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Kiu Eckstein

Kiu (früher auch K.M. und Klaus Eckstein) geb. 1927, war im Zweiten Weltkrieg Luftwaffenhelfer und Soldat, studierte und promovierte in der Universität München (LMU), arbeitete als Spielfilm-Cutter, u.a für Wolfgang Staudte und Julien Duvidier, als Regisseur halbstündiger Dokumentarfilme in Peter von Zahns Documentary Programs, Washington, D.C.

Es folgten drei Jahre im Studio Washington des neu gegründeten ZDF. 1966 ging Eckstein, um sich auch seiner alten Liebe, den Spielfilm zu widmen, als freier Mitarbeiter ins ZDF Studio Rio de Janeiro, war Produzent des preisgekrönten Films Macunaima und Co-Produzent mehrerer Filme des Cinema Novo. Ende 1969, kurz vor den dramatischen Jahren Allende, Pinochet in Chile, dem blutigen Putsch in Argentinien, übernahm er das Auslandsstudio Rio. Auch in diesen Jahren entstanden mehrere lange Dokumentarfilme,

Danach kümmerte er sich eine Hälfte des Jahres um eine kleine Kakaoplantage in Brasilien in der anderen machte er weiterhin Dokumentarfilme für das ZDF, darunter Mit Kräutern und Nadeln in Vietnam. aus Brasilien Kirche der Armen und Ärzte aus dem Jenseits, der einiges Aufsehen erregt hat, in den USA über erweiterte Bewusstseinszustände, die Aids-Epidemie in San Francisco und Wahn oder Heilung über Psychosen. die zu einer inneren Weiter- und Höherentwicklung führen können.

Bei der Arbeit an diesem Bericht, in dem es auch um Kundalini ging, stieg dieses spirituelle Agens in ihm selbst auf. Nach Irr- und Umwegen fand er schließlich einem Meister und schrieb dann das Buch Kundalini Erfahrungen, Eine Meister Schüler Begegnung, das ins englische und portugiesische übersetzt wurde.

2017 folgte Ein Leben … zwei Welten. Biographische Notizen in Zeiten des Wandels über ein ungewöhnliches, getriebenes Leben. Und immer wieder geht es um den uns nun gnadenlos vor sich hertreibenden epochalen Umbruch, der vieles, was nur ein paar Jahre zurückliegt wie kuriose Geschichten aus einer anderen Welt erscheinen lässt.

Schließlich 2020 folgte Kundalini und die Lehren eines Meisters, eine Zusammenfassung dessen, was er über viele Jahre bei Swami Chandrasekharanand Saraswati über Kundalini, die verschiedenen feinstofflichen Kanäle, in denen sie aufsteigt, über Blockierungen, ihre Gründe und eine den Prozessen angemessene Lebensweise gelernt hatte.

Mehr über das Buch aus einer siebenseitigen Besprechung in AUFGANG 17, Jahrbuch für Denken, Dichten, Kunst, Augsburg 2020

