"Zwei Räder, ein Land" von Martin C Roos
Hardcover

Zwei Räder, ein Land

Mit dem Fahrrad durch alle Bundesländer: Deutschland in 2451 Kilometern

Martin C Roos
Reise & Abenteuer, Politik & Geschichte

Jenseits der Metropolen nimmt der Reporter die Republik unter die Reifen und fährt täglich rund 100 km, um mit Menschen zu diskutieren „Wie geht’s Deutschland?“. In jedem Winkel erlebt er andere Abenteuer, führt aufregende Gespräche und füttert www.riffreporter.de/deutschland mit Clips & Texten aus tiefster Provinz (Probekapitel auf Webseite). Im Buch über die 24 Etappen seiner Fahrt durch die 16 Bundesländer verdichtet er seine Erlebnisse zu einer erfrischenden und einzigartigen Collage, die das erstaunliche, teils bizarre Deutschland zeigt. Relikten der einstigen Teilung rückt der Reporter ebenso zu Leibe wie seinen eigenen Grenzen. Weil Roos sie schonungslos überschreitet, riskiert er, auf der 2451 Kilometer langen Fahrt zu scheitern. Routendetails und praktische Reisetipps auch unter www.tinyurl.com/alle16d
 

Veranstaltungen

Outdoor-Navigation am Beispiel komoot

Beginn: 05.11.2020, 17:30 Uhr
Ort: Lübeck  
Ob spontan per Rad nach Bäk oder monatelang vorgeplant für die Fußreise durch Belutschistan: „Global Positioning“ schafft Sicherheit und jede Menge Spaß, wenn man/frau GPS zu nutzen weiß. Weil Apps und PC-Oberflächen so simpel und gut geworden sind, eignet sich z.B. „komoot“ für alle Altersstufen bis ins hohe Seniorenalter. Voraussetzung sind Basiskenntnisse von Smartphones und PC bzw. Apple. Eigene Geräte mitzubringen ist gut zum Lernen, aber keine Voraussetzung zur Teilnahme. Es lassen sich auch erst einmal die Möglichkeiten des virtuellen Lotsentums erkunden. Die reichen vom Ausflugplanen, vom Sich-Inspirieren-lassen in den Touren anderer bis hin zur SocialMedia-Vernetzung mit Gleichgesinnten.
 

Workshop zum verständlichen Schreiben

Beginn: 21.09.2020, 09:00 Uhr
Ort: Universität Kassel  
Communication School
 

 

Neuigkeiten

Erstes Druckexemplar ist da

21.08.2020
 
 

 

Presseberichte

Auf den Spuren der Einheit

 
„Meine Radreise durch Deutschland als TopThema in Nordbayern“
 
Quelle: Neue Presse

Schleswig-Holstein-Journalisten empfehlen Radbuch von Roos

01.10.2020
 
„"Das unterscheidet „Zwei Räder, ein Land“ auf sehr sympathische Weise von vielen anderen Reiseberichten: (...)"“
„Das Land im Kleinen unter die Räder nehmen“: So beschreibt der begeisterte Rennradfahrer und freie Journalist Martin Christof Roos sein Vorhaben, es im Jahr 30 nach dem Mauerfall im Sattel seines „blauen Italieners“ in alle 16 Bundesländer zu schaffen. Vom Start im kleinen Dörfchen Berlin in Schleswig-Holstein, in dem es zwar einen Potsdamer Platz, aber keinen Späti gibt, führt die Tour über 2.451 Kilometer in einem großen Oval von Nord nach Süd und wieder zurück. Abschnittweise wird die Tour dabei zur Tortur – und das unterscheidet „Zwei Räder, ein Land“ auf sehr sympathische Weise von vielen anderen Reiseberichten: Weder scheint hier immer die Sonne, noch sind alle Menschen freundlich und alle Landschaften sensationell. Auch der „RadelndeReporter“ (so die 2018 von Roos erfundene Marke, unter der er auch bei den RiffReportern zu finden ist) ist kein ultrafitter Supersportler, sondern einer, dem abends die Muskeln brennen, der von Selbstzweifeln und oft vom Hunger gequält wird, weil abseits großer Städte immer seltener ein Gasthof oder „Tante-Emma-Laden“ zu finden ist.
Der 1967 in Schwaben geborene, in Lübeck lebende Autor berichtet spannend, detailreich und vor allem sehr persönlich von dieser weitgreifenden Recherche-Reise durch die Republik, crossmedial
ergänzt durch Filmclips, die im Netz abrufbar sind. Er gewährt intime Einblicke in seine eigene Familiengeschichte und gibt genauso praktische Reisetipps für Radfahr-Enthusiasten. Es ist diese Mischung, die das Buch empfehlenswert
macht.
Martin C. Roos: Zwei Räder, ein Land - Mit dem Fahrrad durch alle Bundesländer: Deutschland in 2451 Kilometern.
tredition Verlag, 188 Seiten, Paperback
14,99 €, Hardcover 22,99 €, eBook 6,99 €
 
