Paperback

Damit die Lichter weiter brennen

Für eine professionelle Energie- und Verkehrswende

Klaus Hellmuth Richardt
Politik & Geschichte, Naturwissenschaften & Technik

Dieses Buch befasst sich mit den Chancen und Risiken der Energiewende in Deutschland, die aufgrund des schwankenden und bei Flaute ungenügenden Winddargebotes ohne Weiterbetrieb der vorhandenen Nuklear- und sauberen fossilen Kraftwerke in einigen Jahren zu massiven Stromausfällen führen wird, wenn man jetzt nicht umsteuert.
Die Krise in der Automobilindustrie ist dadurch entstanden, dass Brüssel die Grenzwerte für den Schadstoffausstoß frei nach dem Motto aus dem Einzelhandel: 'Darf es etwas mehr (Grenzwert) sein?' festgesetzt hat und nicht aufgrund von rationalen Überlegungen. Der Euro IV Diesel war der sauberste der Welt ohne Partikelfilter und nachgeschaltete Chemiefabrik (Einspritzung von Harnstoff in das Abgas). Jetzt liegt die Autoindustrie trotz mittlerweile erreichter Grenzwerte (Euro VI d) am Boden, weil sich wegen des Dieselbetrugsgeschreis niemand mehr traut ein Auto mit Verbrennungsmotor zu kaufen. Die alternativ angebotenen Elektroautos will niemand haben, weil die Reichweiten zu gering, die Ladezeiten zu lang und die Umweltfreundlichkeit durch Ladestromerzeugung in fossilen Kraftwerken nicht gegeben ist.
Fahren wir weniger mit dem Auto, transportieren weniger mit dem Lkw und nutzen stattdessen vermehrt die Bahn gehen die Schadstoffe zurück, wir vermeiden Staus und schonen die Umwelt. Wenn Auto- und Transportfirmen dann zusätzlich Bahnfahrzeuge bauen und betreiben bleiben die Arbeitsplätze insgesamt erhalten.
Rehabilitieren wir den Diesel und betreiben ihn weiter, bis Elektrofahrzeuge wirtschaftlich sind und der Strom CO2-frei erzeugt wird.
Beenden wir das Stückwerk von unabgestimmten Einzelmaßnahmen im Umweltschutz indem wir einen Masterplan Strom- und Industrieentwicklung erstellen, der detailliert aufführt, welche technisch-finanziellen Auswirkungen eine vorgesehene Veränderung hat (z.B. Kernkraft-/Kohleausstieg) und wie Alternativen zeitlich realisiert werden können ohne die reibungslose Funktion unserer Volkswirtschaft zu gefährden.
 

Presseberichte

Die ignorierten Gefahren des Kohleausstiegs

25.11.2020
 
„Der Kohleausstieg wird bei Dunkelflaute zu deutschlandweiten Blackouts führen, egal wie viel Windkraftwerke noch dazu gebaut werden.“
Die Kohlekommission ('Kommission ‚Wachstum,
Strukturwandel und Beschäftigung‘) hatte 2019 den Ausstieg aus Braun- und Steinkohle vorgeschlagen, zusammen mit einem Strukturförderungsprogramm für die betroffenen Kohleregionen. Der Kohlekommission gehörte kein einziger Energiefachmann an. Außer der frommen Absicht, die erneuerbaren Energien weiter auszubauen wurde kein Konzept vorgelegt, wie und wann die vorhandenen Kraftwerke ersetzt werden sollen.
Mit dem im August 2020 in Kraft getretenen Kohleausstiegsgesetz wurden der Zeitpunkt der Abschaltung der Braunkohlekraftwerke und die Maximalhöhe der möglichen Entschädigungen festgelegt. Steinkohlekraftwerke sollen auch abgeschaltet werden, aber nur, wenn die Bundesnetzagentur dem nach Durchführung einer Netzstabilitätsstudie zustimmt, sonst wird der Ausstieg ausgesetzt.
Im zugehörigen Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen vom 8. August 2020 wurden Investitionen in die Infrastruktur der Kohleregionen, die Schaffung von nicht spezifizierten Ersatzarbeitsplätzen und 'Reallaboren' festgeschrieben, mit denen untersucht werden soll, wie die bisher aus dem Kohlekraftwerk ausgekoppelte Fernwärme ersetzt und wie der als Ersatz vorgesehene 'Grüne Wasserstoff' im technischen Großmaßstab erzeugt werden kann.
Man steigt also aus einer erprobten Energieart aus und versucht dann, einen Ersatz zu erfinden. Wenn man nicht weiß, wann Ersatz verfügbar ist, sollte man nie aus einer erprobten Energieart aussteigen.
Der Autor schlägt vor, zunächst die bisherigen Kraftwerke beizubehalten, bis industriell erprobte Alternativen verfügbar sind. Download
 
Quelle: www.tichyseinblick.de

Der Niedergang der deutschen Autoindustrie - Von der Politik selbst verursacht

14.10.2020
 
„Euro 4 Autos sind sauber - Elektroautos sind noch nicht marktreif“
Der Verkehrsteil aus o.g. Buch wurde ergänzt durch die gegenwärtig wegen des Dieselgeschreis stark rückläufigen Autoabsatzzahlen und die zu erwartenden Entlassungen in der Auto- und Autozubehörindustrie, wenn man nicht politisch gegensteuert.
 
Quelle: Tichys Einblick

Brauchen wir die Gasfernleitung Nordstream II

11.09.2020
 
„Bei Abschaltung der Kern- und Kohlekraftwerke brauchen wir sichere, alternative Energiequellen, wie die Gasleitung Nordstream II“
Wenn der Ausstieg aus Kohle- und Kernenergie weiter durchgezogen wird, brauchen wir eine sichere Energieversorgung mit Gas aus Russland. Dies ist durch die Gasfernleitung Nordstream II sichergestellt, da sie direkt Gas aus Russland liefert. Flüssiggas ist keine Lösung, da Deutschland weder selbst über ausreichende Terminalkapazitäten verfügt noch die bisherige Gastankerflotte ausreicht, um Deutschland zuverlässig zu versorgen.
 
Quelle: Tichys Einblick