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un-heil

Vorhaut, Phimose & Beschneidung Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren

Mario Lichtenheldt
Sachbücher, Lernen & Nachschlagen

Trotz moderner nichtoperativer und vorhauterhaltend operativer Behandlungsmöglichkeiten mit hervorragenden Ergebnissen werden auch in Deutschland noch immer zahllose Jungen wegen einer oft harmlosen Phimose an ihrer Vorhaut beschnitten. Die Tatsache, dass eine symptomfreie verengte oder verklebte Vorhaut bis zur Pubertät gar keiner Behandlung bedarf, weil es sich um einen entwicklungsphysiologisch völlig normalen Zustand handelt, erfahren Eltern und Jungen nur selten. Genauso wenig sind ihnen die möglichen physischen, sexuell-funktionellen und psychischen Folgen bewusst, die eine Beschneidung neben dem üblichen Operations- und Narkoserisiko verursachen kann.
In Übersee machen Pharma- und Kosmetikkonzerne das große Geschäft mit der Vorhaut und den Schmerzen männlicher Neugeborener. In Afrika und Australien ist die Beschneidung von Jungen ein grausames Ritual, das jährlich viele Tote fordert, und für Juden und Moslems ist der beschnittene Penis ein identitätsstiftendes Symbol, auf das man keinesfalls verzichten kann.
Die oft erschreckend oberflächliche Sexualaufklärung von Jungen trägt ein Übriges dazu bei, dass Erwachsene weltweit, fast selbstverständlich und ungestraft an der Verstümmelung kindlicher Genitalien festhalten können.
Die einzigen, die bei all dem nicht gefragt werden, sind die betroffenen Jungen selbst.
 

News

Mario Lichtenheldt - Mitautor einer BVKJ-Broschüre für Jungen

15.04.2013
 
„Mann, oh Mann - Das geht unter die Gürtellinie!“ – so heißt eine jüngst erschienene Broschüre des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), mit der Jungen und Eltern auf laienverständliche Art Faktenwissen zur Anatomie und den Funktionen des gesunden, intakten Penis und der Vorhaut nahegebracht wird - vom Säuglings- bis zum Erwachsenenalter.

Mitautor des auch online abrufbaren Heftchens ist Mario Lichtenheldt, auf dessen Jungen- und Elternratgeber „un-heil“ die BVKJ-Broschüre hinweist.

Das Heft widerspiegelt die neuesten medizinisch-ethischen Standards und das zutiefst humanistische Selbstverständnis der deutschen und internationalen Kinderärztevereinigungen.

Die bei Jungen häufig diagnostizierte Phimose (Vorhaut­verengung) bzw. Vorhautverklebung wird als das dargestellt, was sie ist: ein natürlicher, meist nicht Behandlungsbedürftiger, entwicklungsphysiologischer Zustand.

Für die wenigen Fälle, in denen Behandlungsbedarf gegeben ist, werden schonende, angst- und schmerzfreie, nichtoperative und vorhauterhaltend operative Therapie¬formen vorgestellt, die allesamt der Erhaltung des natürlichen Aussehens und der natürlichen Funktionen des Penis dienen.

Die noch immer viel zu häufig und oft leichtfertig vorgenommene Beschneidung (Zirkumzision, Amputation) der meist völlig gesunden Vorhaut wird als risikobehafteter Eingriff klar und deutlich auf den LETZTEN Platz der bei Vorhautproblemen zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten verwiesen.
 

"un-heil" - ein Thema bei MANNdat

13.05.2012
 
Mit „un-heil“ liefert der Autor Mario Lichtenheldt ein Buch, das vorrangig Jungen und deren Eltern ansprechen, sie über das Thema Phimose und Beschneidung informieren und sie über ihre Rechte und Möglichkeiten aufklären will. Darüber hinaus möchte es natürlich auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ein Thema lenken, das bislang gesellschaftlich und politisch völlig ignoriert wird. Deshalb ist es auch grundlegend für alle geeignet, die sich zu dem Thema umfassend informieren möchten...
 

 

Presseberichte

AHA! - Kinderrechtler - Mario Lichtenheldt beim Humanistischen Pressedienst

21.09.2012
 
„"Wenige Wochen vor dem Kölner Urteil erschien das Buch und griff dem Urteil gewissermaßen vor, indem es feststellte, dass es keine Rechtfertigung gibt für einen schmerzhaften, irreversiblen und destruktiven Eingriff an den Geschlechtsorganen von Kindern."“
Der Journalist Mario Lichtenheldt und Dr. rer. nat. Meike Beier sind Autor und Lektorin bzw. Korrektorin des Buchs „un-heil: Vorhaut, Phimose & Beschneidung Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren“, das im März 2012 erschien. Darüber hinaus haben sie anlässlich des Kölner Urteils ein Papier verfasst, das man auf der Seite pro-kinderrechte.de abrufen kann: „Religionen sind zu schonen - um jeden Preis? 10 Thesen und Antithesen.”

Im Buch un-heil klärt Lichtenheldt über die Beschneidung von Jungen auf, die nur in seltenen Fällen medizinisch notwendig ist. Wenige Wochen vor dem Kölner Urteil erschien das Buch und griff dem Urteil gewissermaßen vor, indem es feststellte, dass es keine Rechtfertigung gibt für einen schmerzhaften, irreversiblen und destruktiven Eingriff an den Geschlechtsorganen von Kindern.
In den 10 Thesen gehen Lichtenheldt und Beier auf gängige Rechtfertigungen für die Knabenbeschneidung ein, wie etwa Tradition, Hygiene oder Zugehörigkeit zu einer Gruppe, und widerlegen diese.
In einem Kommentar auf phimose-info.de geben Lichtenheldt und Beier zu bedenken: „Niemand, auch nicht die schärfsten Beschneidungsgegner, hat vor, religiöse Beschneidungen zu verbieten. Sie soll lediglich auf ein Alter verschoben werden, in dem der Betroffene in der Lage ist, sich eine eigene Meinung über Religion und die Auswirkungen einer Beschneidung zu bilden und selbstständig zu entscheiden, ob er sich diesem Eingriff für seinen Glauben unterziehen will.
Dies ist kein Angriff auf die Religionsfreiheit, sondern im Gegenteil die Herstellung wahrhaftiger Religionsfreiheit, der Freiheit des Individuums.
Es ist ein Angebot, Toleranz nicht nur einzufordern, sondern gegenüber den betroffenen Kindern zuallererst einmal selbst zu üben.
Und vielleicht stellt sich ja heraus, dass die Religionen dadurch nichts verlieren, sondern im Gegenteil mehr persönlichen und gemeinschaftlichen, inneren und äußeren Frieden gewinnen.”
 
Quelle: Fiona Lorenz, HPD