Paperback

Die Luun

René Antoine Fayette
Science Fiction, Fantasy & Horror

„Manches scheint so als sei es nichts, aber nichts ist so wie es scheint.“ Treffender kann man die Luun nicht beschreiben, denn sie ist einerseits ein Nichts für unsere Augen, aber andererseits ein extrem fremdartiges Etwas, das durch das herbstliche Waldlaub raschelt, seltsame Pfeif- und Knackgeräusche von sich gibt und seit Jahrtausenden die Hirten, Jäger und Waldbauern fast um den Verstand brachte und auch heute noch bringen kann. Offiziell wird dieses Tier so gut wie nie erwähnt, während der Nazi-Zeit wurde ab 1942 sogar jede und jeder mit Gefängnisstrafen bedroht, wenn sie oder er irgend etwas über dieses gespenstische Tier zu berichten, zu dokumentieren oder zu belegen versuchte.
Mit diesem Buch werden erstmals die im Geheimen ablaufenden Aktivitäten zusammen mit der Luun offen gelegt. Forschung und Militär nutzen heimlich die Luun für ihre Zwecke, um fast Unmögliches zu vollbringen. Diese bislang geheime Tierart in unseren Wäldern ist massiv bedroht und zieht sich mehr und mehr in die unbejagdten Naturschutz-Reservate zurück. Trotz der hohen Intelligenz dieses Waldgeschöpfs, trotz der Giftigkeit der promazeutischen Nekronillen der Luun-Haut und trotz der Mimese durch optische Loben in der Luun-Haut kämpft die Luun um Anerkennung und Gleichberechtigung auf diesem Planeten Erde. Behauptet zumindest die Luun. Wir können das momentan nicht nachprüfen, müssen aber damit leben, dass wir künftig nicht mehr allein auf diesem Planeten regieren. Denn die Luun fordert Mitsprache und Abstimmung.
Lassen Sie sich verzaubern von einer neuen Welt, die Sie sich so nicht erträumt haben, aber nun akzeptieren müssen. Machen wir das Beste daraus. Wir schaffen das. Irgendwie und irgendwann.
 

Neuigkeiten

Jetzt hat sich die Luun geoutet

03.08.2018
 
Mein kleines Enkelkind wollte nicht in das dunkle Zimmer gehen.
Ich sagte: "Dann machen wir doch das Licht an."
Aber nun geschah das Unfassbare.
"Auch mit Licht mag ich nicht in das Zimmer. Da ist die Luun drin."
"Wer ist die Luun?"
"Gehen wir weg, da ist die Luun im Zimmer."
"Woher kennst du die Luun?"
"Weiß nicht. Gehen wir in das andere Zimmer."
"Haben dir die Kinder im Kindergarten von der Luun erzählt?"
"Weiß nicht. Ich mag die Luun nicht."
Und so ging es weiter und weiter. Ich konnte nicht herausfinden, wer oder was diese Luun sei.

Später, als das Enkelkind dann wieder abgeholt worden war, recherchierte ich im Internet nach der Luun, aber ich konnte nichts finden. Das Wort kommt lediglich in der finnischen Sprache vor und bedeutet Knochen. Im Kindergarten gab es auch kein Kind mit finnischem Hintergrund. Woher kommt also bei so einem kleinen Enkelkind plötzlich die Einbildung, da ist die Luun im Zimmer?

Bis daraus ein Buch entstand, zuerst nur mit wagen Vorstellungen und Konzepten. Aber mit der Zeit wird beim Schreiben das Tier immer konkreter und lebendiger. Je mehr man sich mit der Luun beschäftigt, um so mystischer und geheimnisvoller wird die Welt, in der wir leben. Man taucht immer tiefer in die Vergangenheit von Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten, Jahrtausenden zurück und ist plötzlich in der Astrobiologie angekommen. Wir brauchen keine Außerirdischen, keine Aliens oder grüne Männchen. Wir leben mit vielen intelligenten Arten zusammen auf diesem Planeten. Aber wir Menschen sind die Einzigen, die ständig rücksichtslos das Machbare machen. Künstliches Feuer, geschmolzende Erze, Werkzeuge und Maschinen, unnatürliche Chemikalien und Atome, hochkomplexe Datenarchive und perfektoide Räume in der Mathematik sowie Funkwellen aller Art.

Die Luun braucht das alles nicht, denn sie ist philosophisch betrachtet ein Wunschwesen, im Gegensatz zum Menschen, denn der Mensch ist eher ein Machtwesen. Von Geburt an ist der einzelne Mensch ständig mit Mächten beschäftigt, mit dem Machen beschäftigt oder mit der Suche nach der Machbarkeit beschäftigt. Die Luun hingegen lebt von Geburt bis zum Tode nur in Wunschvorstellungen, sie ist nicht mit einem Irgendetwas beschäftigt, sondern sie wünscht in jeder Sekunde ihres Daseins ein Irgendetwas, sie spürt ein ständiges Wollen, empfindet unbeschreibliches Lebensglück, wenn ihre Wünsche in Erfüllung gehen und sie hat dieses Sehnen nach Wunscherfüllung als Standardgemütszustand. Denn die Luun weiß, der Wunsch geht irgendwie zumeist in Erfüllung, früher oder später. Das liegt wohl an den Ansprüchen der Luun, die im Vergleich zum Menschen gänzlich andersartig sind und von uns Menschen abwertend als banal oder geringwertig betrachtet werden könnten.

Die Luun will mit uns zusammen leben. Wir Menschen müssen uns da aber juristisch langfristig auf einiges wohl gefasst machen. Soziobiologisch werden wir bald in einer anderen, globalen Welt leben, wie wir sie uns nie vorstellen hätten mögen wollen. Und dabei werden wir Menschen eben nicht mehr das Alleinstellungsmerkmal haben.

Die durch die derzeitigen Menschen-Flüchtlingsströme entstandenen pseudopolitischen Fake-Parteien in Europa werden dann wie ein gauländischer Fliegenschiss im Nebel der Menschheitsgeschichte verblassen, wenn die Luun anfängt, mit uns zusammen leben zu wollen.

Die Menschheit hat eine starke Xenophobie und kann sich ja schon untereinander kaum riechen. Wenn dann da so exotische Wesen, die noch dazu fast unsichtbar sind, in Politik, Umweltschutz, Recht und Kultur mitreden wollen und auf ihre Luunrechte gleichwertig zu den Menschenrechten pochen werden, muss es zwangsläufig zu Gewaltakten kommen, auf beiden Seiten. Diese Auseinandersetzung könnte aber langfristig eher die Luun gewinnen, denn sie ist ja giftig, so gut wie unsichtbar und so intelligent wie wir, auch wenn sie keine so tödlichen technischen Kriegsspielzeuge baut und benutzt wie wir.

Das Buch liefert die Lösung.