corrigan (1902-1976) war nicht nur als Gorilla-Darsteller tätig, sondern auch Hauptdarsteller ohne Fell zum Beispiel in der „Crash Corrigan“-Serie von Republic. Unter seinen rund dreißig Gorilla-Filmen findet man TARZAN, THE APE MAN mit Johnny Weissmüller und THE APE mit Boris Karloff. Emil Van Horn (1907-1967) ist in 13 Gorilla-Rollen zu sehen, die als Mischung zwischen Schimpansen und Orang-Utan gestaltet waren. Steve Calvert (1916-1991) hatte seine große Gorilla-Zeit in den 50er Jahren, u.a. in BRIDE OF THE GORILLA von Curt Siodmak mit Barbara Payton und Lon Chaney und in ROAD TO BALI von Hal Walker mit Bing Crosby und Bob Hope. Art Miles (1901-1955) war ein schwergewichtiger Gorilla in sechs Filmen zwischen 1939 und 1946. George D. Barrows (1914-1994) war als Gorilla präsent im Kino der 50er und 60er Jahre, aber vor allem in zahllosen Fernsehserien, die kaum zu dokumentieren sind. Natürlich gab es noch viele andere Darsteller von Gorillas, die im Anhang genannt werden. Aber die Konzentration auf sechs Protagonisten war eine kluge Entscheidung des Autors, dem ein beeindruckendes Buch gelungen ist. Mit Abbildungen in guter Qualität.
 
Quelle: www.hhprinzler.de (Hans Helmut Prinzler)

BUCH-KRITIK – GORILLAWOOD: DAS GROSSE BUCH DER HOLLYWOOD-GORILLAS

24.07.2017
 
„Ein Buch über dieses Thema findet man nicht mal im Ausland!“
Wenn es um Sekundärliteratur geht, schielt so mancher Filmfreund ja neidisch in Richtung Ausland – ob jetzt über den japanischen Pinku Eiga Film, Biographien über Genrefilmer wie Fulci, dem Exploitationfilm an sich, bietet der internationale Buchmarkt Vieles, während der deutsche Buchmarkt, sieht man von ein paar Standardwerken und Coffeetable Büchern aus dem Taschen Verlag mal ab, sich doch sehr bieder und nüchtern gibt. Umso überraschter war der Verfasser dieser Zeilen, als er über „Gorillawood: Das große Buch der Hollywood Gorillas“ vom Autor Ingo Strecker, welches im Selbstverlag im Verlagshaus „tredition GmbH“ erschienen ist, solperte. Und ohne der eigentlichen Rezension schon vorzugreifen, ein Buch über dieses Thema findet man nicht mal im Ausland!

Ingo Strecker greift in diesem Buch die Historie der sogannten Hollywood Gorillas auf, und wer jetzt an Filme wie „King Kong“ denkt, der muss sich eines besseren belehren lassen, denn es geht nicht um Stop Motion Figuren, sondern um Männer, die sich in der Ära des frühen Hollywood Kinos in enge, heiße und auch sehr unbequeme Kostüme gezwängt haben und dann den sprichwörtlichen Affen gegeben haben. Mit so markigen Namen wie Erik, Satan oder Goliath kämpften Sie gegen Piraten, gerieten sinistren Doktoren in die Hände oder kämpften gegen Zeitgenossen wie Tarzan oder Flash Gordon, oftmals in sehr skurillen Auftritten, aber dem Publikum unter der Maske weitgehend unbekannt. Und kein Genre wurde verschont, Abenteuerfilme, Komödien, Horror, SF, ja selbst bei Western hatten die Herren in ihren unbequemen Kostümen Auftritte und sorgten für Unterhaltung bei den Zuschauern der 30er bis 50er Jahren, oftmals in sehr obskuren Filmen, die man heute getrost zum Trashkino zählen kann und zu denen vieles verloren gegangen ist, bzw. wenig Filmfreunde diese besonderen Darsteller auf den Schirm hatten – bis heute.

Denn Ingo Strecker hat in mühevollen acht Jahren auf über 500 Seiten nahezu alles zusammengetragen, was es über diese sehr besonderen Darsteller und ihren oft sehr obsukren Filmen zu finden gibt. Und man muss Strecker dafür wirklich großen Respekt zollen, denn zu vielen der vor allem in den 30ern bis 50ern produzierten Filmen findet man kaum mehr als Ausschnitte oder Standbildern.

