Hardcover

Division Dettling - 363. Infanterie-Division

Die Geschichte der 363. Infanterie- und Volksgrenadier-Division

Ralf Anton Schäfer, Helmut Gohlke
Politik & Geschichte

Die von Helmut Gohlke verfasste Geschichte ist eine unter vielen anderen Divisionsgeschichten, aber sie ist auch etwas Besonderes: sie ist unzertrennbar mit dem Schicksal der Soldaten verbunden, die ihren Anteil am Endkampf im Westen hatten. Es ist das Buch von den Ehemännern, den Vätern und den Söhnen, die an diesem großen Ringen teilnahmen. Aber es ist auch das Buch derer, die nicht zurückgekommen sind. Die damaligen Kameraden berichten von einem Opfergang, der buchstäblich um „5 Minuten nach 12“ begonnen hat und das hoffnungsvolle Leben unzähliger Menschen auf beiden Seiten zerstörte!

Gohlke schildert die Ereignisse während der letzten beiden Kriegsjahre ohne dabei zu kommentieren oder die Ereignisse zu bewerten. Es ist eine Ansammlung von Erinnerungen entstanden, die den Leidensweg einer Schicksalsgemeinschaft in die heutige Zeit überträgt.

Das vorliegende Buch überliefert die Kampfhandlungen, an denen die 363. ID ab Sommer 1944 teilgenommen hatte. Angefangen mit den verlustreichen Kämpfen in der Normandie, die zur Zerschlagung der Division im Kessel von Falaise führten. Nach der Neuaufstellung als Volksgrenadier-Division kam es zum erneuten Einsatz an der Westfront. Bei Opheusen und Tillburg in Holland, wurde die Division gegen das alliierte Unternehmen „Market Garden“ eingesetzt, wobei der Verband schwere Verluste hinnehmen musste. Ende November wurde sie aus der Front herausgelöst, der 15. Armee unterstellt und in den Raum Jülich verlegt, wo sie bis Februar 1945 die Rur-Stellung verteidigte. Nach dem amerikanischen Großangriff bis Köln abgedrängt, konnten die schwachen Reste den Rhein überqueren. Angelangt im Raum Leverkusen-Solingen erfolgte eine frontnahe Auffrischung. Bereits am 19. März 1945 erhielt die Division den Befehl zum Marsch nach Uckerath, wo der Hanfbach verteidigt werden sollte. Am 25. März trat die 1. US-Armee zum Angriff an, wonach sich die 363. VGD in den Ruhrkessel zurückzog, wo sie am 16. April kapitulierte.