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Über die Sehnsucht

Urgrund und Abgründe

José Sánchez de Murillo
Wissenschaftliche Arbeiten

Die sprachgeschichtliche Untersuchung des Wortes Sehnsucht führt zum Tiefenphänomen, das sich als verborgene Quelle der Unruhe des Menschen - seiner Verwirrung und seiner Kreativität - erweist.
Es werden der Drang zum Du, die Kraft des Aufgangs ("Kindheit"), der Bezug zur Natur (Meer, Berg, Wüste, Weltall) erhellt, die "Labyrinthe der Seele" exemplarisch - von Odysseus bis Einstein - herausgestellt, antike Mythologien sowie Konstruktionen der abendländischen Denkgeschichte (Vernunft, Geist, Wille, Freiheit) neu erläutert.

Rezensionen

Bescheiden sein

filosof69
★★★★★

350 Seiten in leserfreundlichem Großdruck nimmt sich der Begründer der Tiefenphänomenologie Zeit, um die Herkunft und Bedeutung des Wortes „Sehnsucht“ zu erörtern, die Leser zu einer Handvoll tiefgründiger Wahrheiten zu führen, auf den Zwiespalt zwischen Wollen und Können, Denken und Handeln in den Biografien ausgewählter Philosophen, Entdecker und Wissenschaftler aufmerksam zu machen und eine Predigt Meister Eckharts als Botschaft für das 21. Jahrhundert zu verkünden: Nichts wollen, nichts wissen, nichts besitzen. Das Buch sei zwar „in deutscher Sprache gedacht, aber für alle Menschen geschrieben“ heißt es im Vorwort, in dem der Autor auch zu verstehen gibt, wem seine Sympathie gilt: denjenigen nämlich, die nicht Theorien und Konzepte entwickeln und interpretieren, sondern gewillt sind, an sich zu arbeiten. Denn die Wandlung des Wesens des Menschen ist die eigentliche Revolution und Voraussetzung möglicher Verbesserungen des Lebens. Der Aufgang-Verlag, den Christoph Rinser nicht nur zur Fortführung des gleichnamigen Jahrbuches neu gegründet hat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, wesentliche Sachverhalte in leicht verständlicher Sprache zugänglich zu machen. „Über die Sehnsucht“ löst diesen Anspruch ein, eine leicht lesbare Einführung in Wesentliches zu sein. Und der Autor lässt keinen Zweifel daran, worauf es letztlich wirklich ankommt: Liebe und Friede. (Benedikt Maria Trappen in: Der Kreis Nr. 275/276 November 2016 S. 59-61)