Auch wenn der Aufbau des Buches sehr an ein Nachschlagewerk erinnert, 6 Affendarsteller werden mit einer ausführlichen Biographie gewürdigt, zu fast allen Filmen findet sich eine Inhaltsangabe wie auch Fotos und andere Informationen, am Schluß des Buches findet man zudem noch eine Auflistung mit verfügbaren DVDs zu den besprochenen Filmen, nicht zu vergessen das viele Bildmaterial mit weit über 500 Abbildungen, davon fast 100 auch in Farbe, man kann das Buch auch ohne weiteres von „Vorne bis Hinten“ lesen, was bei den wenigsten Nachschlagewerken der Fall sein dürfte Dies liegt vor allem auch am Autor, der eine sehr angenehme und informative Schreibweise hat, und bei einigen Dingen auch filmhistorisch sehr ins Detail gehen kann, hier sei als Beispiel im Text von der Besprechung von „Ingagi“ genannt, der bei seiner Erscheinung als Skandalfilm galt und bei dem vermutet wird, dass er quasi ein Vorläufer zu „King Kong“ war und selbst bei Filmfreunden eher unbekannt sein dürfte. Strecker greift hier u.a. den sogenannten Hays Code auf sowie einen zeithistorischen Kontext auf, an dem man merkt, dass der Mann nicht nur mit Affenfilmen bewandert ist.

Das Buch kann man, neben den üblichen Verdächtigen wie Amazon, auch direkt beim Verlag beziehen, neben der uns vorliegenden Softcoverausgabe, die aufgrund des hervorragenden und unterhaltsamen Inhaltes sowie Umfang auf jeden Fall die 34,80 Euro wert ist, gib es „Gorillawood“ als E-Book sowie als Hardcoverausgabe. Über die vorliegende Softcoverausgabe gibt es jedenfalls schon mal nicht viel zu meckern, auf über 500 Seiten im beinahe DIN A 4 Format findet man neben den sehr gut geschriebenen Texten über 500 Abbildungen Rund um das Thema, teils auch in Farbe.
 
Quelle: entertainment-blog (Autor: Khalil Boeller)

„Gorillawood“: Männer, die sich zum Affenmachen

21.07.2017
 
„Mehr als ein Buch für die Rubrik „Raria et Varia“, ist dies seit langem eines der schönsten Filmbücher über das klassische Hollywood.“
In „Gorillawood“ widmet sich Autor Ingo Strecker Hollywood-Schauspielern in Tierkostümen.

Ein Buch nur über Männer, die in Gorillakostümen steckten? Die meist in B-Filmen als Zirkus-, Urwald- oder Monster-Affe auftraten? Wer auf die Idee kommt, acht Jahre lang nach sechs Darstellern zu recherchieren, die zwischen 1928 und 1968 in unzähligen Filmen als Gorilla auftraten, der muss schon viel Liebe zum Objekt aufbringen. Ingo Strecker hatte sie. Sein nun erschienenes Buch „Gorillawood“ beschreibt auf über 500 Seiten Leben und Werk von sechs Schauspielern, die in ihren zotteligen Kostümen mal schöne Frauen raubten, Komikern wie Laurel & Hardy oder den Marx-Brothers die Schau stahlen, oder „Tarzan“ im Urwald bedrohten.

Die „Ape Men“ hießen Charles Gemora, Ray Corrigan, Emil Van Horn, Art Miles, Steve Calvert und George D. Barrows. Ihnen hat Strecker dieses Buch gewidmet, sie zugleich dem Vergessen entrissen. Textlich ein fesselnder Schmöker, optisch ein echter Augenschmaus mit Plakaten, Szenen- und Setfotos, berichtet Strecker höchst liebevoll von einer Zeit, als Gorillas noch nicht am Computer entstanden, aber schon damals die Leinwand eroberten.