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Presseberichte

AUFGANG 17, Jahrbuch für Denken, Dichten, Kunst. Augsburg 2020

20.01.2021
 
Ausschnitte aus einer siebenseitigen Besprechung von Kundalini und die Lehren eines Meisters, erschienen in AUFGANG 17, Jahrbuch für Denken, Dichten, Kunst, Augsburg 2020:
Rüdiger Safranski betitelte seine 1994 erschienene Heidegger-Biographie mit „Ein Meister aus Deutschland“ und bescheinigte dem Philosophen, ein wirklicher Meister aus der Schule Meister Eckharts gewesen zu sein. Wie kein anderer habe Heidegger in einer nichtreligiösen Zeit den Horizont für religiöse Erfahrung offengehalten. Auch Hannah Arendts verehrende Worte noch zum 80. Geburtstag des Denkers gehen in dieselbe Richtung …..
Arendt und Safranski wussten um die politischen Verstrickungen und eklatanten Täuschungen des Philosophen, die nach den neuesten „Enthüllungen“ der Schwarzen Hefte den aktuellen Marktwert Heideggers stark beeinträchtigen. … Was die Autoren hochhalten, ist Heideggers Denken, nicht seine Persönlichkeit und sein Leben. Denn Lehre und Leben bilden bei Heidegger keine Einheit. Einem genialen, neue sprachliche Horizonte öffnenden Denken steht, wie es Arendt ausdrückt, ein zur Tyrannis neigendes Leben gegenüber.
Bei indischen Meistern ist eine solche Möglichkeit undenkbar. Die Meisterschaft eines orientalischen Meisters muss im tagtäglichen Leben erkennbar sein. Der Unterschied liegt wohl darin, dass auch „nicht gebildete“ Menschen Zugang zu dessen Lehre finden können, während die westliche Philosophie meist nur an ein akademisches Publikum gebunden ist. Immer mehr Menschen sehen hier einen Widerspruch. Leben und Lehre einer verehrungswürdigen Persönlichkeit müssten eine Einheit bilden.
Der frühere ZDF-Korrespondent für Südamerika Kiu Eckstein hat in seiner neuen Schrift über die Wissenschaft von Kundalini-Vidya die Begegnung mit einer solchen Persönlichkeit eindrucksvoll beschrieben und darin die Essenz spiritueller Erfahrung zusammengetragen. Es geht dem Autor um die Beschreibung des langen, steilen Wegs zur Verwirklichung des Kundalini-Potentials, einem Weg zu wahrer Selbst-Verwirklichung. Das Buch zwingt durch seine Dichte und seinen Reichtum an Wesentlichem zur langsamen Aufnahme und zu ständigem Mitdenken. Der kritische Leser kommt bei einzelnen Phänomenen ins Staunen, wenn der Autor innere Erfahrungen sehr genau und bewusst schildert. Die Einsichten Ecksteins helfen dem Suchenden, „die wenigen echten, von den vielen falschen Meistern, den Quacksalbern und Scharlatanen zu unterscheiden“ (13). Sowohl die Lehre seines 2016 verstorbenen Meisters Swami Chandrasekharanand Saraswati als auch die daraus resultierenden Fortschritte eigener Übung und Transformation werden in einer unprätentiösen, klaren, schönen, der Dichtung nahestehenden Sprache vermittelt. ...
Der Meister selbst war – so berichtet der Autor – „schlicht, direkt und sachlich“ (24). Weil jeder Kundalini-Prozess einmalig ist, war dessen Methode am Prinzip der individuellen Arbeit ausgerichtet.
Sie bestand aus mehrstündigen, speziell auf jeden Schüler abgestimmten Übungen. Der Meister verfügte über eine Art der direkten Wahrnehmung (direct perception), womit er feinstoffliche, nicht messbare Vorgänge unmittelbar erfassen konnte. … „Dahinter stand das tiefe, durch nichts zu erschütternde Wissen vom Wesen und der Kraft Kundalinis, dass Kundalini Shakti die Manifestation des Einen, das alles enthält, in uns Menschen ist“ (27). Kundalini ist eine Manifestation des Göttlichen auf der menschlichen Ebene. …..
Mittlerweile weiß man, dass alle großen spirituellen Traditionen, darunter auch die großen Kulturen der Antike, die nordamerikanischen Indianer, die Geheimbünde oder die afrikanischen Stämme Kenntnis von Kundalini besitzen, wenngleich diese unter verschiedenen Namengebungen existiert. In der christlichen Tradition spricht man bei der Erweckung dieser spirituellen Kraft von der „Ausgießung des Heiligen Geistes“. Sich gegen den Heiligen
 
