"Josephine Ehlert" - Autor bei Tredition.de
 

Josephine Ehlert

Josephine Ehlert, geboren und aufgewachsen in Ostberlin, studierte Schauspiel in Wien. Sie lebt in Hamburg und arbeitet als Schauspielerin in TV und Theater sowie als Autorin und Filmemacherin. Als Kind schon fängt sie an, Geschichten zu verfassen. Als sie vierzehn ist, entsteht ihr erstes Theaterstück. 2011 beginnt sie, Drehbücher zu schreiben, und produziert ihren ersten Kurzfilm. Weitere Filme und Theaterstücke folgen und werden mehrfach ausgezeichnet. In der erfolgreichen Miniserie »Servus Baby« spielt sie seit 2015 eine der vier Hauptrollen. »Abtauchen« ist ihr erster Roman.

 

Presseberichte

Interview in der Mopo (Hamburger Morgenpost)

01.01.2021
 
„"Ich hatte Tabus im Kopf"“
MOPO: Frau Ehlert, Sie haben Ihren ersten Roman geschrieben. Wie kam es dazu, dass Sie unter die Schriftstellerinnen gegangen sind?

J: Ich schreibe tatsächlich schon sehr lange: Als Kind habe ich Gedichte geschrieben, mit 14 Jahren dann mein erstes Theaterstück und seitdem immer wieder Theaterstücke und schließlich auch Drehbücher auf professioneller Ebene. Einen Roman zu schreiben entstand aus meiner Neugier heraus und war spannend, weil ich es noch nie zuvor gemacht habe.

In einem Interview sagten Sie mal, dass Ihnen die Schauspielerei allein nicht reicht. Warum?

Als Schauspielerin ist man immer von den Entscheidungen anderer abhängig: Man wird für eine Rolle besetzt, darf sich die Stoffe nicht aussuchen, die Drehzeiten – eigentlich alles. Ich kann dabei in einem eingeschränkten Feld kreativ sein, habe aber schon immer auch gern meine eigenen Geschichten erzählt. Deshalb war das Schreiben für mich immer eine schöne und wichtige Begleitung. Es hilft mir auch, in den Pausen nach einer Premieren oder einem Dreh nicht in ein Loch zu fallen.

Wie unterscheidet sich das Romanschreiben vom Drehbuch schreiben?

In erster Linie darin, dass ich mir noch keine Gedanken darüber machen muss, wie es umsetzbar ist, sondern die Geschichte für sich selbst stehen darf. Ansonsten ist es gar kein so großer Unterschied.

Welche Geschichte erzählen Sie in Ihrem Buch?

Meiner Protagonistin Suse wurde gerade das Herz gebrochen. Diesmal entschließt sie aber, in ihrer Trennungsroutine etwas anders zu machen und reist spontan nach Bali, um ihr Herz zu heilen. Dort tritt sie immer wieder in Fettnäpfchen und erlebt eine erotische Eskapade nach der anderen, bis sie schließlich feststellt, was sie wirklich braucht.

Wo haben Sie sich die Inspiration für Ihren Stoff geholt?

Ich erinnere mich, wie sich das anfühlt ein gebrochenes Herz zu haben. In meinem Freundeskreis wurden die Fragen auch immer wichtiger, wie das ist, wenn es mit Mitte 30 auf einmal nicht mehr selbstverständlich ist, dass man andauernd neue Leute kennenlernt und wie man überhaupt rausfindet, welche Form von Partnerschaft man für sich will. In der Serie „Servus Baby“ habe ich mich auch aus der Schauspielperspektive damit befasst und wollte das Thema nochmal vertiefen.

Richtet sich Ihr Buch auch an Frauen Mitte 30?

Die Zielgruppe liegt schon auf der Hand. Es ist aber eine Coming-of-Age-Story, weil die Figur über sich hinauswächst. An solche Punkte kommen wir in jedem Alter. Insofern kann ich mir vorstellen, dass das Buch auch für andere Altersgruppen sehr unterhaltsam sein kann.