Mehr als ein Buch für die Rubrik „Raria et Varia“, ist dies seit langem eines der schönsten Filmbücher über das klassische Hollywood. Zumal es neben bekannten Klassikern vor allem auch jene B-Filme beschreibt, die in der Filmliteratur zu oft untergehen. Ergänzt wird das Ganze zudem durch eine Liste verfügbarer DVDs, die selbst obskure Titel wie „Panther Girl of the Kongo“ oder „Bela Lugosi Meets a Brooklyn Gorilla“ auflistet. Ein spannendes Kapitel aus der Traumfabrik.
 
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (Autor: Tobias Sunderdiek)

Wer sind die Männer hinter den Masken?

19.06.2017
 
„Für Genrekenner, aber auch Liebhaber alter Tarzan-Filme, ist „Gorillawood“ ein unverzichtbares Kompendium.“
Acht Jahre verbrachte Autor Ingo Strecker, der selbst schon einmal den Gorilla mimte, damit, Filme aus den Jahren 1927 bis 1967 zu sichten. Er sah sich unzählige Horror- und Abenteuerfilme, Dramen und Komödien an, nur um den Männern auf die Spur zu kommen, die sich hinter den Masken der Menschenaffen befanden. Er sammelte und recherchierte, setzte sich mit Nachkommen der Gorilladarsteller in Kontakt und stellte ein umfassendes Nachschlagewerk zusammen, das er im März 2017 bei tredition veröffentlichte.


Im Anschluss an das von Spezialeffekt-Künstler und Maskenbildner Chris Walas verfasste Vorwort und eine kurze Einleitung berichtet Strecker im ersten Kapitel von ersten Gorillasichtungen in Hollywoodproduktionen und der Entwicklung, die sich seither nachzeichnen lässt. Waren die Affenkostüme in Serien wie „Perils and Pauline“ noch eher einfach bis dilettantisch, machten sich Firmen und einzelne Kostümbilder, Techniker, Make-up-Künstler sowie Darsteller später daran, die Verkleidungen zu perfektionieren. Heute sind diese Kostüme und Masken obsolet. Damals jedoch war der Erfolg der Gorillas auf der Leinwand nicht nur einem hervorragend gearbeiteten Kostüm, sondern vor allem auch der schauspielerischen Leistung der Männer hinter den Masken geschuldet. Sechs dieser Darsteller widmet sich Strecker in den folgenden Kapiteln und liefert nicht nur vollständige Filmografien, sondern auch interessante Details aus dem Leben der heimlichen Helden.

Mit Gorillawood rückt Ingo Strecker die scheinbar unsichtbaren Protagonisten in den Vordergrund und vermittelt anhand von Texten und zahlreichen Filmstills, Plakaten und privaten Aufnahmen die Geschichte dieser Männer, die freiwillig auf Ruhm und Ehre verzichteten. Neben Charles Gemora, der seine Kostüme für Filme wie „The Leopard Lady“, aber auch Gorillahüllen für andere Darsteller und Produktionen wie „King of the Kongo“ anfertigte, widmet Strecker auch Ray Corrigan, Emil van Horn, Steve Colvert, Art Miles und George D. Barrows je zwei Kapitel. Der Autor vervollständigt das interessante Nachschlagewerk durch ein Kapitel über weitere Darsteller und Filme sowie eine umfangreiche Liste mit Veröffentlichungen von Gorilla-Filmen auf DVD und BlueRay und detailliert aufgeführte Quellenangaben.

Für Genrekenner, aber auch Liebhaber alter Tarzan-Filme, ist „Gorillawood“ ein unverzichtbares Kompendium. Die Beschäftigung mit dem Buch macht großen Spaß und inspiriert dazu, sich den einen oder anderen Film noch einmal anzusehen und das Augenmerk verstärkt auf die Männer hinter den Masken zu richten.
(Renata Britvec)
 
Quelle: Indie Publishing (website)

Filmbuch-Rezension: Ingo Strecker „Gorillawood – Das große Buch der Hollywood-Gorillas“

17.06.2017
 
„Die beeindruckende Recherchearbeit, die hinter diesem Buch steckt, ist wahrlich enorm.“
Manchmal merkt man gleich, wenn es die große Liebe ist. Mir erging es so, als ich Ingo Streckers wundervolles Buch „Gorillawood“ aus dem Briefumschlag zog. Ein dicker, großformatiger Schinken, der den Einen vielleicht an ein Telefonbuch, mich jedoch augenblicklich an Michael Weldons „The Psychotronic Video Guide“- erinnert hat. Noch so ein Buch, welches mein Herz im Sturm eroberte – bevor ich Internetzugang hatte und damit (fast) alle Informationen aus der Welt des merkwürdigen Films auf einen Knopfdruck.

