"Lothar Greunke" - Autor bei Tredition.de
 

 

Lothar Greunke

Dr. Lothar Greunke wurde 1954 in Dinslaken/Niederrhein geboren und lebt in Bad Kreuznach/Rheinland-Pfalz. Von 1973-85 diente er als Bundeswehroffizier; von 1986-2017 war er Verwaltungsangestellter. Im Rahmen der Offizierausbildung studierte er von 1974-77 Erwachsenenbildung an der heutigen Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg. Dort promovierte er 1983 über das Thema "Offizierberuf und Ehe". Langjährige Studien über Karl May und Friedrich Nietzsche hat er unter den Titeln "Kara Ben Nemsi gegen Zarathustra" sowie "Hinführungen" veröffentlicht. Seine Hobbys sind Tenorgesang, Aquarellmalerei, Ausgleichssport und Literatur.
 

Neuigkeiten

Wechseljahre oder Die Schule der Affekte

 
Dr. Peter Stein lässt sich nach 23 Jahren Ehe, von denen er 11 Jahre von seiner Frau und den beiden Kindern getrennt gelebt hatte, scheiden. Auslöser für diesen Entschluss war die lapidare Mitteilung von Anja, demnächst eine neue Lebensgemeinschaft gründen zu wollen. Dies ist der Auftakt zu einem bitterbösen Rosenkrieg, dem zuletzt auch die Beziehung zu den beiden Kindern zum Opfer fällt. Im Verein mit beruflichen Schwierigkeiten treiben Stein die dabei gemachten Erfahrungen zu psycho-somatischen Störungen, die ihn zunächst zu einer Odyssee durch diverse Arztpraxen zwingt. Erst mit Hilfe eines Psychotherapeuten findet er jedoch einen Ausweg aus krank machender Depression. "Wechseljahre" ist der dritte, in sich abgeschlossene Band der Peter-Stein-Romantetralogie.
 

 

Presseberichte

Mister Dynamit besucht Old Shatterhand

13.12.2017
 
„Anregende Lektüre für alle, deren Interesse über Karl May hinausgeht.“
Dr. Henning Franke, Karl-May-Kenner, Online-Redakteur und 2. Vorsitzender des Mescalero e.V., rezensiert in der Ausgabe Nr. 150 des von ihm herausgegebenen Magazins "Karl May & Co." im mittlerweile 33. Jahrgang zwei Studienbände von Lothar Greunke, die jetzt in zweiter Auflage erschienen sind: "Kara Ben Nemsi gegen Zarathustra - Leben und Visionen von Karl May und Friedrich Nietzsche" sowie "Hinführungen - Etappen meiner Annäherung an Karl May und Friedrich Nietzsche". In seinem Hauptwerk vergleicht Greunke vor der prägenden zeitgeschichtlichen Kulisse Phasen von Mays und Nietzsches Lebensläufen sowie ihre Ideal-Visionen vom Edel- bzw. Übermenschen. Der Studienband "Hinführungen" dagegen fokussuiert Greunkes Zugang zu den beiden sächsischen Autoren, was er über Zitatensammlungen, Exzerpte, Kritikerstimmen und Reflexionen zu Einzelaspekten erreicht. Ein "Nietzsche für Demokraten" sowie die These, dass Karl May bei seinem Besuch in Massachusetts 1908 mit der "Christian Science" in Kontakt kam sowie Parallelen zwischen Karl May und Balzacs Romanheld "Monsieur Benassis" setzen dabei neue Akzente. Höhepunkt ist am Schluss des Bandes die Erzählung "Date in Kötzschenbroda" über eine fiktive Begegnung zwischen May und Nietzsche 1888. Bei einer gemeinsamen Wanderung und Einkehr in einem Wirtshaus führen die beiden einen weltanschaulichen Dialog, entdecken Gemeinsamkeiten, können sich aber über die Frage nach der Existenz Gottes nicht einig werden. Fazit: "Wer 'Kara Ben Nemsi gegen Zarathustra' gelesen hat, braucht im Studienband 'Hinführungen' keine Dopplung zu befürchten". Die Lektüre bietet Anregungen für alle, deren Interesse deutlich über Karl May hinausreicht. Download
 
Quelle: Karl May & Co. Nr. 150, S. 80

Leserbrief

23.06.2016
 
„Karl May und Friedrich Nietzsche wurden für mich persönlich zu Phänomenen“
In dem Leserbrief wird beschrieben, wie ich im Alter von etwa neun oder zehn Jahren den schwarz-weißen-Abenteuerkosmos der Karl-May-Bücher kennen- und schätzen lernte. Acht Jahre stieß ich auf die Werke von Friedrich Nietzsche, die wie Prismengläser Heldenmystik, Stärke, Mensch-sein radikal durchleuchteten und stattdessen Differenzierung und Selbst-Überwindung zu Daseinstugenden erhoben. Angeregt durch das Studium an der Bundeswehrhochschule, begann ich mich für die Persönlichkeiten der Autoren zu interessieren, studierte Sekundärliteratur und ging ihren Spuren in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und in der Schweiz nach. Klar wurde mir dabei, dass May - genau wie Nietzsche - ein humanistischer Ethiker war und dass beide mit jeweils eigenem Sprachstil (geografische Predigt bzw. Aphorismus) und eigener Vision (Edel- bzw. Übermensch) einen Ausweg aus der wachsenden kulturellen Sinnentleerung in der wilhelminischen Ära gefunden hatten.
 
Quelle: Öffentlicher Anzeiger vom 8. Mai 2012