Hardcover

Sneshnoje

Eine Erzählung

Peter Schmidt
Romane & Erzählungen

Manchen Menschen geht es wie Werner. Je länger die Eltern nicht mehr da sind, desto drängender werden oft die Fragen, die man ihnen noch gerne gestellt hätte. Gerade, wenn sie, wie Werners Eltern der Weltkriegsgeneration angehörten oder Kriegsteilnehmer waren, wurden nach Kriegsende viele Fragen, Themen Erlebnisse und Begebenheiten zumindest den Kindern gegenüber nicht erwähnt oder unter den Teppich gekehrt. In dieser Geschichte kommt es zur klärenden Begegnung zwischen Sohn und Vater, obwohl dieser schon längst verstorben ist.
 

Veranstaltungen

Lesung im Forum der Autoren

Beginn: 06.12.2018, 19:30 Uhr
Ort: Schriftstellerhaus Stuttgart, Kanalstrasse 4  
Forum der Autoren
Donnerstag, 6. Dezember 2018 / Uhrzeit: 19:30 - 21:00

Zu Gast: Peter Schmidt

Der Autor und Maler Peter Schmidt aus Stuttgart-Möhringen liest aus seiner Erzählung „Sneshnoje“

Manchen Menschen geht es wie Werner. Je länger die Eltern nicht mehr da sind, desto drängender werden oft die Fragen, die man ihnen noch gerne gestellt hätte. Gerade, wenn sie, wie Werners Eltern der Weltkriegsgeneration angehörten oder Kriegsteilnehmer waren, wurden nach Kriegsende viele Fragen, Themen Erlebnisse und Begebenheiten zumindest den Kindern gegenüber nicht erwähnt oder unter den Teppich gekehrt. In dieser Geschichte kommt es zur klärenden Begegnung zwischen Sohn und Vater, obwohl dieser schon längst verstorben ist.
 

 

Neuigkeiten

Authentisch!

 
Marlis Schill

Emotional sehr anrührende posthume Annäherung und Aussprache eines Sohnes mit seinem Vater. Obwohl der Vater bereits dreissig Jahre tot ist, kommt es zu mehreren Begegnungen der beiden, wobei jeder Fragen stellen und Ansichten loswerden kann, die er unbewältigt schon lange mit sich herum getragen hat. Stilistisch und formal gut geschriebene Geschichte, von Anfang bis Ende spannend erzählt. Man wünscht sich nach der Lektüre dringend weitere Erzählungen und Kurzgeschichten dieses Autors.
 

Berührend

 
Dr. Bernt Rhotert
Soldat, Soldat ....
4. Juli 2017
Peter Schmidts Erzählung SNESHNOJE hat mich sehr berührt. Es ist ihm überzeugend gelungen, der Täter-Opfer-Mischung kleiner Leute eine Stimme zu geben. Er entschuldigt nicht, aber er begreift. Mit Gewisssen und ohne den Geruch besserwisserischer Überheblichkeit. Und er malt
aus : die irritierende Wirklichkeit totaler Desensibilisierung im Krieg. Verbrechen als natürliche Erfahrung, alltägliches Produkt gewissenloser Erziehung. Das - verständliche! - Unvermögen vieler, sich dagegen aufzulehnen. Auch hat mich die Qualität der Lektüre überzeugt. Diese Erzählung strotzt ganz nebenbei in ihrer Fülle der Wiedergabe historischer Realien von einer bemerkenswerten Sachkenntnis. Da stimmt, so weit ich es überblicken kann, eigentlich alles.
Erstaunt haben mich auch die leisen, gut fundierten, weitreichenden Gedanken. Wie er den "Herrn mit kleiner dünner Stimme" auf der Terrasse des Kehlsteinhauses Zug um Zug verknüpft mit der Rolle eines Vaters, ist kompositorisch überzeugend durchgeführt. Ich wünschte mir, SNESHNOJE stünde eimal als Lesung aauf dem Lehrplan heutiger Schulen, möglichst noch vor der mittleren Reife.
 

 

Videos

Buchtrailer: Sneshnoje

01.06.2018