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fortsetzen

Vom Umgang mit der (Un-)Vorhersehbarkeit

Julia Dick
Film, Kunst & Kultur

Das Fortsetzen ist nicht bloß durch Geschichten, oder eben auch diese erzählend in Fernsehserien, überall und alltäglich: Ob im Sinne der Ergänzung, des Konservierens und sogar des Wiederholens sind wir tagtäglich umgeben von Fortsetzungen, die durch die Realität gegeben oder auch durch die Imagination beflügelt werden. Dabei erscheint das Fortsetzen so manches Mal als Opportunist, der abhängig von seinem Kontext, Gutes versprechen oder auch Böses verheißen kann. Stellt die Weichen für Innovation ebenso wie für Langeweile – erscheint dabei aber stets als Instanz der Existenz, in der sich räumliche wie auch zeitliche Beständigkeit widerspiegelt. Die stets implizierte Ungewissheit, wie es denn nun weitergehen mag, erzeugt Spannung und konsultiert die Vorstellungskraft.

Diese Arbeit widmet sich dem Fortsetzen in den unterschiedlichsten Facetten auf der Suche nach Bedingungen für das Design. Zunächst verortet zwischen Anfang und Ende stellt sich das Fortsetzen in dieser Bedingung als ephemer dar, verschwimmen die Grenzen, lassen aus dem Anfang eine Abfahrt, aus der Unterbrechung eine Rast werden und aus dem Ende ein Ziel – das dennoch, je nach Perspektive und Zusammenhang, lediglich wieder auch nur ein Ausgangspunkt sein kann. Nicht bloß in dem ›Wie‹, in dem ›Was‹ oder dem ›Warum‹ ist das Design der Fortsetzung unterworfen, sondern strebt ebenso die Analyse der Eventualitäten, des ›Wie es hätte sein können‹, an.