„Gorillawood“ handelt von den Männern, die sich vor allem ab den 30er Jahren in Hollywood wortwörtlich zum Affen machten. Die Gorillamänner, die unter schweren Kostümen schwitzten und ackerten, damit Tarzan gegen einen „waschechten“ Gorilla kämpfen konnte oder diverse Komiker voller Panik davonrennen. Oder wie ein Kollege von mir kopfschüttelnd meinte: „Das ist ja nun wirklich ein Buch für die Nische in der Nische“. Das stimmt wohl auch – und es ist großartig. Mir war zuvor nie bewusst gewesen, dass es Männer gab, die zusammen mit ihrem Kostüm von Filmproduktionen quasi ausgeliehen wurden. Und dass diese Männer mit ihren markanten, leicht zu unterscheidenden und damit gut wiederzuerkennende Kostümen dann in mehrere Filmen auftraten. Irgendwie hatte ich die Vorstellung, für jeden Film wäre ein neues Kostüm genäht worden, welches dann ein unbekannter Stuntman übergeworfen bekam. „Gorillamann“ war damals ein Beruf und die Kostüme, die sich im Besitz der Darsteller befanden, wurden von diesen nicht nur gehegt und gepflegt, sondern teilweise auch erstellt. Sie waren ein kostbares Arbeitsmaterial, welches den Broterwerb sicherte. So musste z.B. Emil Van Horn seine Karriere beenden, als sein Kostüm von seiner Vermieterin, der er Geld schuldete, einfach als Pfand einbehalten wurde.

Die Männer unter dem Fell sind so unterschiedlich, wie ihre Schöpfungen. Da ist der Filipino Charles Gemora, der König der Gorillamänner“, der von der Filmaustattung und Make-Up kam, und die herrlichsten Gorillakostüme für sich und andere entwarf. Ray Corrigan – ein veritabler B-Western-Star, der teilweise auch in Filmen, in denen er eine „menschliche“ Hauptrolle spielte, ins Fell schlüpfte. Emil Van Horn, der i auch in Burlesque-Shows den Affen markierte. Steve Calvert, der Barkeeper in Hollywood war. Und dann gab es noch andere. Ihre teilweise unglaublichen Lebensgeschichten hier werden nacherzählt und ihre Kostüme – und vor allem auch ihre Art die Affen zu spielen – ausführlich vorgestellt.

Und das Fantastische an diesem Buch ist es, dass Strecker jeden Film, in dem die Gorillamänner mitgewirkt haben, bespricht. In seinen reichlich und absolut wundervoll bebilderten Besprechungen, liegt sein Augenmerk natürlich zunächst einmal auf dem Gorillamann. Auf dessen Darstellung, wie er an die Rolle kam und natürlich das Kostüm, welches er benutzte. Aber Ingo Strecker hält sich nicht nur damit auf. Er gibt auch die Handlung der größtenteils seltenen und hierzulande unbekannten Filme detailliert wieder, und schreibt viel über dessen Einordnung in der Filmgeschichte, über die Studios und die „menschlichen“ Darsteller. So lernt man eine Menge über Serials, heute nahezu vergessene Komiker und über die Schauspieler in A-, B- und C-Filmen und ihre Geschichten. So schafft es Ingo Strecker mal eben im Vorbeigehen, gleich eine ganze Geschichte des mittlerweile untergegangen, klassischen Hollywoods in all seinen unterschiedlich budgetieren Ausprägungen von A bis Z auf Papier zu zaubern. „Gorillawood“ ist nicht nur eine Geschichte der „Gorillamänner“ sondern auch eine des B-Films, so wie es ihn heute nicht mehr gibt.

Die beeindruckende Recherchearbeit, die hinter diesem Buch steckt, ist wahrlich enorm. Dazu ist es auch ein unfassbares Wunder, welch grandioses Bildmaterial Strecker für sein Buch zusammengetragen hat. „Gorillawood“ lädt herzlich ein zum Schmökern, Staunen und darin versinken.
 
