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Was mir beim Überflug so einfällt

Aphorismen

Leo Sucharewicz
Philosophie, Film, Kunst & Kultur, Geschenkbücher

„Manche Länder liegen zwischen zwei Flüssen, manche
zwischen zwei Kriegen, andere sind nur kompliziert von ihrer Vergangenheit eingeklemmt“, heißt es im Kapitel ‚Politik‘.

Eingeklemmt sind wir wohl alle, inklusive Autor: zwischen Terror und Tagträumen, zwischen Amore und ELSTER, politischen Argumenten und peinlichen Freunden.
Vielleicht bietet künftig die Quantenmechanik ein Quantum Trost, aber der Autor will nicht trösten. Im Überflug erkennt er Ziele, feuert und das Schlimmste passiert: amüsante Entlarvung.

Dahinter steckt die Wucht einer aufregenden Biographie. Alles ist er gewesen: Student und Soldat, Farmer und Erfinder, Manager und Künstler, Schriftsteller und Politiker. Tonnen an Erfahrung geben dem Überflieger Auftrieb.
„Das eigentliche Problem der Psychoanalyse ist, dass man sich von manchen Selbsterkenntnissen nie mehr erholt“, liest man im Kapitel ‚Life‘. Aphorismen von Leo Sucharewicz sind nicht minder riskant.

Es darf bezweifelt werden, ob wirklich alle Aphorismen dem Autor nur „beim Überfliegen eingefallen“ sind. Manche Erkenntnisse, die den Leser treffen, müssen zu Ende gedachte Überlegungen sein. Verpackt in eine Sprache, die sich wohltuend vom belanglosen Standard unterscheidet: kompakt, ohne auch nur ein Gramm Ballast, dafür mit meisterhaft geschmiedeten Pointen. Kräftig dosierter Humor würzt die Kapitel ‚Amore‘, ‚Politik‘, ‚Religion‘, ‚Business‘, ‚Sprichwörter‘ und ‚Life‘, leuchtet sie gut aus, in manchen Fällen gnadenlos, in viele Fällen amüsant, in allen Fällen zutreffend.