Paperback

Kuriose demokratische Wahl

Paradoxien und Ungereimtheiten bei Wahlen und Abstimmungen - Analysen, Mathematisches und Politisches zu Wahlsystemen

Klemens Schmitt
Politik & Geschichte

Bei Bürgermeisterwahlen wird ein Kandidat manchmal nur deshalb nicht gewählt, weil auf ihn im ersten Wahlgang zu viele Stimmen entfallen sind.
Bei der Verhältniswahl kommt es vor, dass einer Partei ein zusätzlicher Sitz dadurch zufällt, dass eine andere Partei zusätzliche Stimmen erhält. Es kann sogar der Fall eintreten, dass einer Partei als Folge von mehr Stimmen ein Mandat weniger zugeteilt wird.
Wenn jeder Wähler für die Partei stimmt, welche sich in den meisten strittigen Sachfragen in seinem Sinne positioniert, führt das bei bestimmten Konstellationen dazu, dass (unabhängig vom Wahlsystem) diejenige Partei mit einer Mehrheit ausgestattet wird, die in allen kontrovers diskutierten Punkten gegen die Meinung der Wählermehrheit entscheidet.
Bei der Beschlussfassung über Sachfragen gibt es Fälle, bei denen das Ergebnis von der Reihenfolge abhängt, in der Einzelentscheidungen getroffen werden.
Das sind einige Beispiele für viele paradoxe Phänomene bei Wahlen und Abstimmungen, die in dem Buch beschrieben und erklärt werden. Und es wird gezeigt, dass es kein Wahlverfahren geben kann, das von solchen kuriosen Effekten völlig frei ist.