Quelle: Filmforum Bremen (Marco Koch)

GORILLAWOOD - DAS GROSSE BUCH DER HOLLYWOOD-GORILLAS

11.05.2017
 
„Wenn man dieses Jahr nur ein Filmbuch kaufen möchte, dann wäre dies ein geeigneter Kandidat.“
Amerika hatte Dian Fossey, wir haben Ingo Strecker. Nach seinem Buch HABEN SIE JEMALS VON KONG GEHÖRT? hat sich Strecker erneut der Riesenaffen-Thematik angenommen. Mit seinem neuen Werk GORILLAWOOD wagt sich unser Zoologe auf ein Terrain, welches bisher noch kaum erkundet wurde. Auf 516 Seiten (93 davon in Farbe) erfahren wir alles, aber auch wirklich alles, was wir schon immer über Menschen in Affenkostümen im klassischen Holly ... äh ... Gorillawood­Kino wissen wollten, uns aber nicht zu fragen wagten. Um diesem Buch gerecht zu werden, habe ich mit meiner Frau sogar eine abenteuerliche Reise zu den letzten Berggorillas nach Uganda unternommen.
Strecker hat in seinem im Selbstvertrieb herausgegebenen Buch unglaublich viele Informationen über ein beinahe totgeschwiegenes Thema ausgegraben. Maximum Respekt.
Einige wenige dieser Männer im Affenkostüm, wie Ray Corrigan, wurden nachher bekannt, aber zumeist blieben diese Darsteller inkognito (wer kennt heute noch Charles Gemora oder George D. Barrows?) und haben nie irgendwelchen Ruhm für ihre schweißtreibende Arbeit geerntet. GORILLAWOOD enthält jede Menge interessante und spannende Anekdoten und Hintergründe, die selbst genreerfahrenen Filmgenießern kaum bekannt sein dürften. Besonders hervorzuheben ist das Kapitel über den überaus seltenen Film INGAGI (1930).
Im Buch erfahren wir sogar, was ein Gorilla bei den Nudisten macht und wer für Marlene Dietrich im Fell steckte. Die reichhaltige Bebilderung (mit zahlreichen Raritäten) lässt außerdem auch optisch keine Wünsche offen.
GORILLAWOOD gibt es als Hardcover, Paperback und als eBook.
Für diesen gigantischen Schmöker ist das Preis-Leistungs­Verhältnis definitiv sehr fair.
Wenn man dieses Jahr nur ein Filmbuch kaufen möchte, dann wäre dies ein geeigneter Kandidat.
P. s.: Auf YouTube ist ein knapp zweiminütiger Kurzfilm über das Buch zu bewundern.
 
Quelle: Deadline - Das Filmmagazin #63 (Autor Harald Dolezal)

Gorillawood

01.05.2017
 
„Auf über 500 Seiten werden bin ins kleinste Detail Information über jene Darsteller in klassischen Hollywoodfilmen ausgebreitet, von denen man noch nicht einmal die Namen kannte.“

Zwar ist MONDOSTEREO ein Blog über stereoskopische 3D-Themen,
allerdings gibt es auch Medien, die geradezu danach schreien, hier besprochen zu werden,
auch wenn sie nur am Rande mit Stereoskopie zu tun haben.

Wie das vorliegende Mammutwerk
"GORILLAWOOD – Das grosse Buch der Hollywood-Gorillas" von Ingo Strecker,
erschienen in der Edition Buio Omega bei tredition GmbH, Hamburg.
Auf über 500 Seiten werden bin ins kleinste Detail
Information über jene Darsteller in klassischen Hollywoodfilmen ausgebreitet,
von denen man noch nicht einmal die Namen kannte.
Oder erinnert sich jemand an Charles Gemora, Ray Corrigan,
Emil van Horn, Art Miles, Steve Calvert oder gar George D. Barrows?