Quelle: Nordspitze - Magazin der DJV-Landesverbände Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

TOUR-Großreportage

30.09.2020
 
„Notizen aus der Provinz“
Dass sich das Brandenburger Tor heute bar jedes Mauerrests zeigt, findet Michael Bradler unerträglich. Er beklagt, dass geschichtsträchtigen Orten die Mahnmale fehlen. Bradler arbeitet in Berlin, im Stasimuseum. Sein Job sind Führungen, dort, wo einst die Schergen des DDR-Regimes die Menschen tyrannisierten. Mit zwanzig wollte Bradler um jeden Preis Ostberlin verlassen. Nach vergeblichen Anträgen marschierte er 1982 verzweifelt an einen Übergang, wollte die Grenzer dazu bringen, ihn durchzulassen. Stattdessen nahm man ihn fest, steckte ihn ins Stasigefängnis. Später kaufte ihn die BRD frei.
Ähnliches wie übers Brandenburger Tor würde Brandler vielleicht auch zu Schlagsdorf in Mecklenburg sagen. Das dortige „Grenzhus“, das ich drei Tage nach meinem Start in Berlin besuche, konserviert außen Reste der Grenzzäune, Hundelaufanlagen, Selbstschusseinrichtungen. Wie bedrückend der riesige Überwachungsturm wirkte, zeigt aber nurmehr eine Infotafel. Der Turm wurde, wie so viele Grenzrelikte, gesprengt. Weil vielerorts die Erinnerung an vierzig Jahre DDR nach und nach verblasst, habe ich Orte des Erinnerns an meine Deutschlandroute gelegt. Eine Route, für die ich mir knapp einen Monat Zeit nehme, die fast 2.500 Kilometer misst und jedes Bundesland zumindest anschneidet.
Auf der Länderfahrt interessiert mich das Land in Wortsinn – im Kontrast zu Städten, zu Metropolen und zu Ballungsgebieten. Schlecht ergeht es mir bei meiner Fahrt durch die Provinz immer dann, wenn der Tagesproviant zu früh ausgeht. Hatte ich mich im einsamen Osten noch um die Verpflegung gesorgt – im vermeintlich gut bestückten Westen muss ich manchmal hungern, weil auf dem Land Gaststätten und Kaufläden vielerorts nicht mehr existieren. In Westfalen passiert mir das ebenso wie später in Bayern. Nach Abstechern in die Peripherie von Hamburg und Bremen muss ich zunächst lange durch Niedersachsen. Hinter Bremen liegen mehr als hundert Kilometer flaches Land, bevor sich in Wiehengebirge und Teutoburger Wald meine Sehnsucht nach Steigungen erfüllt.
Ich fahre stramm nach Süden, wo ich am Ostrand des Ruhrgebiets mit Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums in Bönen (Nordrhein-Westfalen, Kilometer 900) verabredet bin, um über DDR und Wiedervereinigung zu reden. Ist der ehemalige Osten bei Gymnasiasten in Westen heute noch ein Thema? Ich bin erstaunt: Die Kenntnisse und politischen Einschätzung zu DDR und Nachwendezeit sind derart profund, dass ich gefordert bin, die Diskussion im Zaum zu halten.
Nach bald tausend Kilometern im Sattel fühle ich mich steif und müde. Dabei kommen jetzt die besten Rennradreviere: Sauerland, Siegerland, Westerwald, Taunus – macht im Schnitt je 1.200 Höhenmeter pro Mittelgebirge. Vor dem Letzten treffe ich eine selbstbewusste Thüringerin, die an der Lahn lebt und arbeitet. Wie findet Sie die Gegend im Vergleich zu ihrer Heimat? „Die Leute sind hier freundlicher, gelassener und haben mehr Wohlstand“, sagt Larissa Söllner. „Frauen arbeiten hier kaum, und so musste ich mir bei manchen Erstkontakten Sprüche anhören wie ‚Haben wir uns schon gedacht, dass Sie aus dem Osten kommen; bei uns im Westen würde das keine Frau auf die Reihe bringen‘.“
Das rheinländische Bad Kreuznach macht mir Kummer. Ich hatte mich eingestellt auf seliges Weinland und glückliche Menschen. Aber als ich mich abends in der Fußgängerzone mit der Frage „Wie geht’s Deutschland?“ zu einer Spontanbefragung aufbaue, bekomme ich nur Hiobsbotschaften. Ein Mann beklagt, Mobbing greife weiter um sich, im Privaten wie auf der Arbeit. Eine alte Frau sieht den dritten Weltkrieg kommen. Drei Jugendliche trauen sich abends allein nicht mehr auf die Straße, aus Angst vor Übergriff und Schlägerei. Konsterniert verlasse ich den Kurort Richtung Saarland.
FORTSETZUNG IM BUCH!
 
