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Tipasa

nord-wind-süd

Reinhold Urmetzer
Film, Kunst & Kultur

Die antike Ruinen-Stadt Tipasa in Algerien steht für das Verschwundensein einer Welt, einer Zeit, auch einer privaten – der Kindheit. Und dennoch lebt ihr Geist weiter im Denken Albert Camus, in Steinen, glitzernden Säulenresten, im Wüstensand und in den gebrochenen Skulpturen der Antike.
Sie zeugen von der Kindheit auch des europäischen Geistes, des europäischen Denkens, entstanden in einer langen und weit entfernten Zeit der Griechen.
Tipasa ist aber auch überall. Die Sehnsucht nach Rückkehren-Können, nach Heimat, nach Befreiung ist allgemein und allgemein menschlich. Auch die Angst wegzugehen, sich dem Wind, der Verführung, dem Taumel und Wirbel einer neuen Welt anzuvertrauen, die uns wer weiß wohin führt, diese Angst ist überzeitlich und überall.