Sie alle stellten Affen, Gorillas und ähnliches in Filmen unterschiedlichster Genres dar,
aber sie wurden so gut wie nie in den Abspännen erwähnt.
Die Suche und Einordnung von Darstellern und Filmen
gestaltet sich deshalb auch als echte Detektivarbeit.
Diese Arbeit nahm Ingo Strecker auf sich,
und was er dabei geschaffen hat, strahlt den attraktiven Glanz der Besessenheit aus,
und so gerät der Leser bei der Lektüre in einen Sog aus Informationen
über die Randbezirke des Filmgeschäfts, dem er sich nicht mehr so schnell entziehen kann,
und auch nicht will.

Die Gorilla-Charaktere wurden Erik, Satan oder auch Goliath genannt,
ihre Schöpfer bastelten sich die Kostüme
in langandauernder Kleinstarbeit aus irgendwelchen echten Tierhaaren,
bauten irgendwelche schrägen Geheim-Mechanismen ein,
damit auch alles so lebensecht wie möglich wirken konnte.

Der erste Gorilla in einer Hollywoodproduktion tauchte laut
vorliegendem Buch um 1914 auf, und die Liste geht bis Ende
der 1960er Jahre; warum, das entnehme man dem
unendlich interessanten und informativen Werk Steckers.
Aberwitzig tiefgehende Background-Infos gesellen sich
zu einer Fülle farbiger und s/w-Fotos.
Die perfekte Gute-Nacht-Lektüre für den Freund des ungewöhnlichen Sachbuches,
da Herr Strecker durch einen flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil zu überzeugen weiss.

Nach dem Vorwort von Regisseur Chris Walas gibt es erstmal einen allgemeinen Überblick,
bevor die Lebensläufe der sechs wichtigsten gorillamen samt Filmografie besprochen werden.
Es schliesst ein Kapitel über weitere Affendarsteller in Einzelrollen an,
abgerundet mit einem Verzeichnis, welche der Filme für Zuhause bekommbar sind.

Eine besondere Hervorhebung erfährt der Film "Ingagi" von 1930,
ein Skandalfilm erster Güte zur Zeit seiner Veröffentlichung,
bekommt man doch laut damaliger Werbung zu sehen,
wie eine lebende Frau riesigen Gorillas geopfert wird.
Und nicht nur das, sogar Nachkommen sollen die Gorillas mit den Menschfrauen gezeugt haben.

Es schliesst ein Kapitel über weitere Affendarsteller in Einzelrollen an,
abgerundet mit einem Verzeichnis, welche der Filme für Zuhause bekommbar sind.

Meine persönlichee Meinung ist, dass kein Filmfreund an diesem Buch vorbeikommt,
der sich für die vergessenen Seiten Hollywoods interessiert,
die in der Filmgeschichte meist kaum behandelt werden.
Freunde der Gestaltung von Vorkriegsfilmplakaten kommen auch voll auf ihre Kosten,
viele, oft ganzseitige Abbildungen rahmen die überquellenden Infomationen ansprechend ein.

Ich finde ja, dass GORILLAWOOD – Das grosse Buch der Hollywood-Gorillas
auch als Hörbuch funktionieren könnte. Die Abbildungen könnte man in einem separaten Heft beireichen.
Ich würde mir das anhören. Aber jetzt schmökere ich erst mal weiter.
Ist ja schon wirklich sehr anregend, ich hab mir gleich ein Gorillakostüm geholt
und in Episode 7 des MONDOSTEREO-Youtube-Kanals präsentiert.
Darin auch die Aufklärung, was GORILLAWOOD mit 3D zu tun hat
ich sage nur "Spooks", "Phantom of the Rue Morgue" oder “Gorilla at Large”:
 
