"Petr Balajka" - Autor bei Tredition.de
 

Petr Balajka

Der Autor Petr Balajka (geb. 1958 in Prag) studierte Polonistik und Bohemistik an der Prager Karls-Universität und ist Chefredakteur der von der jüdischen Gemeinde Prag herausgegebenen „Obecní noviny“ (Gemeindezeitung). Im Fokus seiner journalistischen Arbeit stehen immer wieder die Holocaust-Überlebenden. Er war lange als Lektor in Verlagen tätig, ist passionierter Fotograf und hat zahlreiche Hörspiele, Gesellschafts- und Kriminalromane, hauptsächlich aus dem Milieu der Prager jüdischen Community, publiziert.
 

Neuigkeiten

Für Franz Kafka war seine Schwester Ottla Geheimnisträgerin und Vertraute – und sie trieb ihn in den Wahnsinn seiner Phantasien

29.01.2020
 
Paul Jandl erwähnt, dass Petr Balajka die erste Monografie über Ottla Kafka überhaupt vorgelegt hat. Ihm gefällt nicht, dass Balajka fiktive Elemente eingefügt hat.

"Das wenige verbürgte Material hat Petr Balajka in seinem Buch mit fiktiven Szenen angereichert, die auf Gesprächen mit KZ-Überlebenden basieren. Das ist eine Methode, die etwas zum Roman macht, was sich in Wirklichkeit wohl kaum wie ein Roman angefühlt hat."

Dem ist entgegenzuhalten: Zeitzeugengespräche mit KZ-Überlebenden liefern eine authentische Vorstellung von der Wirklichkeit der Konzentrationslager. Was sie gewiss nicht liefern, sind Romanbestandteile. Hier ist Paul Jandls Kritik nicht recht nachvollziehbar.

Das größte Manko seiner Buchbesprechung indes ist, dass sie im Grunde genommen nur aus diesem einen Satz besteht. Jandl nimmt das Buch zum Anlass, sein Wissen über Ottla Kafka auszubreiten - scheinbar ohne Zusammenhang zu Balajkas Buch, schlimmer noch: als sei es notwendig, dies zu diesem Buch zu ergänzen.

Tatsächlich ist es aber so, dass er fast alles, was er ausbreitet, dem Buch von Petr Balajka entnommen haben könnte.

 

Tschechisch-deutsche Lesung in der Gedenkstätte Theresienstadt

28.01.2020
 
Ottla Kafka hat als Häftling in Theresienstadt kleine Kinder betreut - wahrscheinlich im "Knabenheim L 417". In diesem Gebäude befindet sich heute das Ghettomuseum, an der Außenmauer erinnert eine Gedenktafel an Ottla. Und ausgerechnet an diesem Ort, im Kinosaal, dürfen wir im Rahmen der Veranstaltungen der Gedenkstätte zum internationalen Holocaust-Gedenktag (27. 1.) unser Buch vorstellen!

Die Lesung - auf Tschechisch durch den Autor Petr Balajka, auf Deutsch durch den Übersetzer Werner Imhof - wird musikalisch eingerahmt durch das Dresdner Frauen-A-capella-Trio "La vache qui rit".