Quelle: Tour - Europas Rennrad-Magazin Nr. 1

RadelnderReporter fährt durch alle Bundesländer

02.09.2020
 
„"Jetzt ist auch das Buch zu seiner Recherche per Rad"“
Lübecker radelt 2451 Kilometer durch alle Bundesländer

Der Lübecker Martin C. Roos ist 30 Jahre nach dem Mauerfall im Juni 2019 durch alle 16 Bundesländer geradelt, um die Befindlichkeit der Deutschen in Ost und West aufzuspüren. Jetzt ist auch sein Buch zur Tour fertig.

KOMPLETTER TEXT GRATIS ÜBER DEN HYPERLINK (kurze kostenfreie Registrierung bei ln-onlie.de nötig).
FOTO: Lutz Roeßler, © Lübecker Nachrichten (www.ln-online.de)
 
Quelle: Lübecker Nachrichten

Wie tickt Deutschland?

04.06.2019
 
„Martin C Roos diskutiert für sein Buch mit Schülern am Rand des Ruhrgebeits“
Die Jugendlichen, die selbst noch gar nicht geboren waren, als die Mauer fiel, wissen schon, dass bei der Wiedervereinigung zwei sehr unterschiedliche Welten aufeinanderprallten. Der leistungsorientierte Westen habe den Osten mit seiner Planwirtschaft teilweise einfach überrollt. Da sei bis heute viel Frust zu spüren.

Martin Roos diskutiert lebhaft mit den MCG-Schülern und notiert sich immer wieder Einzelnes in sein Notizheft. Das wird am Ende in sein Buch eingehen, das er nach der Radreise durch Deutschland plant. Wie Deutschland im einzelnen tickt, das wird er darin am Ende zusammenfassen – eine aktuelle Wasserstandsmeldung der deutschen Befindlichkeiten.
 
Quelle: Westfälischer Anzeiger

30 Jahre nach dem Mauerfall auf Deutschland-Tour

11.02.2019
 
„„Nicht die üblichen Ossi-Wessi-Geschichten““
 
Quelle: Lübecker Nachrichten

 

Videos

Mauergedenkstätte Berlin - 16. Bundesland nach gut 2000 Kilometern

26.06.2019
 
MobileReporting von der Fahrt durch alle Bundesländer, Juni 2019, dokumentiert auf https://www.riffreporter.de/deutschland