Quelle: www.mondo-stereo.com

Ingo Strecker: Gorillawood – Das große Buch der Hollywood-Gorillas

13.04.2017
 
„Acht Jahre Arbeit stecken in dem mehr als fünfhundert Seiten starken Buch, das künftig als das internationale Standardwerk zur Thematik gehandelt werden muss. “
Er kommt einfach nicht los von den Affen… Schon vor rund zehn Jahren hatte Ingo Strecker ein kleines, aber feines Büchlein mit dem Titel „Haben Sie jemals von Kong gehört? – Die Filmprojekte des Willis H. O’Brien“ veröffentlicht, in dem er dem Stop-Motion-Pionier O’Brien und seiner Arbeit am legendären „King Kong und die weiße Frau“ nachforschte. Der handanimierte Affe war damals recht klein, wirkte auf der Leinwand in den fertigen Szenen aber natürlich gewaltig groß. Aber der Affenbedarf in der Frühzeit Hollywoods war dermaßen groß, dass man sich noch andere Dinge einfallen lassen musste, um das Interesse des Publikums an den haarigen Gesellen zu befriedigen. Schimpansen ließen sich vergleichsweise leicht dressieren, weswegen hier meist echte Tiere zu Filmehren kamen. Bei den Gorillas war die Lage anders. Hier behalf man sich jahrzehntelang mit Darstellern, die in Affenmasken und -kostüme schlüpften und sich dann auf Regieanweisung im wahrsten Sinne des Wortes zum Affen machten. Diesen zumeist eher im Verborgenen arbeitenden und lebenden Gorilla-Darstellern hat Ingo Strecker in seinem neuen Buch auf beeindruckende Weise nachgespürt.

Acht Jahre Arbeit stecken in dem mehr als fünfhundert Seiten starken Buch, das künftig als das internationale Standardwerk zur Thematik gehandelt werden muss. Denn es gab zu den besagten Gorilla-Darstellern in der Vergangenheit nur äußerst spärliche Informationen, kaum irgendwelche offiziellen Pressemitteilungen und Verlautbarungen, weswegen es einer sehr peniblen und ehrgeizigen Recherche bedurfte, um all das in diesem Buch versammelte Wissen zu bündeln. Der Autor hat die verschiedenen Affenmasken akribisch studiert und auch die verschiedenen Bewegungen und Verhaltensmuster der Darsteller unter die Lupe genommen, um jeden Gorillaauftritt dem richtigen Schauspieler zuzuordnen. Sechs Darsteller stehen im Mittelpunkt von „Gorillawood“, angefangen beim legendären Charles Gemora, dem Pionier dieser Spezialbegabung, dem rund ein Drittel des Buches gewidmet ist. An zweiter Stelle folgt mit Ray Corrigan ein Gorilla-Mann, der auch ohne Maske eine beachtliche Schauspielerkarriere vorweisen konnte. Die restlichen vier Affen-Darsteller, Emil Van Horn, Art Miles, Steve Calvert und George D. Barrows, nehmen im Buch nicht ganz so viel Platz ein, wobei auch ihre Auftritte umfassend und angemessen vorgestellt und gewürdigt werden.

Zwei Seiten ist jeder einzelne Affenfilm Strecker dabei im Schnitt wert, wobei die Länge der jeweiligen Texte aufgrund der Bedeutung im Werk des Darstellers oder der Filmgeschichte, hinsichtlich der Verfügbarkeit von Bildmaterial oder des Films an sich zwischen einer und acht Seiten schwankt. Pro Seite findet sich mindestens eine Abbildung (Aushangfotos, Poster, Werbematerialien, Filmstills), was „Gorillawood“ auch zu einem grandios bebilderten Schmökerband macht, bei dem insbesondere die tolle Farbwiedergabe der Plakatabbildungen beeindruckt. Streckers Werk wird zu einem abwechslungsreichen und höchst informativen Streifzug durch die US-Kinogeschichte, denn Gorillas tauchten sowohl in Abenteuer- als auch Horrorfilmen auf, und nahmen immer wieder gerne Nebenrollen in Komödien ein. So finden sich auf den 500 Seiten Filmklassiker mit Laurel & Hardy, mit Abbott & Costello oder den Three Stooges, mit den Marx Brothers, Marlene Dietrich, John Wayne, Bela Lugosi und Boris Karloff. Neben den wichtigsten Credits und Erstaufführungsdaten zum Film werden die entsprechenden Informationen durch ausführliche Inhaltsangaben und gleichermaßen fundierte wie kritische Filmbesprechungen durch den Autor abgerundet, der dem Leser dadurch auf kompetente Weise hilft, bei der anschließend unumgänglich gewordenen Sichtung einiger der Filme, die Spreu vom Weizen zu trennen.
 
Quelle: DigitalVD Online-Blog

 

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Gorillawood - Das große Buch der Hollywood-Gorillas

21.03.2017