Ist das Endergebnis so geworden, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Eigentlich wollte ich einen richtigen Groschenroman schreiben. Ich habe das unfertige Buch dann eine Weile zur Seite gelegt, bis ich es dann doch nochmal einer Freundin zum Lesen gegeben habe. Ihr Feedback war sehr positiv und hat mich dazu ermutigt den Roman abzuschließen. Die Geschichte hat sich während des Schreibprozesses verändert, weil ich gemerkt habe, dass meine Hauptfigur etwas ganz anderes braucht. Mir war es wichtig, dass meine Protagonistin lernen darf, sich mit allen Sinnen zu genießen – unabhängig von einem Mann an ihrer Seite.

Fiel es Ihnen leicht, erotische Szenen zu schildern?

Mittlerweile auf jeden Fall. Ich steige auch sofort so ein, weil ich damals dachte, ich muss direkt richtig loslegen. Beim Schreiben habe ich dann gemerkt, dass ich da Tabus im Kopf habe, à la ‚darüber spricht man nicht`. Ich musste mir das erstmal selbst erlauben, die zu brechen. Das war eine spannende Erkenntnis während des Schreibens. Mit der Zeit fiel es mir dann immer leichter und ich habe Spaß daran gefunden.

Wird man in Zukunft noch mehr von Ihnen lesen?

Ich hätte große Lust darauf.
 
Quelle: Hamburger Morgenpost

Buchbloggerin ladybugliest Rezension

17.12.2020
 
„Ich musste es in einem Zug durchlesen.“
„Abtauchen“ ist der Debütroman der Schauspielern Josephine Ehlert, die wohl auch Talent im Schreiben hat. Das modern gestaltete Cover sowie die Inhaltsangabe machten mich neugierig und so wollte ich ursprünglich mal „kurz“ reinlesen. Allerdings bei „kurz“ blieb es nicht und ich musste es in einem Zug durchlesen. Und so flogen die Seiten dahin, denn die Autorin machte es mir aufgrund ihres flockig leichten und bildlich gut dargestellten Schreibstils sehr leicht.
Wir erleben in diesem Roman Suse Mitte 30, die gerade frisch getrennt, sich eine kurze Auszeit in Bali gönnt, um über ihren „Herzschmerz“ hinweg zu kommen und das macht sie mit „Männern“! Die Journalistin, die beruflich als Erotikkolumnistin unter dem Pseudonym Rubina ihre Leserschaft mit ihren offenen und direkten Beiträgen über die „schönste Nebensache der Welt“ unterhält, nutzt die Erfahrungen in Bali als ihr persönliches Tagereisebuch und schreibt unter anderem über ihre sexuellen Nervenkitzel und merkwürdigen Begegnungen!
Direkt am Flughafen begegnet sie einem jungen gutaussehenden und attraktiven Mann und bereits nach kurzer Zeit verbringt sie mit ihm ein Abenteuer der Lust und Leidenschaft, die sie mit ihrem Exfreund Tom lange nicht mehr erlebt hatte. Allerdings blieb es nicht nur bei dem „einen“ Abenteuer und Suse genoss neben der schönen Insel ihre Freiheit und das Begehren der Männer bis sie schließlich feststellt, was sie eigentlich wirklich braucht!
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𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:
Ein Buch, über Selbsterkenntnis, Lust und Leidenschaft mit vielen verführerischen aber auch witzigen Momenten! Hat mir sehr gut gefallen und deshalb von mir 🐞🐞🐞🐞🐞 Rezi-Ladybug’s
 
Quelle: Instagram

Coverstory im Alster Magazin

06.11.2020
 
Ein Interview mit der Autorin über ihre Arbeit als Schauspielerin und Autorin.
 
Quelle: Alster Magazin 11/2020

 

Videos

Interview über die Arbeit an Abtauchen

11.01.2021
 
Die Schauspielerin Cecilia Amina Mueller-Stahl interviewt Autorin Josephine Ehlert zu ihrer Arbeit an ihrem erotischen Debütroman.
Wie Groschenromane zu kreativem Flow anregen, wie man nach Worten für Erotikszenen sucht und warum sie es keine gute Idee fand, dass ihr 80-jähriger Großvater "Abtauchen" zu Weihnachten bekommt.. Gute Unterhaltung.