Quelle: AUFGANG 17

Aufgang Teil 2

07.01.2021
 
Geist zu vergehen, sei nach Jesus die einzig unverzeihliche Sünde. …..
Eckstein wurde im Laufe der Zeit klar, „dass ein Meister, der ein spirituelles System von Grund auf verstanden und in eigenen Erfahrungen verifiziert hat, auch alle anderen kennt“ (34). Die psychophysischen und feinstofflichen Gegebenheiten sowie die inneren Vorgänge, die den Zugang zu geistigen Bereichen öffnen, seien in allen Menschen dieselben. Swamiji (die respektvolle und gleichzeitig liebevolle Anrede eines Swamis) kannte auch die Lebensgeschichten von Theresa von Avila und Johannes vom Kreuz. An deren Wirkungsstätten kniete und meditierte er, sodass ihm klar wurde, welche Art von Kundalini-Prozessen sie durchlaufen hatten. Angesichts der grundlegenden Kenntnis seiner spirituellen Tradition war Swamiji auch in allen anderen Traditionen zu Hause. Nie versuchte er, jemanden zu einem bestimmten Glauben zu bekehren. Doch half er mit praktischen Hinweisen, fehlgeleitete Prozesse zu korrigieren, Blockaden aufzulösen und gab Hinweise zur weiteren Entfaltung Kundalinis, auf die er immer wieder als den eigentlichen Meister verwies.
Eckstein beschreibt in einem längeren, sehr detaillierten, fast medizinisch exakt anmutenden Hauptteil, die Grundlagen und Prozesse von Kundalini anhand der fachlichen Termini. Dabei geht es um Prana, die universelle, lebensspendende, kosmische Energie, und um Kriyas, die unwillkürlichen und von spontaner Atmung begleiteten Körperbewegungen, die Blockaden im feinstofflichen Körper eliminieren. …..
Meister Chandrasekharanand Saraswati studierte bei seinen Arbeitsbesuchen in den USA in den Neunzigerjahren viele Bücher über die neuen Erkenntnisse der Gehirnforschung und erkannte in ihnen eine Bestätigung der grundlegenden Annahmen der von Yogis erarbeiteten Kapala Vidya. Seinen Schülern erklärte er daraufhin Vorgänge der Veränderungen im Gehirn oft auch mit den Termini der Neurowissenschaften.
Eckstein erinnert daran, dass die Schöpfungsmythen der großen Religionen die Materie aus dem Geist entspringen lassen, nicht umgekehrt, wie heute in den Naturwissenschaften oft vertreten. Diese Auffassung, wonach das Gröbere jeweils aus dem vorgeordneten Feinstofflichen entsteht, werde inzwischen von der Quantenphysik auch experimentell bestätigt.
Eckstein betont, dass in Kundalini-Prozessen die verschiedenen Hüllen des feinstofflichen Körpers erfahrbar werden. Als Phänomen ist die „Ausstrahlung eines Menschen“ jedermann bekannt. Sie deute an, dass die Sprache vieles weiß, was der Mensch vergessen hat und der feinstoffliche Körper als Realität vorhanden ist.
Der Meister berichtet, wie Obsessionen verlaufen, welche Wege die Geister bei der Manipulation der energetischen Abläufe und damit der mentalen Vorgänge nehmen. Wenn dabei auf dem Weg ins Gehirn die Amygdala berührt werde, löse das beim Opfer panische Ängste aus, die sich von Besessenheit zu Besessenheit steigern, da Gehirnfunktionen durch häufige Nutzung intensiviert werden. ,,,,,
Häufig sei auch das Karma die tiefere Ursache für den Aufstieg von Kundalini, das Gesetz also, „nachdem jede Tat und jeder Gedanke einen Niederschlag findet und irgendwann, in diesem oder in einem nächsten Leben, eine Wirkung auslöst“ (128). Eckstein beschreibt an vielen konkreten Beispielen die karmischen Zusammenhänge seelischer Entwicklungsprozesse, die durch die pränatale Spannweite plötzlich verständlich werden. Swamiji berichtete den Schülern offen von seinem Vorleben, um sein schwieriges Karma zu verdeutlichen, das er in diesem Leben mit großem Einsatz und unendlicher Geduld abzutragen hatte – eine lange Zeit seines Lebens war er Bettelwanderer gewesen. Und auch der diesbezüglich zunächst sehr skeptische Autor scheut sich am Ende des Kapitels nicht, von seinen eigenen karmischen Erfahrungen zu berichten. …..
Am Ende folgt ein kurzer Ausblick in die höheren spirituellen Bereiche Es ist möglich, von der Gedankenflut befreit zu werden, Träume können sich verändern, das Verhältnis vo
 

Aufgang Teil 3

06.01.2021
 
prana und mind wird geklärt, die no mind experience wird beschrieben. … Wenn Kundalini auf ihrem langen Weg zu Bindu, dem höchsten und letzten Punkt aufgestiegen ist, vollziehe sich die Vereinigung mit Shiva und Samadhi trete ein, das Einswerden des individuellen mit dem absoluten Bewusstsein, von Atman mit Brahman. Der Kundalini-Prozess sei dann abgeschlossen, „um bald und immer wieder von neuem zu beginnen“ (150). …..

Die Erlebnisse und Einsichten des Autors wirken zutiefst authentisch. Der Schrift ist keinerlei Dogma, Phantasterei, Gurutum oder Indoktrinationswillen zu entnehmen. Das Gegenteil ist der Fall: mit dem Bericht seiner außergewöhnlichen, schwer in Sprache zu fassenden inneren und äußeren Erfahrungen verhilft Eckstein dem Leser, Anstöße für die eigene Lebenstransformation zu ermöglichen. …

– Ein sehr wichtiges Buch für alle, die spirituelle Weiterentwicklung suchen.
(Rüdiger Haas)