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Gestaltpsychologie der Kunstbetrachtung

Eine Einführung anhand der Werkbeschreibungen von Werner Schmalenbach

Ralf Debus
Wissenschaftliche Arbeiten, Film, Kunst & Kultur

„Ein Bild lebt sein eigenes Leben, wie ein lebendiges Geschöpf, …da das Bild nur Leben hat durch den Menschen, der es betrachtet.“ Diese Worte von Pablo Picasso werden gerne zitiert. Damit ist gemeint, dass das unmittelbare Erleben und der emotional-visuelle Erkundungsprozess ein Königsweg zum Verständnis von Kunst sind.

Werner Schmalenbach (1920-2010) war ein Kunsthistoriker und Kurator, der dieser Haltung konsequent gefolgt ist.

Die Gestaltpsychologie hat seit ihrem geistigen Urvater, Christian von Ehrenfels, über die grundlegenden Arbeiten von Rudolf Arnheim, bis hin zu der weiteren Entwicklung bei Max J. Kobbert und Wilhelm Salber die beiden Seiten der Kunsterfahrung erhellt: Hier die Bewegung der Ausdrucksqualitäten im Kunstwerk, dort der schöpferische Erkundungsprozess „im Auge“ des Betrachters. Aus dem Ineinandergreifen beider Gestaltbewegungen destilliert sich ein grundsätzliches und tieferes Verständnis von Kunst.

Anhand der Kunsterlebnisse und Werkbeschreibungen von Werner Schmalenbach gibt dieser Band eine Einführung in das gestaltpsychologische Basiswerkzeug der Kunstbetrachtung.